Unser Marktausblick 2026 fasst die relevantesten Themen zusammen, die Einfluss auf erfolgreiche Anlagestrategien haben werden. Und da sich die Märkte konstant verändern, teilen wir alle 3 Monate ein Update und hinterfragen unsere Thesen.
Aber zuerst ein kurzes Vorwort des Autors: Michael Wittek, Portfoliomanagement Direktor bei ak..
„Liebe Leserin, lieber Leser,
Ich wurde letztens gefragt, was mich an der Börse so fasziniert. Meine Antwort: Das Unvorhersehbare! In alle Richtungen zu denken und Strategien zu entwickeln, die einen mental auf Kurs halten, wenn der Wind die Richtung wechselt. Denn Börse ist zeitweise mentaler Leistungssport!
Die Hauptzutat für erfolgreiche Geldanlage ist eine solide, langfristige Strategie, ergänzt durch eine Prise Risikomanagement, um akut auf Unvorhersehbares reagieren zu können.
In unserem Marktausblick 2026 fassen wir die für uns relevantesten Themen zusammen, die Einfluss auf unsere Strategien haben.
Dem Unvorhersehbaren werden wir uns auch stellen, den Überraschungen kommen immer. Da könnte dann der Leistungssportler gefragt sein!
Viel Spaß beim Lesen!“
Herzlichst,
Michael Wittek & Ihr ak. Team
Chancen: Europa könnte 2026 durch expansive Fiskalpolitik positiv überraschen, während die USA mit soliden 2,3% Wachstum weiter auf Kurs bleiben . Europäische Aktienmärkte holen auf und Gold glänzt als Basisinvestment gegen inflationäre Verschuldung.
Risiken: Steigende Anleihe-Renditen trotz Zinssenkungen, eine möglicherweise überhitzte KI-Blase und die dramatisch hohe Staatsverschuldung erfordern erhöhte Wachsamkeit.
Strategien: Breite Diversifikation über Regionen und Anlageklassen bleibt Trumpf. Wir bevorzugen bei Anleihen Investment-Grade statt High-Yield, bei Aktien sollten sich Anleger nicht vom KI-Hype blenden lassen und auf Fundamentaldaten achten.
Expertentipp: Eine ausgewogene Strategie mit Gold als Stabilitätsanker, europäischen Aktien als Überraschungspotenzial und vorsichtiger Anleihen-Auswahl sichert Flexibilität in einem Jahr voller Überraschungen.
Über den Autor
Michael Wittek ist bei Albrecht, Kitta & Co. für das Portfoliomanagement verantwortlich. Zusammen mit seinem Team trifft er die Investmententscheidungen für alle Anlageklassen und formuliert regelmäßig unseren Marktausblick.
Die wirtschaftliche Lage 2026 ist dynamischer als viele denken. Während die USA weiter wachsen, könnte Europa mit frischen Impulsen überraschen.
Ja, die USA bleiben auch 2026 auf Wachstumskurs. Die Federal Reserve prognostiziert ein Wirtschaftswachstum von 2,3% für das Jahr.
Zwei wesentliche Faktoren treiben das Wachstum:
Allerdings zeigt sich auch ein gemischtes Bild: Der längste Shutdown in der US-Geschichte hatte weniger negative Auswirkungen als befürchtet, aber die Zollpolitik belastet besonders den Mittelstand. Erneute Stimulus-Schecks und Infrastruktur-Investitionen sollen der Wirtschaft 2026 zusätzlichen Schwung geben.
Europa könnte 2026 tatsächlich für eine positive Überraschung sorgen. Während die USA seit Jahren stärker wachsen, verschiebt sich das Bild gerade. Der Grund: In Europa öffnet die Politik voraussichtlich deutlich die Geldschleusen und expansive Fiskalpolitik wird mehr und mehr zum Thema.
Bereits 2025 hat sich die europäische Wirtschaft erstaunlich gut gegen die US-Strafzölle gehalten. Der vielfach vorhergesagte Konjunktureinbruch blieb aus. Die Einkaufsmanagerindices hellen sich auf, was auf eine wirtschaftliche Erholung hindeutet. Eine ausgewogene Strategie mit Investments in beiden Regionen sichert Flexibilität.
