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Chris Holzheu

Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.
Gestapelte weiße Steinplatten mit einer dünnen Goldschicht als Sinnbild für Stabilität durch Struktur bei der stabilsten Wertanlage

Was ist die stabilste Wertanlage?

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Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.

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Die eine stabilste Wertanlage gibt es nicht, denn keine Anlage ist bei jedem Maßstab stabil. Ob eine Anlage stabil ist, hängt von zwei Dingen ab: woran du misst und über welchen Zeitraum. Messen kannst du am Euro-Betrag, an der Kaufkraft, an der Schwankung zwischendurch oder am Ausfallrisiko. Aus unserer Sicht als Albrecht, Kitta & Co., unabhängige Vermögensverwaltung aus Hamburg, entsteht Stabilität deshalb eher in der Vermögensstruktur: Wenn Geld, das du bald brauchst, nicht schwanken muss, kann der Teil mit langem Horizont Kursrückgänge eher aussitzen.

Zum Beispiel bleibt Geld auf dem Konto im Euro-Betrag stabil. Ohne Zinsen und bei angenommenen 2 % Inflation pro Jahr (dem Inflationsziel der EZB) verliert es nach zehn Jahren aber rund 18 % Kaufkraft. Aktien und Gold sind dagegen zwischendurch schon tief gefallen. Der DAX verlor von März 2000 bis März 2003 rund 73 % (Deutsche Börse), Gold in US-Dollar von 1980 bis 1999 rund 70 % (LBMA, Stand beider Werte: September 2026). Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Vielleicht liegt ein großer Teil deines Vermögens auf dem Konto, im Festgeld oder in Anleihen und eigentlich fragst du dich: Wo ist mein Vermögen ruhig aufgehoben? In diesem Beitrag ordnen wir vier Maßstäbe für Stabilität ein und zeigen, wie tief und wie lange Anlagen in der Vergangenheit gefallen sind. Was das aktuelle Zinsniveau für die Kaufkraft deines Geldes bedeutet, liest du in unserem Marktausblick.

Was bedeutet „stabil“ bei einer Wertanlage?

Eine Wertanlage gilt als stabil, wenn ihr Wert ruhig verläuft. Im Kern gibt es dafür vier Maßstäbe:

  1. Nennwert: Bleibt der Euro-Betrag gleich?
  2. Kaufkraft: Hält der Betrag über die Jahre mit den Preisen Schritt?
  3. Schwankung: Wie tief fällt der Wert zwischendurch und wie lange dauert es bis zum alten Stand?
  4. Ausfall: Kann der Schuldner oder Emittent zahlungsunfähig werden?

Konkret: Ein Aktiendepot, das nach zehn Jahren im Plus liegt, kann zwischendurch deutlich im Minus gewesen sein. Umgekehrt zeigt dein Kontoauszug Monat für Monat denselben Betrag, der bei steigenden Preisen trotzdem an Kaufkraft verliert. Welche Anlage stabiler ist, hängt also davon ab, woran du misst und ob du auf das nächste Jahr schaust oder auf die nächsten zehn.

Nennwert und Ausfall hängen an Schutzmechanismen, z. B. an der Einlagensicherung, der Rückzahlung von Bundeswertpapieren oder der Verwahrung im Depot. Die erklären wir im Beitrag darüber, wogegen eine sichere Geldanlage schützt. In diesem Beitrag geht es vor allem um Kaufkraft und Schwankung.

Wie stabil ist Geld auf dem Konto, gemessen an der Kaufkraft?

Gemessen an der Kaufkraft ist Geld auf dem Konto nur stabil, solange die Zinsen mit der Inflation Schritt halten: Steigen die Preise schneller, kannst du dir von deinem Geld weniger kaufen.

