Illustration zum Marktausblick 2026: Ein transparenter KI-Roboter schwebt vor einer stilisierten Weltkugel, daneben zeigt ein nach oben gerichteter Pfeil wirtschaftliches Wachstum. Visualisierung des Kapitalmarkt-Ausblicks 2026 im Blog von Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH.

Marktausblick 2026: Chancen, Risiken & Strategien, die alle Anleger kennen sollten

Unser Marktausblick 2026 fasst die relevantesten Themen zusammen, die Einfluss auf erfolgreiche Anlagestrategien haben werden. Und da sich die Märkte konstant verändern, teilen wir alle 3 Monate ein Update und hinterfragen unsere Thesen.

Aber zuerst ein kurzes Vorwort des Autors: Michael Wittek, Portfoliomanagement Direktor bei ak..


„Liebe Leserin, lieber Leser,

Ich wurde letztens gefragt, was mich an der Börse so fasziniert. Meine Antwort: Das Unvorhersehbare! In alle Richtungen zu denken und Strategien zu entwickeln, die einen mental auf Kurs halten, wenn der Wind die Richtung wechselt. Denn Börse ist zeitweise mentaler Leistungssport!

Die Hauptzutat für erfolgreiche Geldanlage ist eine solide, langfristige Strategie, ergänzt durch eine Prise Risikomanagement, um akut auf Unvorhersehbares reagieren zu können.

In unserem Marktausblick 2026 fassen wir die für uns relevantesten Themen zusammen, die Einfluss auf unsere Strategien haben.

Dem Unvorhersehbaren werden wir uns auch stellen, den Überraschungen kommen immer. Da könnte dann der Leistungssportler gefragt sein!

Viel Spaß beim Lesen!“

Herzlichst,
Michael Wittek & Ihr ak. Team

(Ein PDF für alle mit wenig Zeit)

tl;dr – Kürzer geht's nicht:

Chancen: Europa könnte 2026 durch expansive Fiskalpolitik positiv überraschen, während die USA mit soliden 2,3% Wachstum weiter auf Kurs bleiben . Europäische Aktienmärkte holen auf und Gold glänzt als Basisinvestment gegen inflationäre Verschuldung.

Risiken: Steigende Anleihe-Renditen trotz Zinssenkungen, eine möglicherweise überhitzte KI-Blase und die dramatisch hohe Staatsverschuldung erfordern erhöhte Wachsamkeit.

Strategien: Breite Diversifikation über Regionen und Anlageklassen bleibt Trumpf. Wir bevorzugen bei Anleihen Investment-Grade statt High-Yield, bei Aktien sollten sich Anleger nicht vom KI-Hype blenden lassen und auf Fundamentaldaten achten.

Expertentipp: Eine ausgewogene Strategie mit Gold als Stabilitätsanker, europäischen Aktien als Überraschungspotenzial und vorsichtiger Anleihen-Auswahl sichert Flexibilität in einem Jahr voller Überraschungen.

Michael Wittek lächelt, schaut in die Kamera und trägt ein weißes Hemd

Über den Autor

Michael Wittek ist bei Albrecht, Kitta & Co. für das Portfoliomanagement verantwortlich. Zusammen mit seinem Team trifft er die Investmententscheidungen für alle Anlageklassen und formuliert regelmäßig unseren Marktausblick.

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Inhalt

Weltwirtschaft - Überraschungen möglich

Die wirtschaftliche Lage 2026 ist dynamischer als viele denken. Während die USA weiter wachsen, könnte Europa mit frischen Impulsen überraschen.

Wächst die US-Wirtschaft auch 2026 noch?

Ja, die USA bleiben auch 2026 auf Wachstumskurs. Die Federal Reserve prognostiziert ein Wirtschaftswachstum von 2,3% für das Jahr.

Zwei wesentliche Faktoren treiben das Wachstum:

  • Die massiven Investitionen der Tech-Konzerne in Künstliche Intelligenz – allein die großen Tech-Giganten könnten 2026 bis zu 500 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur investieren – sowie
  • angekündigte Steuersenkungen und Deregulierung.


Allerdings zeigt sich auch ein gemischtes Bild: Der längste Shutdown in der US-Geschichte hatte weniger negative Auswirkungen als befürchtet, aber die Zollpolitik belastet besonders den Mittelstand. Erneute Stimulus-Schecks und Infrastruktur-Investitionen sollen der Wirtschaft 2026 zusätzlichen Schwung geben.

Infografik zum Wirtschaftswachstum 2026: Weltweites Wachstum von 3,1 Prozent. Deutschland wächst um 0,9 Prozent und liegt 0,7 Prozentpunkte über dem Vorjahr, die USA erreichen 2,1 Prozent, China 4,5 Prozent trotz eines leichten Rückgangs gegenüber dem Vorjahr. Darstellung der globalen Konjunkturentwicklung im Marktausblick 2026.
Quelle: Bloomberg, eigene Darstellung der Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH, 03.01.2026.