Deutschland könnte 2026 tatsächlich positiv überraschen. Der Grund für diesen Optimismus: Die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz steht nach dem Rentenkrimi mit dem Rücken zur Wand und muss liefern, um die Stimmung im Land zu ändern.
Es ist davon auszugehen, dass die Regierung 2026 für spürbare Entlastungen der arbeitenden Bevölkerung sorgen möchte. Gut möglich, dass dies auch über weitere Neuverschuldung geschieht … Expansive Fiskalpolitik ist in Deutschland daher gut möglich.
Kombiniert mit einer aktuell sehr schlechten Stimmung, die eigentlich nur noch besser werden kann, entsteht eine Mischung, die uns positiv stimmt.
Südeuropa entwickelt sich besser als sein Ruf. Länder wie Spanien, Portugal und Griechenland wachsen mittlerweile nicht mehr nur durch Tourismus, sondern zunehmend durch privaten Konsum und EU-Fördergelder in der Breite.
Die Konjunktur in Europa hellt sich insgesamt auf. Auch Frankreich bleibt trotz politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten als zweitgrößte Wirtschaftsnation wichtig.
Eine Beruhigung im Ukraine-Krieg wäre aus humanitärer und wirtschaftlicher Sicht positiv und könnte zusätzliche Impulse setzen.
Die Trump-Administration hat bereits 2025 für Turbulenzen gesorgt: Besonders die Zoll-Ankündigung am „Liberation Day“ im April schickte die Kapitalmärkte auf Tauchstation. Nur ein Zurückrudern Trumps verhinderte Schlimmeres. Für 2026 stehen jedoch auch positive Aspekte auf der Agenda.
Die Chancen: Steuersenkungen und Deregulierung könnten das Wirtschaftswachstum 2026 fördern, der angekündigte Infrastruktur-Ausbau könnte kurzfristig einen Wirtschaftsboom auslösen.
Die Risiken: Protektionismus und Handelskonflikte bleiben Unsicherheitsfaktoren, die höhere US-Verschuldung durch aggressive Fiskalpolitik könnte langfristig belasten.
Die Notenbanken stehen 2026 vor wichtigen Entscheidungen. Während die EZB entspannt agieren kann, steht bei der Fed ein Führungswechsel an.
In Europa ist 2026 ein regelrechtes Goldlöckchen-Szenario möglich: Wenig Inflation bei gleichzeitig anziehender Wirtschaft. Die EZB konnte in den vergangenen zwei Jahren die Zinsen deutlich schneller senken als die Fed: der kleine Vorteil einer schwächelnden Wirtschaft.
Mehrere Faktoren dämpfen die Inflation zu Jahresbeginn: Die politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in Frankreich, Steuersenkungen in der deutschen Gastronomie und ein Basiseffekt bei den Energiepreisen. Eine anhaltende Inflation um 2,0% ist realistisch. Erst im Sommer könnte die Gefahr einer erhöhten Teuerung wieder zunehmen.
Die EZB lehnt sich aktuell entspannt zurück. Wirtschaft und Preisdruck sind seit dem Inflationsschub 2022 selten so im Gleichgewicht gewesen. Einzelne „Tauben“ in der EZB fordern bereits eine weitere Senkung des Leitzinses auf 1,75%.
Vor dem Hintergrund einer stärkeren Wirtschaft erscheint dies jedoch unwahrscheinlich. Wichtig: Niemand spricht von erneuten Zinserhöhungen. Die Inflationsraten bewegen sich auf komfortablem Niveau. Die EZB sollte diese Entwicklung jedoch genau beobachten und sich nicht nur auf den Autopiloten verlassen.
2026 markiert einen Wendepunkt für die US-Notenbank. Ende 2025 senkte die Fed die Zinsen ein letztes Mal unter Jerome Powell auf 3,50-3,75% – die dritte Senkung in Folge. Der stetige Anstieg der Arbeitslosenquote gab Spielraum für diese Lockerung.