Ein Rechenbeispiel mit 1.000.000 € ohne Zinsen und einer konstanten Inflation von 2 % pro Jahr. Die 2 % sind das mittelfristige, symmetrische Inflationsziel der EZB (Stand: September 2026) und dienen in der Rechnung nur als Richtgröße. Gerechnet wird Betrag ÷ 1,02 hoch Anzahl der Jahre:

  • nach 5 Jahren: Kaufkraft rund 905.731 €, also rund 94.269 € weniger
  • nach 10 Jahren: Kaufkraft rund 820.348 €, also rund 179.652 € weniger
  • nach 20 Jahren: Kaufkraft rund 672.971 €, also rund 327.029 € weniger

Die Werte sind reine Rechenbeispiele ohne Prognose: Sie unterstellen eine konstante Rate und berücksichtigen weder Zinsen noch Kosten oder Steuern. Liegt die Inflation höher, sinkt die Kaufkraft schneller.

Wie stark der Zeitraum zählt, zeigt die Rechnung mit angenommenen 2 % Inflation pro Jahr und ohne Zinsen: Im ersten Jahr fällt der Kaufkraftverlust kaum auf, nach 20 Jahren fehlt rund ein Drittel der Kaufkraft. Zinsen gleichen das nur aus, wenn sie die Inflation erreichen oder übertreffen. Wie du das für deinen Betrag nachrechnest, zeigt unser Beitrag darüber, wie Kaufkraftverlust entsteht und wie du ihn berechnest.

Gut zu wissen: Nicht jeder Euro muss seine Kaufkraft erhalten. Geld, das du in den nächsten Monaten brauchst, soll vor allem im Euro-Betrag verfügbar sein. Die Kaufkraftfrage stellt sich vor allem für Geld mit langem Horizont. Bei einer Stiftung, deren Satzung einen realen Kapitalerhalt vorsieht, oder bei Vermögen für die nächste Generation ist das der Maßstab, an dem sich Stabilität misst. Anlagen, die mehr als die Inflation erwirtschaften können, schwanken allerdings meist zwischendurch.

Wie stark schwanken Wertanlagen zwischendurch?

Schwankung zeigt sich besonders deutlich daran, wie tief ein Wert von seinem Hoch fällt und wie lange er braucht, bis er das alte Hoch wieder erreicht. Drei Begriffe helfen beim Einordnen:

  • Volatilität beschreibt, wie stark ein Kurs um seinen Durchschnitt ausschlägt, meist gemessen als Standardabweichung der Renditen.
  • Kursrückgang vom Hoch (Fachbegriff: Drawdown) ist der prozentuale Rückgang vom bisherigen Höchststand bis zum folgenden Tief.
  • Erholungsdauer ist die Zeit, bis der alte Höchststand wieder erreicht ist.

Kursrückgang vom Hoch und Erholungsdauer sagen dir meist mehr als die Volatilität. Denn sie beschreiben, was du im Depot erlebst: wie weit der Wert fällt und wie lange du auf den alten Stand wartest. Die folgenden Beispiele aus der Vergangenheit sind keine Rangliste und keine Prognose.

BeispielZeitraumGemessen alsRückgangBis zum alten StandQuelle
DAX (mit wiederangelegten Dividenden)März 2000 bis 12.03.2003vom Hoch zum Tiefrund 73 %Juli 2007 (gut sieben Jahre nach dem Hoch)Deutsche Börse
DAX, Kalenderjahr 2008Jahresende 2007 bis Jahresende 2008Jahresendstand zu Jahresendstandrund 40 %Jahresendstand erst 2013 wieder über 2007Deutsche Bundesbank
Gold (US-Dollar, LBMA-Fixing)21.01.1980 bis 20.07.1999vom Hoch zum Tiefrund 70 %nominal erst 2008LBMA
DAX, Kalenderjahr 2022Jahresende 2021 bis Jahresende 2022Jahresendstand zu Jahresendstandrund 12 %nicht ausgewertetDeutsche Bundesbank
Kursindex Bundeswertpapiere (iBoxx € Deutschland, ohne Zinserträge)Jahresende 2021 bis Jahresende 2022Jahresendstand zu Jahresendstandrund 19 %nicht ausgewertetDeutsche Bundesbank
Wohnimmobilien Deutschland (Häuserpreisindex)2023 gegenüber 2022Jahresdurchschnitt zu Jahresdurchschnitt8,4 %nicht ausgewertetDestatis

Die Zeilen sind unterschiedlich gemessen und deshalb nicht direkt vergleichbar: Ein Rückgang vom Hoch zum Tief fällt meist größer aus als der Vergleich zweier Jahresendstände oder Jahresdurchschnitte.