Kann Europa wirtschaftlich mit den USA mithalten?

Europa könnte 2026 tatsächlich für eine positive Überraschung sorgen. Während die USA seit Jahren stärker wachsen, verschiebt sich das Bild gerade. Der Grund: In Europa öffnet die Politik voraussichtlich deutlich die Geldschleusen und expansive Fiskalpolitik wird mehr und mehr zum Thema.

Bereits 2025 hat sich die europäische Wirtschaft erstaunlich gut gegen die US-Strafzölle gehalten. Der vielfach vorhergesagte Konjunktureinbruch blieb aus. Die Einkaufsmanagerindices hellen sich auf, was auf eine wirtschaftliche Erholung hindeutet. Eine ausgewogene Strategie mit Investments in beiden Regionen sichert Flexibilität.

Wie steht es um die deutsche Wirtschaft 2026?

Deutschland könnte 2026 tatsächlich positiv überraschen. Der Grund für diesen Optimismus: Die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz steht nach dem Rentenkrimi mit dem Rücken zur Wand und muss liefern, um die Stimmung im Land zu ändern.

Es ist davon auszugehen, dass die Regierung 2026 für spürbare Entlastungen der arbeitenden Bevölkerung sorgen möchte. Gut möglich, dass dies auch über weitere Neuverschuldung geschieht … Expansive Fiskalpolitik ist in Deutschland daher gut möglich.

Kombiniert mit einer aktuell sehr schlechten Stimmung, die eigentlich nur noch besser werden kann, entsteht eine Mischung, die uns positiv stimmt.

Welche europäischen Länder sollten Anleger 2026 beachten?

Südeuropa entwickelt sich besser als sein Ruf. Länder wie Spanien, Portugal und Griechenland wachsen mittlerweile nicht mehr nur durch Tourismus, sondern zunehmend durch privaten Konsum und EU-Fördergelder in der Breite.

Die Konjunktur in Europa hellt sich insgesamt auf. Auch Frankreich bleibt trotz politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten als zweitgrößte Wirtschaftsnation wichtig.

Eine Beruhigung im Ukraine-Krieg wäre aus humanitärer und wirtschaftlicher Sicht positiv und könnte zusätzliche Impulse setzen.

Was bedeutet Trumps Politik für die Weltwirtschaft 2026?

Die Trump-Administration hat bereits 2025 für Turbulenzen gesorgt: Besonders die Zoll-Ankündigung am „Liberation Day“ im April schickte die Kapitalmärkte auf Tauchstation. Nur ein Zurückrudern Trumps verhinderte Schlimmeres. Für 2026 stehen jedoch auch positive Aspekte auf der Agenda.

Die Chancen: Steuersenkungen und Deregulierung könnten das Wirtschaftswachstum 2026 fördern, der angekündigte Infrastruktur-Ausbau könnte kurzfristig einen Wirtschaftsboom auslösen.

Die Risiken: Protektionismus und Handelskonflikte bleiben Unsicherheitsfaktoren, die höhere US-Verschuldung durch aggressive Fiskalpolitik könnte langfristig belasten.

Geldpolitik - Eine neue Ära bei der Fed

Die Notenbanken stehen 2026 vor wichtigen Entscheidungen. Während die EZB entspannt agieren kann, steht bei der Fed ein Führungswechsel an.

Wie entwickelt sich die Inflation 2026 in Europa?

In Europa ist 2026 ein regelrechtes Goldlöckchen-Szenario möglich: Wenig Inflation bei gleichzeitig anziehender Wirtschaft. Die EZB konnte in den vergangenen zwei Jahren die Zinsen deutlich schneller senken als die Fed: der kleine Vorteil einer schwächelnden Wirtschaft.

Mehrere Faktoren dämpfen die Inflation zu Jahresbeginn: Die politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in Frankreich, Steuersenkungen in der deutschen Gastronomie und ein Basiseffekt bei den Energiepreisen. Eine anhaltende Inflation um 2,0% ist realistisch. Erst im Sommer könnte die Gefahr einer erhöhten Teuerung wieder zunehmen.

Liniendiagramm zu den Inflationsraten seit 2020: Vergleich der Inflation in den USA und der Eurozone von 2020 bis 2025 sowie Darstellung des 2-Prozent-Inflationsziels. Die Grafik zeigt einen starken Inflationsanstieg bis 2022 mit anschließender Abschwächung und Annäherung an das Inflationsziel. Einordnung der Inflationsentwicklung im Marktausblick 2026.
Quelle: Bloomberg, eigene Darstellung der Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH, 03.01.2026.

Senkt die EZB 2026 die Zinsen weiter?