Stand: September 2026. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Wie tief sind Aktien gefallen und wie lange hat die Erholung gedauert?

Der DAX fiel von 8.136 Punkten im März 2000 auf 2.203 Punkte am 12. März 2003, also um rund 73 %. Neue Höchststände erreichte er laut Deutscher Börse (Stand: September 2026) erst im Juli 2007, gut sieben Jahre nach dem alten Hoch. Dabei rechnet der DAX Dividenden als wiederangelegt ein; ohne Dividenden oder bei einzelnen Aktien kann die Erholung länger dauern oder ganz ausbleiben. Seine Rückgänge ab 2000 und 2008 hat der DAX zwar aufgeholt, eine Garantie dafür gibt es aber nicht. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Ist Gold stabil, weil es als Wertspeicher gilt?

Gemessen an der Schwankung war Gold in der Vergangenheit nicht stabil, auch wenn es vielen als Wertspeicher gilt. Laut LBMA lag das Goldpreis-Fixing am 21. Januar 1980 bei 850 US-Dollar je Unze und am 20. Juli 1999 bei 252,80 US-Dollar, rund 70 % tiefer. Das nominale Hoch von 1980 wurde erst 2008 wieder übertroffen, rund 28 Jahre später (Stand: September 2026). Alle Werte gelten in US-Dollar, in D-Mark bzw. Euro verlief die Entwicklung wegen des Wechselkurses anders. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Warum fielen 2022 auch Anleihen deutlich?

Anleihen fielen 2022 vor allem wegen des Zinsanstiegs deutlich. Ein Kursindex für börsennotierte Bundeswertpapiere (iBoxx € Deutschland, ohne Zinserträge) sank von Jahresende 2021 bis Jahresende 2022 um rund 19 %. Der DAX fiel im selben Zeitraum um rund 12 % (beide Werte: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht März 2023, Stand: September 2026). Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Die Rendite zehnjähriger Bundeswertpapiere stieg laut Zinsstrukturdaten der Deutschen Bundesbank von minus 0,24 % Ende 2021 auf 2,53 % Ende 2022 (Stand: September 2026). Steigen die Marktzinsen, fallen die Kurse laufender Anleihen. Anleihen bewegen sich zwar häufig anders als Aktien, 2022 zeigt aber, dass du dich darauf nicht verlassen kannst. Wer bis zur Fälligkeit hält, bekommt den Nennwert zurück, sofern der Emittent zahlt. Die Kaufkraft ist damit allerdings nicht gesichert. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Wann wird aus einer Schwankung ein Verlust?

Eine Schwankung wird zum realisierten Verlust, wenn du im Kurstief verkaufst oder verkaufen musst; bis dahin ist ein Kursrückgang ein Buchverlust. Allerdings erholt sich nicht jeder Kurs: Bei einzelnen Wertpapieren kann ein Verlust auch dauerhaft sein. Deshalb zählt der Zeitraum: Geld, das du bald brauchst, verträgt Schwankung schlecht, weil dir die Zeit fehlt, eine Erholung abzuwarten.

Welche Anlageklasse ist wobei stabil?

Legst du alle vier Maßstäbe übereinander, zeigt sich: Jede Anlageklasse ist bei einem Maßstab eher stabil und bei einem anderen schwach. Die Reihenfolge ist keine Rangliste. Einen Überblick, welche Anlageklassen in ein Portfolio gehören, findest du in unserem Portfolio-Beitrag.