Die EZB lehnt sich aktuell entspannt zurück. Wirtschaft und Preisdruck sind seit dem Inflationsschub 2022 selten so im Gleichgewicht gewesen. Einzelne „Tauben“ in der EZB fordern bereits eine weitere Senkung des Leitzinses auf 1,75%.

Vor dem Hintergrund einer stärkeren Wirtschaft erscheint dies jedoch unwahrscheinlich. Wichtig: Niemand spricht von erneuten Zinserhöhungen. Die Inflationsraten bewegen sich auf komfortablem Niveau. Die EZB sollte diese Entwicklung jedoch genau beobachten und sich nicht nur auf den Autopiloten verlassen.

Liniendiagramm zum Leitzins der EZB von 2016 bis 2026. Die Grafik zeigt den starken Zinsanstieg bis rund 4 Prozent im Jahr 2023, gefolgt von Zinssenkungen auf etwa 2 Prozent bis 2025 sowie eine stabile monatliche Leitzinsprognose bis Ende 2026. Darstellung der EZB-Leitzinsentwicklung im Marktausblick 2026.
Quelle: Bloomberg, eigene Darstellung der Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH, 03.01.2026.

Was ändert sich bei der Fed 2026?

2026 markiert einen Wendepunkt für die US-Notenbank. Ende 2025 senkte die Fed die Zinsen ein letztes Mal unter Jerome Powell auf 3,50-3,75% – die dritte Senkung in Folge. Der stetige Anstieg der Arbeitslosenquote gab Spielraum für diese Lockerung.

Der große Wechsel: Im Mai 2026 gibt Jerome Powell den Vorsitz ab. Sein Nachfolger wird von Präsident Trump ernannt und deutlich gutgläubiger agieren; also weitere Zinssenkungen anstreben. Die Fed-Prognose für Ende 2026 liegt bei 3,25%.

Zusätzlich sorgte die Fed bereits für Aufsehen: Sie hat die Käufe von Staatsanleihen wieder aufgenommen. Quantitative Easing ist zurück und damit ein deutliches Signal für eine lockere Geldpolitik.

Zeitreihe der US-Arbeitslosenquote von 1998 bis 2025. Die Grafik zeigt einen starken Anstieg während der Finanzkrise 2008/2009 sowie einen kurzfristigen Höchststand infolge der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020. Seitdem ist die Arbeitslosenquote wieder gesunken, zuletzt jedoch mit leicht steigender Tendenz auf dem höchsten Niveau seit rund vier Jahren. Darstellung der Entwicklung des US-Arbeitsmarktes im Marktausblick 2026.
Quelle: Bloomberg, eigene Darstellung der Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH, 03.01.2026.

Was ist Quantitative Easing (QE) und warum ist es für den Marktausblick 2026 wichtig?

Quantitative Easing (QE) bedeutet, dass die Notenbank Staatsanleihen kauft, um die Geldmenge zu erhöhen und die Wirtschaft anzukurbeln. Das Gegenteil davon ist Quantitative Tightening (QT), bei dem die Notenbank ihre Anleihen-Bestände reduziert.

Die Neuaufnahme von QE durch die Fed ist bemerkenswert, weil damit eine Phase der geldpolitischen Straffung beendet wird. Dies wurde möglich, weil die Fed trotz einer Inflation von 3% (Ziel: 2%) keine größeren Inflationsschübe durch die Zölle erwartet.

Welche Risiken birgt die neue Fed-Politik?

Der neue Fed-Chef wird voraussichtlich eine deutlich lockere Geldpolitik fahren, ganz im Sinne von Präsident Trump. Das könnte mittelfristig zu einem gefährlichen Spiel werden: Wenn die Renditen der 30-jährigen US-Staatsanleihen über 5% steigen (aktuell 4,8%), wird der Markt auf Antworten der Fed warten. Und die sollten dann besser kommen …

Die Währungshüter wären gut beraten, ihre Unabhängigkeit unter Beweis zu stellen und nicht zu stark dem politischen Druck nachzugeben. Eine zu lockere Geldpolitik bei gleichzeitig hoher Staatsverschuldung (USA: 126% des BIP (Quelle: BMF, 2025.) könnte die nächste Krise säen.

Anleihen - Vorsicht vor dem Trendbruch

Der Anleihenmarkt steht vor grundlegenden Veränderungen. Steigende Renditen und hohe Staatsschulden erfordern eine selektive Strategie.

Langfristige Zeitreihe der Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen von 1962 bis 2025. Die Grafik zeigt einen Renditehöchststand Anfang der 1980er-Jahre während der Phase hoher Inflation im Jahr 1981 sowie einen über Jahrzehnte anhaltenden Renditerückgang bis in die Gegenwart. Darstellung der Entwicklung langfristiger US-Staatsanleiherenditen im Marktausblick 2026.
Quelle: Bloomberg, eigene Darstellung der Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH, 03.01.2026.

Warum steigen die Anleihe-Renditen trotz Zinssenkungen?

Das ist die zentrale Frage für alle Anleihe-Investoren 2026. Wir erleben einen großen Trendbruch bei langlaufenden Staatsanleihen, der sich auf sämtliche Anlagestrategien auswirkt.

Ende 2025 hat sogar die Bank of Japan dem Druck nachgegeben und die Leitzinsen erhöht, obwohl die Renditen am langen Ende bereits gestiegen waren.

Das Signal ist klar: 2026 ist ein Szenario möglich, in dem sowohl die Aktienmärkte als auch die Anleihen-Renditen steigen. Das könnte passieren, wenn große institutionelle Investoren Kapital aus Staatsanleihen abziehen und stärker in Aktien umschichten, um von einer wirtschaftlichen Erholung zu profitieren.

Dieser Umschichtungsprozess verläuft voraussichtlich schrittweise, aber ein Restrisiko für einen abrupten Umschwung bzw. zu schnell steigende Anleihe-Renditen bleibt.

Liniendiagramm zu den Leitzinsen von Fed, EZB und Japan von 2015 bis 2025. Die Grafik zeigt deutliche Zinserhöhungen in den USA und der Eurozone ab 2022 sowie weiterhin sehr niedrige Leitzinsen in Japan. Darstellung der globalen Zinsentwicklung im Marktausblick 2026.
Quelle: Bloomberg, eigene Darstellung der Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH, 03.01.2026.

Was passiert, wenn Anleihe-Renditen schnell steigen?

Langsam steigende Renditen sind meist Ausdruck einer stabilen wirtschaftlichen Erholung und gut kalkulierbar. Ruckartig steigende Renditen hingegen sind gefährlich:

  • Anleihekurse fallen
  • Finanzierungskosten für Staaten und Unternehmen steigen
  • Auch Aktienmärkte werden kurzfristig belastet


Eine zusätzliche Herausforderung sind die hohen Staatsschulden: Deutschland liegt bei 63% des BIP, die USA bei 126%. Besonders die Neuverschuldung Deutschlands könnte allen Euro-Ländern höhere Renditen bescheren, da Deutschland als Maß aller Dinge im Euro-Raum gilt.

Liniendiagramm zu den Renditen 10-jähriger Staatsanleihen in den USA, Deutschland und Japan von 2021 bis 2025. Die Grafik zeigt deutlich höhere Renditen für US-Staatsanleihen, einen moderaten Anstieg in Deutschland sowie weiterhin niedrigere, aber steigende Renditen in Japan. Darstellung der Entwicklung langfristiger Staatsanleiherenditen im Marktausblick 2026.
Quelle: Bloomberg, eigene Darstellung der Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH, 03.01.2026.

Wie hoch wird die Inflation 2026 wirklich?

Die Inflationserwartung des Kapitalmarktes lässt sich über die sogenannte Breakeven-Inflationsrate ablesen. Diese zeigt, was der Markt tatsächlich für die Zukunft erwartet und nicht was die Notenbanken prognostizieren.

Für die USA liegt die Erwartung aktuell bei etwa 2,2% Inflation über die nächsten 5 Jahre. Auffällig ist: Die Inflationserwartung fällt aktuell leicht, während gleichzeitig die Renditen der 10- und 30-jährigen Staatsanleihen steigen. Diese Diskrepanz mahnt zur Vorsicht.

Die Fed sollte die Inflationserwartungen auch unter dem neuen Fed-Chef ernst nehmen und nicht zu aggressiv lockern.

*Quelle: Bloomberg, eigene Darstellung der Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH, 03.01.2026.

Lohnen sich Hochzins-Anleihen (High-Yield) noch?

Nein, aus unserer Sicht werden Investoren für das zusätzliche Risiko von Anleihen minderer Qualität seit längerer Zeit nicht mehr angemessen vergütet. Die Credit-Spreads (Risikoaufschläge) sind historisch niedrig.

Das aktuelle Zinsniveau führt in Kombination mit den zu geringen Risikoaufschlägen zwar zu einer optisch attraktiven Verzinsung, davon sollten sich Anleger aber nicht blenden lassen.

Für 2026 erwarten wir kaum Spielraum für weitere Rückgänge der Risikoaufschläge bei bonitätsschwachen Unternehmen. Besser: Unternehmensanleihen im Investment-Grade-Bereich mit guter Bonität und mittlerer Laufzeit.

*Quelle: Bloomberg, eigene Darstellung der Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH, 03.01.2026.

Welche Anleihen-Strategie ist 2026 sinnvoll?