  • Liquidität (z. B. Konto, Tages- oder Festgeld) ist im Nennwert stabil und bei der Kaufkraft schwach. Sie ist ein strategischer Baustein und wird bewusst geplant. So musst du z. B. für eine größere Anschaffung oder eine Steuerzahlung in zwei Jahren nicht ausgerechnet in einem Kurstief verkaufen. Dafür nimmst du in Kauf, dass dieses Geld kaum Ertrag bringt und durch die Inflation an Kaufkraft verlieren kann. Mehr dazu: wie du Liquidität planst.
  • Anleihen zahlen bei Fälligkeit den Nennwert zurück, sofern der Emittent zahlt; vor Fälligkeit schwankt ihr Kurs mit dem Zinsniveau. Kaufkraft erhalten sie nur, wenn der Zins die Inflation erreicht oder übertrifft. Inflationsindexierte Anleihen sind an einen Preisindex gekoppelt, schützen aber nur teilweise: Steigen die Realzinsen, fallen auch ihre Kurse. Außerdem kann deine persönliche Inflation vom Index abweichen.
  • Aktien haben keinen festen Rückzahlungsbetrag und sind bei der Schwankung schwach: Nach einem Kurseinbruch kann es Jahre dauern, bis ein alter Höchststand wieder erreicht ist. Ob du eine solche Phase abwarten kannst, hängt vor allem davon ab, wann du das Geld brauchst. Bei der Kaufkraft haben Aktien über lange Zeiträume die Chance, sie zu erhalten, sicher ist das allerdings nicht.
  • Immobilien haben keine täglichen Kurse, ihr Wert schwankt trotzdem. Der Häuserpreisindex für Wohnimmobilien in Deutschland lag laut Destatis 2023 im Jahresdurchschnitt 8,4 % unter dem Vorjahr (Stand: September 2026). Mieteinnahmen können laufende Erträge bringen. Zugleich reagieren Immobilienwerte auf Zinsen und eine Immobilie lässt sich meist nicht schnell verkaufen. Kauf und Verkauf verursachen hohe Nebenkosten, außerdem steckt viel Kapital an einer Stelle (Klumpenrisiko). Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.
  • Gold und andere Rohstoffe bringen keinen laufenden Ertrag. Bei Gold zeigt sich besonders deutlich, wie viel der Maßstab ausmacht: Nominal in US-Dollar lag der Goldpreis 2008 wieder über seinem Hoch vom Januar 1980, bereinigt um die US-Inflation laut einer Analyse im LBMA-Magazin erst 2025 (Stand: September 2026). Gold kann ein Vermögen trotzdem breiter streuen, weil sein Preis oft an anderen Einflüssen hängt als Aktienkurse. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.
  • Total Return Investments sind Strategien, die einen Ertrag unabhängig von der Marktrichtung anstreben. Ihr Ziel ist ein absoluter Ertrag, unabhängig von einem Vergleichsindex. Deshalb führen wir sie als eigene Anlageklasse. Ob das Ziel erreicht wird, bleibt offen: Auch diese Strategien können Verluste machen.
  • Weitere Anlageklassen kommen bei größeren Vermögen dazu, etwa Beteiligungen und Private Equity. Sie haben eigene Risiken, z. B. eine oft lange Kapitalbindung.

Unterm Strich: Was im Euro-Betrag stabil ist, verliert häufig an Kaufkraft. Was Kaufkraft eher erhalten kann, schwankt dafür zwischendurch. Keine Einzelanlage deckt alle vier Maßstäbe ab.

Warum entsteht Stabilität eher in der Vermögensstruktur?

Stabilität entsteht eher in der Vermögensstruktur, weil eine Schwankung vor allem dann schadet, wenn du das Geld mitten in einem Kurstief brauchst. Bezahlst du absehbare Ausgaben aus einer bewusst geplanten Liquidität, musst du den investierten Teil nicht ausgerechnet dann verkaufen. Er hat dann Zeit, eine Erholung abzuwarten, sofern sie kommt. Die Schwankungen selbst bleiben bestehen, du musst sie aber seltener als Verlust realisieren.

Zurück zur größeren Anschaffung in zwei Jahren: Für dieses Geld ist ein angenommener Kursrückgang von 30 % ein echtes Problem. Für das Vermögen, das in 20 Jahren an die nächste Generation gehen soll, ist derselbe Rückgang eher eine Phase, die du aussitzen kannst, sofern sich die Kurse wieder erholen.