Investoren sollten die Chancen und Risiken ihres Anleiheportfolios genau kennen. Angesichts unsicherer Renditeentwicklungen empfiehlt sich folgende Strategie:

Bevorzugen: Unternehmensanleihen mit guter Bonität (Investment-Grade) und mittlerer Laufzeit

Meiden: High-Yield-Anleihen, lange Laufzeiten, Anleihen mit schwacher Bonität

Wir halten an einer vorsichtigen Haltung im Anleihenbereich fest und gehen aktuell keine großen Laufzeitenrisiken ein. Gut möglich jedoch, dass sich im Laufe des Jahres erste Chancen ergeben.

Aktien - Europa holt auf & KI-Aktien als Thema Nr.1

Der Aktienmarkt 2026 verspricht spannend zu werden. Während die USA weiter von Tech-Giganten dominiert werden, zeigt Europa überraschende Stärke.

Dominieren die Tech-Giganten weiterhin den Aktienmarkt?

Die „Magnificent 7“ (Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon, Meta, Tesla, Nvidia) verliefen 2025 deutlich heterogener als in den Vorjahren. Überzeugen konnten hauptsächlich Nvidia mit seiner Marktmacht im KI-Bereich sowie Alphabet, dessen Aktie vom Einstieg Warren Buffetts profitierte.

Der US-Markt lebt von seiner immensen Marktbreite, aber die Tech-Werte bestimmen durch ihre hohen Gewichtungen in den Indizes weiterhin die Gesamtentwicklung. Eine bemerkenswerte Zahl zur Einordnung: Alle rund 7.500 europäischen Konzerne sind zusammen 18,1 Billionen Euro wert – die Mag7 allein sind 18,3 Billionen Euro wert.

Ob die Tech-Giganten 2026 weiterhin den Aktienmarkt dominieren hängt maßgeblich von den Entwicklungen im KI-Bereich ab. Wir sind hier optimistisch und gleichzeitig vorsichtig, denn es wird Gewinner und Verlierer geben, aber niemand weiß im Voraus, welche Player am Ende leer dastehen.

Kann Europa mit den US-Aktienmärkten mithalten?

Ja, Europa hat 2025 bereits gezeigt, dass es mit der Dynamik Amerikas mithalten kann. Im Gegensatz zu den Vorjahren konnte der europäische Aktienmarkt mit seinem amerikanischen Pendant mithalten und teilweise liefen europäische Indizes sogar besser als die großen US-Indizes.

Besonders die Bereiche Finanzen, Versorgung und Rüstung trugen zu dieser Performance bei. Für 2026 erwarten wir weiter steigende Unternehmensgewinne in Europa. Die seit drei Jahren stagnierenden Gewinne legen wieder an Dynamik zu.

Treiber sind die fiskalpolitischen Maßnahmen, insbesondere Investitionen in Infrastruktur und Rüstung, die sich in den Gewinnen der europäischen Industrie widerspiegeln werden.

Liniendiagramm zu den Unternehmensgewinnen im Stoxx-600-Index von 2023 bis 2025. Die Grafik zeigt deutliche Schwankungen der Gewinnentwicklung europäischer Unternehmen mit einem starken Anstieg Anfang 2025 und anschließender Korrektur. Darstellung der Gewinnentwicklung europäischer Aktien im Marktausblick 2026.
Quelle: Bloomberg, eigene Darstellung der Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH, 03.01.2026.

Sind KI-Investments eine Blase oder ein Megatrend?

Diese Frage spaltet die Märkte. Seit ChatGPT im November 2022 startete, investieren Unternehmen massiv in KI. Die Sorge wächst: Entsteht hier ein fragiles Schneeballsystem?

Die Optimisten sagen:

Unternehmen melden bereits messbare Effizienzsprünge und das ist erst der Anfang

  • KI wirkt in allen Branchen, ähnlich wie einst die Elektrizität
  • Investitionen fließen in reale Infrastruktur (Rechenzentren) mit klaren Cashflows
  • Viele Key-Player (Microsoft, Google, Amazon) sind bereits sehr profitabel


Die Skeptiker warnen:

  • Gefährliches Wettrennen: Unternehmen investieren wie mit Spielgeld
  • OpenAI verbrennt Milliarden, während die Konkurrenz stärker wird
  • Gefährlicher Kreislauf: Nvidia, OpenAI und Oracle sind finanziell verflochten, fällt einer, könnten alle fallen


Unsere Einschätzung:
Kritisch bleiben lohnt sich! Auch die Dotcom-Blase platzte, aber das Internet veränderte die Welt dennoch grundlegend. Es wird Gewinner und Verlierer geben, aber niemand weiß im Voraus, welche Player am Ende oben stehen.

Infografik zu KI-Investments mit der Fragestellung „Blase oder Megatrend?“. Die Grafik zeigt einen KI-Roboter und einen steigenden Pfeil auf einer Waage und beschreibt die Ausgangslage seit dem Start von ChatGPT im November 2022, in der viele Unternehmen massiv in künstliche Intelligenz investieren. Darstellung der Chancen und Risiken von KI-Investments im Marktausblick 2026.
Quelle: Bloomberg, eigene Darstellung der Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH, 03.01.2026.

Europäischer Aktienmarkt: Welche Branchen sind 2026 interessant?

Die steigenden Renditen schaffen neue Chancenverteilungen:

  1. Banken & Versicherungen: Finanzunternehmen profitieren von den langsam steigenden Renditen. Des einen Leid ist des anderen Freud.
  2. Versorger: Trotz Gegenwind durch steigende Renditen (Versorger sind strukturell höher verschuldet) überwiegt der notwendige Energiebedarf der Welt als Einflussfaktor. Europäische Versorger sind weltweit aktiv und teilweise hervorragend aufgestellt.
  3. Ölunternehmen: Außenseiterchancen bieten die Ölkonzerne. In diesem Sektor ging die letzten Jahre quasi nichts. Die europäischen Ölkonzerne haben sich aber gut gehalten, da sie bereits jetzt hohe und konstante Gewinne im Bereich der erneuerbaren Energien erzielen.
  4. Pharma: Die ersten spürbaren Effekte der KI schwappen auf andere Branchen über. Die Pharmaindustrie wird stark in ihrer Forschung profitieren können. Zusätzlich erhöhen niedrige Bewertungen die Chancen.
Balkendiagramm zur globalen Stromerzeugung in Tausend Terawattstunden für die Jahre 2023, 2030, 2040 und 2050. Die Grafik zeigt einen stark steigenden Anteil erneuerbarer Energiequellen von 35 Prozent im Jahr 2023 auf 63 Prozent im Jahr 2050. Darstellung der langfristigen Entwicklung der globalen Energieerzeugung im Marktausblick 2026.
Quelle: McKinsey’s Global Energy Perspective, Oktober 2025, eigene Darstellung der Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH.

Was sollten Aktien-Anleger 2026 beachten?

Diese Punkte empfehlen unsere Portfoliomanager:

  1. Nicht vom Hype blenden lassen: fundamentale Analyse bleibt wichtig
  2. Bei Einzelaktien auf Fundamentaldaten statt Trends konzentrieren
  3. Cash-Puffer für 3 Monate beiseitelegen: Liquidität sichert Handlungsfähigkeit
  4. Dollar-Quote im Blick behalten: Die Dollarschwäche hat 2025 viel €-Rendite gefressen
  5. Ländergewichtungen überprüfen: besonders wichtig für MSCI-World-Fans, da sich in diesem ETF eine US-Quote von über 70% versteckt
  6. Breit diversifiziert investieren: nicht alles auf eine Karte setzen
  7. Optional: Gold als Inflationsschutz beimischen ➡️ So geht’s


Wir erleben aktuell einen fundamentalen technologischen Wandel, begleitet von spekulativer Übertreibung. Wer bei Einzelaktien auf Fundamentaldaten achtet und breit diversifiziert, ist gut aufgestellt.

Rohstoffe - Gold glänzt weiter und weiter

Gold hat 2025 eine beeindruckende Performance hingelegt. Auch 2026 bleibt das Edelmetall als Basisinvestment attraktiv.

Warum ist der Goldpreis 2025 so stark gestiegen?

Die Entwicklung war tatsächlich beeindruckend: Gold verteuerte sich 2025 um satte 68% in US-Dollar und war damit sogar stärker als die Aktienmärkte. Zur Einordnung: Seit Januar 2015, also in den letzten 10 Jahren, ist der Goldpreis um 261% gestiegen.

Die weltweiten Notenbanken waren einer der großen Treiber. Sie wollen mit Goldkäufen ihre Unabhängigkeit gegenüber dem US-Dollar vergrößern. Aber auch andere Marktteilnehmer erkennen zunehmend: Gold ist nicht nur die klassische Krisenwährung, sondern vor allem ein Spiegelbild der zunehmenden inflationären Verschuldung und einer allgemeinen globalen Unsicherheit.

Balkendiagramm zu den jährlichen Erträgen von Goldinvestments in US-Dollar von 2000 bis 2025. Die Grafik zeigt stark schwankende Jahresrenditen mit einem deutlichen Verlust von minus 28 Prozent im Jahr 2013 und einem außergewöhnlich hohen Gewinn von plus 68 Prozent im Jahr 2025. Darstellung der langfristigen Wertentwicklung von Gold im Marktausblick von Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH.
Quelle: Bloomberg, eigene Darstellung der Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH, 03.01.2026.

Steigt der Goldpreis auch 2026 weiter?

Durchaus möglich! Die Trends bleiben intakt: Die Entkopplung vom US-Dollar sowie die Neuverschuldungen der Staaten setzen sich auch 2026 fort. Der Kapitalmarkt sucht Investments, die dieser inflationären Verschuldung entgegenwirken können.