Dazu kommt die Mischung: Anlageklassen, die sich unterschiedlich verhalten, können Schwankungen abfedern. Das klappt allerdings nicht immer: In manchen Phasen fallen sie gemeinsam, wie 2022 Aktien und Anleihen. Wir orientieren uns dabei an den Prinzipien der modernen Portfoliotheorie (Markowitz) und messen mit Korrelationsanalysen, wie eng zwei Anlageklassen in der Vergangenheit zusammengelaufen sind. So wird z. B. sichtbar, ob zwei Anlagen, die verschieden aussehen, in schwachen Phasen trotzdem gemeinsam fallen. Wie sich Märkte künftig verhalten, kann auch diese Analyse nicht vorhersagen.

Welche Aufteilung zu dir passt, hängt von deinen Zielen, deinem Anlagehorizont, deiner Risikotragfähigkeit und deiner Lebenssituation ab, deshalb gibt es dafür keine pauschale Quote. Wie eine Aufteilung auf Anlageklassen grundsätzlich funktioniert, zeigen unser Beitrag zur Asset Allocation und unsere 3 Praxisbeispiele, wie wir Vermögen strukturieren.

Wie viel Schwankung du tragen kannst, zeigt sich oft erst, wenn die Kurse fallen. Beim Corona-Kurseinbruch im März 2020 haben wir bei unseren Mandantinnen und Mandanten häufig beobachtet: Selbst wenn die Aufteilung eines Depots auf dem Papier zur Selbsteinschätzung passte, lagen Selbsteinschätzung und tatsächliche Risikotragfähigkeit weit auseinander. Deine Risikotragfähigkeit lässt sich aber in Euro durchrechnen, bevor die Kurse fallen. Vor Verlusten schützt das allerdings nicht.

Wie schauen wir bei Albrecht, Kitta & Co. auf die Stabilität deines Vermögens?

Für uns beginnt die Frage nach Stabilität beim Gesamtvermögen. Dafür nutzen wir unsere Vermögen360-Analyse. Mit ihrem Baustein ak. Optimizer machen wir dein Gesamtvermögen sichtbar: Struktur, Kosten und Klumpenrisiken über alle Vermögenswerte hinweg. So fällt z. B. auf, wenn ein großer Teil deines Vermögens in einer Immobilie steckt, deren Wert du nicht täglich siehst, der aber trotzdem schwankt. Daraus entwickeln wir die strategische Asset Allocation, passend zu deinen Zielen und deiner Risikotragfähigkeit.

Mit ak. Planning stellen wir deine Einnahmen und Ausgaben im Zeitverlauf gegenüber, inklusive vorhersehbarer Cash-Events wie einer Erbschaft. Damit rechnen wir auch den Krisenfall durch: wie sich deine Vermögensstruktur zusammen mit deinen Einnahmen und Ausgaben in einer solchen Phase hält und was das für deine weitere Planung bedeutet. Die Marktrisiken im investierten Teil bleiben dabei bestehen. Das Durchrechnen zeigt dir aber vorher, was eine Krise für deine Pläne heißen könnte.

Nach der Vermögen360-Analyse begleiten wir dich laufend und sprechen in der Regel einmal pro Quartal mit dir über dein Vermögen. Ändern sich deine Ziele oder deine Lebenssituation, überprüfen wir gemeinsam mit dir, ob die Struktur noch zu dir passt. Mehr über unsere Vermögensverwaltung.

Wie stabil ist dein Vermögen aufgestellt?

Weißt du nicht genau, wie viel Schwankung dein Vermögen tragen kann, oder liegt ein großer Teil davon auf dem Konto? Dann lass uns darüber sprechen. Ein unverbindliches Erstgespräch kostet dich eine Stunde Zeit. Ein individuelles Mandat übernehmen wir in der Regel ab 1 Mio. €. Mit ak.digital legst du schon ab 25.000 € nach derselben Anlagephilosophie an, begleitet vom selben Team.

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Häufige Fragen zur stabilsten Wertanlage

Was ist die stabilste Wertanlage?