Die Zentralbanken haben ihre Goldreserven 2025 nochmals aufgestockt, denn sie wissen um die Bedeutung des Edelmetalls in unsicheren Zeiten. Ein Goldinvestment dient weiterhin als Basisinvestment in einem breit aufgestellten Portfolio.

Fazit: Korrekturen sind möglich, mehr aber nicht. Es sei denn, die Welt entschuldet sich, aber davon sind wir meilenweit entfernt.

Lohnen sich Gold-Investments noch?

Kurz gesagt: Ja.

Gold eignet sich vor allem als Absicherung, nicht als Renditetreiber. Ein Anteil von etwa 5–10 Prozent (etwa über physisches Gold oder Produkte wie Xetra-Gold) kann helfen, Risiken im Portfolio in Stressphasen zu reduzieren und Kaufkraft zu stabilisieren.

Laufende Erträge liefert Gold zwar nicht, dafür zeigt es historisch oft eine gegenläufige Entwicklung zu Aktien, genau dann, wenn Stabilität gefragt ist. Entscheidend ist daher weniger der aktuelle Goldpreis als die Rolle, die Gold langfristig im Portfolio übernimmt.

Hier geht es zu unserem umfassenden Leitfaden zu Goldinvestments: Jetzt lesen.

Wie entwickelt sich der Ölpreis 2026?

Öl könnte die Überraschung des Jahres werden. Klar ist: Der Ölpreis befindet sich in einem lang anhaltenden Abwärtstrend und wird auch weiterhin unter dem Eindruck der wechselnden politischen Stimmung stehen.

Angelehnt an eine mögliche positive Konjunkturüberraschung könnte jedoch auch der Ölpreis überraschen. Ob dies tatsächlich eintritt, wird das Jahr zeigen.

Lohnen sich andere Rohstoffe als Investment?

Ja, auch andere Rohstoffe als Gold zeigen positive Verläufe. Kupfer, Aluminium und Silber weisen teils starke Aufwärtstrends auf. Aber Vorsicht: Silber und Co. können deutlich stärker schwanken als Gold.

Der Bloomberg Commodity Index könnte nach 25 Jahren Seitwärtsphase einen neuen Impuls aufzeigen.

Die Grundlagen sprechen für einen neuen Rohstoffimpuls:

  • Anhaltende Inflation
  • Schwächerer US-Dollar
  • Mögliche Handelskonflikte


Das Jahr 2026 wird zeigen, ob wir vor einem neuen langfristigen Aufwärtstrend von Rohstoffen stehen. Dann wäre es gut möglich, dass sich auch Öl diesem Trend anschließt.

Langfristige Zeitreihe des Bloomberg Commodity Index (BCOM Index) von 2000 bis 2024. Die Grafik zeigt die Wertentwicklung der wichtigsten weltweit gehandelten Rohstoffe mit starken Schwankungen, unter anderem während der Finanzkrise 2008 und einer Erholung in den Jahren danach. Darstellung des BCOM Index im Marktausblick 2026 zur Einordnung der Rohstoffmärkte.
*Quelle: Bloomberg, eigene Darstellung der Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH, 03.01.2026.

Wie viel Gold sollte in einem Portfolio sein?

Gold dient als Basisinvestment zur Diversifikation und als Absicherung gegen inflationäre Verluste oder Krisen. In einem breit aufgestellten Portfolio ist eine Gold-Quote als langfristige Position und nicht als Spekulationsobjekt sinnvoll.

Die genaue Gewichtung hängt von der individuellen Risikobereitschaft, dem Anlagehorizont und der Anlagestrategie ab. Als Faustformel kalkulieren wir häufig mit einem Anteil von 5-10 Prozent, da es sich historisch als Werterhalt in unsicheren Zeiten bewährt hat.

Fazit für Anleger

2026 verspricht ein Jahr der Überraschungen zu werden. Während die USA weiterhin solide wachsen, könnte Europa mit frischen fiskalpolitischen Impulsen aufwachen, denn insbesondere Deutschland hat viel Nachholpotenzial.

Die Geldpolitik bleibt locker, wobei der Führungswechsel bei der Fed für Unsicherheit sorgen könnte. Im Anleihenmarkt ist Vorsicht geboten: Steigende Renditen erfordern eine selektive Strategie mit Fokus auf Investment-Grade-Anleihen.

Am Aktienmarkt holt Europa auf, während die KI-Diskussion weiterhin die Gemüter bewegt. Eine kritische Haltung und breite Diversifikation bleiben wichtig. Gold bleibt als Basisinvestment attraktiv, doch auch andere Rohstoffe könnten 2026 überraschen.