Keine Wertanlage ist bei jedem Maßstab stabil: Geld auf dem Konto bleibt im Euro-Betrag stabil, verliert bei angenommenen 2 % Inflation pro Jahr und ohne Zinsen nach zehn Jahren aber rund 18 % Kaufkraft. Aktien haben über lange Zeiträume die Chance, Kaufkraft zu erhalten, sicher ist das aber nicht. Zwischendurch sind sie tief gefallen, der DAX z. B. von März 2000 bis März 2003 um rund 73 % (Deutsche Börse, Stand: September 2026). Stabilität entsteht deshalb eher in der Vermögensstruktur: Liegt Geld, das du bald brauchst, als Liquidität bereit, kann der Teil mit langem Horizont Kursrückgänge eher aussitzen. Die Schwankungen selbst bleiben dabei bestehen. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Ist Gold eine stabile Wertanlage?

Gemessen an der Schwankung war Gold in der Vergangenheit nicht stabil. Laut LBMA fiel der Goldpreis von 850 US-Dollar je Unze im Januar 1980 auf 252,80 US-Dollar im Juli 1999, also um rund 70 %. Das nominale Hoch von 1980 wurde erst 2008 wieder übertroffen, bereinigt um die US-Inflation laut einer Analyse im LBMA-Magazin erst 2025 (Stand: September 2026). Gold kann ein Vermögen breiter streuen, bringt aber keine laufenden Erträge. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Wie lange dauert es, bis sich Aktien nach einem Kurseinbruch erholen?

Wie lange sich Aktien nach einem Kurseinbruch erholen, war in der Vergangenheit sehr unterschiedlich. Nach dem Rückgang von März 2000 bis März 2003 um rund 73 % erreichte der DAX erst im Juli 2007 ein neues Hoch, gut sieben Jahre nach dem alten (Deutsche Börse). Nach dem Minus von rund 40 % im Kalenderjahr 2008 lag sein Jahresendstand erst 2013 wieder über dem von 2007 (Deutsche Bundesbank, Stand: September 2026). Einzelne Aktien erholen sich unter Umständen gar nicht und auch für einen breiten Index gibt es keine Garantie. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Sind Immobilien eine stabile Wertanlage?

Immobilien wirken ruhig, weil sie keine täglichen Kurse haben. Ihr Wert schwankt trotzdem, du siehst es nur seltener: Der Häuserpreisindex für Wohnimmobilien in Deutschland lag 2023 im Jahresdurchschnitt 8,4 % unter dem Vorjahr (Destatis, Stand: September 2026). Mieteinnahmen können laufende Erträge bringen. Zugleich lässt sich eine Immobilie meist nicht schnell verkaufen und sie bindet viel Kapital an einer Stelle. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Sind Geldmarktfonds eine stabile Anlage?

Geldmarktfonds schwanken in der Regel wenig, ihr Wert kann aber fallen. Als Investmentfonds sind ihre Anteile laut BaFin nicht durch die Einlagensicherung geschützt. Bei der Kaufkraft gilt für sie dasselbe wie für Geld auf dem Konto: Liegt ihr Ertrag unter der Inflation, verlierst du real an Wert. Für Geld mit langem Horizont zählt das stärker als für Geld, das du in den nächsten Monaten brauchst.

Wie erkenne ich, ob mein Vermögen zu defensiv aufgestellt ist?

Ein erster Hinweis ist die Realrendite, also die Rendite nach Inflation: Liegt sie über mehrere Jahre unter null, verliert dein Vermögen an Kaufkraft. Zu defensiv kann ein Vermögen vor allem dann sein, wenn auch Geld mit langem Horizont so angelegt ist, als würdest du es bald brauchen. Anlagen, die Kaufkraft eher erhalten können, schwanken dafür zwischendurch stärker. Welcher Teil deines Vermögens welchen Horizont hat, zeigt erst der Blick auf dein Gesamtvermögen, also neben dem Depot z. B. auch auf Immobilien oder Beteiligungen. Deshalb gibt es keine pauschale Quote, ab der ein Vermögen als zu defensiv gilt.

Dieser Beitrag dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung, Anlageempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Er ersetzt keine individuelle, auf deine persönliche Situation abgestimmte Beratung. Kapitalanlagen sind mit Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

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