Die wichtigste Regel: Nicht alles auf eine Karte setzen. Eine ausgewogene Strategie mit breiter Diversifikation über Regionen, Anlageklassen, Währungen und Branchen bietet die beste Grundlage, um Chancen zu nutzen und Risiken zu begrenzen.

Wer an weiteren Details interessiert ist oder offene Fragen hat, kann sich gerne direkt bei uns melden. Wir würden uns freuen!

Wie sollte man jetzt investieren?

Diversifikation ist Trumpf! Auf der Aktienseite bevorzugen wir Dividenden- und Value-Titel mit dem Schwerpunkt in Europa sowie selektive US-Investments, um vom KI-Momentum zu profitieren. Dazu behalten wir Währungsrisiken im Blick. Im Bereich der Anleihen favorisieren wir bonitätsstarke Emittenten mit mittleren Laufzeiten. Und Gold ist und bleibt ein Basisinvestment und schützt vor Inflation.

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FAQs

Lohnen sich europäische Aktien 2026 mehr als US-Aktien?

Europa hat 2026 überraschend gutes Aufholpotenzial.
Europa konnte bereits 2025 mit der US-Dynamik mithalten und teilweise liefen europäische Indizes sogar besser. Für 2026 sprechen drei Faktoren für europäische Aktien:

1. Expansive Fiskalpolitik: Deutschland und andere EU-Länder öffnen voraussichtlich die Geldschleusen. Investitionen in Infrastruktur und Rüstung werden die Unternehmensgewinne beflügeln.
2. Steigende Gewinne: Nach drei Jahren Stagnation gewinnen europäische Unternehmensgewinne wieder an Dynamik.
3. Attraktive Branchen: Banken und Versicherungen profitieren von steigenden Renditen, Versorger vom globalen Energiebedarf, Pharma von KI-gestützter Forschung.

Die USA bleiben jedoch stark mit 2,3% Wirtschaftswachstum und massiven KI-Investitionen (bis zu 500 Mrd. $). Optimale Strategie: Breite Diversifikation über beide Regionen, wobei Europa 2026 als Überraschungskandidat gelten darf.

Wir erleben einen fundamentalen Trendbruch bei langlaufenden Staatsanleihen.

Normalerweise fallen Anleihe-Renditen, wenn Notenbanken die Zinsen senken. 2026 könnte aus drei Gründen das Gegenteil eintreten:

  1. Umschichtung in Aktien: Große institutionelle Investoren ziehen Kapital aus Staatsanleihen ab und investieren verstärkt in Aktien. Das erhöht die Anleihe-Renditen.
  2. Hohe Staatsverschuldung: Deutschland liegt bei 63% des BIP, die USA bei 126%. Geplante Neuverschuldung treibt die Renditen nach oben.
  3. Inflation bleibt präsent: Der Kapitalmarkt erwartet für die USA etwa 2,2% Inflation über die nächsten 5 Jahre, das ist höher als das Fed-Ziel von 2%.


Das Risiko:
 Zu schnell steigende Renditen belasten Anleihekurse und Aktienmärkte. Die Strategie: Investment-Grade-Anleihen mit mittlerer Laufzeit bevorzugen, High-Yield-Anleihen meiden.

Ja, Gold bleibt als Basisinvestment attraktiv. Gold verteuerte sich 2025 um 68% in US-Dollar und übertraf damit die Aktienmärkte. Seit Januar 2015 ist der Goldpreis um 261% gestiegen.

Drei Gründe sprechen für weiteres Potenzial 2026:

  1. Notenbanken kaufen weiter: Zentralbanken stockten 2025 ihre Goldreserven weiter auf, um Unabhängigkeit vom US-Dollar zu gewinnen.
  2. Inflationäre Verschuldung: Die globale Staatsverschuldung steigt weiter. Gold wirkt als natürlicher Schutz gegen inflationäre Verluste.
  3. Geopolitische Unsicherheit: Gold ist nicht nur Krisenwährung, sondern Spiegelbild globaler Instabilität.


Portfolio-Empfehlung:
 Korrekturen sind zwar möglich, aber eine Gold-Quote von 5-10% als langfristige Position dient als Stabilitätsanker, nicht als Spekulationsobjekt.

Ein historischer Führungswechsel markiert einen geldpolitischen Wendepunkt.

Im Mai 2026 gibt Jerome Powell den Fed-Vorsitz ab. Sein von Präsident Trump ernannter Nachfolger wird höchstwahrscheinlich lockerer agieren.

Das Risiko: Zu lockere Geldpolitik bei hoher Staatsverschuldung (126% des BIP) könnte die nächste Krise säen. Die Fed wäre gut beraten, ihre Unabhängigkeit zu bewahren. 
Für Anleger gilt es deshalb umso mehr, geldpolitische Entwicklungen besonders aufmerksam zu verfolgen.

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