Der große Wechsel: Im Mai 2026 gibt Jerome Powell den Vorsitz ab. Sein Nachfolger wird von Präsident Trump ernannt und deutlich gutgläubiger agieren; also weitere Zinssenkungen anstreben. Die Fed-Prognose für Ende 2026 liegt bei 3,25%.
Zusätzlich sorgte die Fed bereits für Aufsehen: Sie hat die Käufe von Staatsanleihen wieder aufgenommen. Quantitative Easing ist zurück und damit ein deutliches Signal für eine lockere Geldpolitik.
Quantitative Easing (QE) bedeutet, dass die Notenbank Staatsanleihen kauft, um die Geldmenge zu erhöhen und die Wirtschaft anzukurbeln. Das Gegenteil davon ist Quantitative Tightening (QT), bei dem die Notenbank ihre Anleihen-Bestände reduziert.
Die Neuaufnahme von QE durch die Fed ist bemerkenswert, weil damit eine Phase der geldpolitischen Straffung beendet wird. Dies wurde möglich, weil die Fed trotz einer Inflation von 3% (Ziel: 2%) keine größeren Inflationsschübe durch die Zölle erwartet.
Der neue Fed-Chef wird voraussichtlich eine deutlich lockere Geldpolitik fahren, ganz im Sinne von Präsident Trump. Das könnte mittelfristig zu einem gefährlichen Spiel werden: Wenn die Renditen der 30-jährigen US-Staatsanleihen über 5% steigen (aktuell 4,8%), wird der Markt auf Antworten der Fed warten. Und die sollten dann besser kommen …
Die Währungshüter wären gut beraten, ihre Unabhängigkeit unter Beweis zu stellen und nicht zu stark dem politischen Druck nachzugeben. Eine zu lockere Geldpolitik bei gleichzeitig hoher Staatsverschuldung (USA: 126% des BIP (Quelle: BMF, 2025.) könnte die nächste Krise säen.
Der Anleihenmarkt steht vor grundlegenden Veränderungen. Steigende Renditen und hohe Staatsschulden erfordern eine selektive Strategie.
Das ist die zentrale Frage für alle Anleihe-Investoren 2026. Wir erleben einen großen Trendbruch bei langlaufenden Staatsanleihen, der sich auf sämtliche Anlagestrategien auswirkt.
Ende 2025 hat sogar die Bank of Japan dem Druck nachgegeben und die Leitzinsen erhöht, obwohl die Renditen am langen Ende bereits gestiegen waren.
Das Signal ist klar: 2026 ist ein Szenario möglich, in dem sowohl die Aktienmärkte als auch die Anleihen-Renditen steigen. Das könnte passieren, wenn große institutionelle Investoren Kapital aus Staatsanleihen abziehen und stärker in Aktien umschichten, um von einer wirtschaftlichen Erholung zu profitieren.
Dieser Umschichtungsprozess verläuft voraussichtlich schrittweise, aber ein Restrisiko für einen abrupten Umschwung bzw. zu schnell steigende Anleihe-Renditen bleibt.
Langsam steigende Renditen sind meist Ausdruck einer stabilen wirtschaftlichen Erholung und gut kalkulierbar. Ruckartig steigende Renditen hingegen sind gefährlich:
Eine zusätzliche Herausforderung sind die hohen Staatsschulden: Deutschland liegt bei 63% des BIP, die USA bei 126%. Besonders die Neuverschuldung Deutschlands könnte allen Euro-Ländern höhere Renditen bescheren, da Deutschland als Maß aller Dinge im Euro-Raum gilt.
Die Inflationserwartung des Kapitalmarktes lässt sich über die sogenannte Breakeven-Inflationsrate ablesen. Diese zeigt, was der Markt tatsächlich für die Zukunft erwartet und nicht was die Notenbanken prognostizieren.
Für die USA liegt die Erwartung aktuell bei etwa 2,2% Inflation über die nächsten 5 Jahre. Auffällig ist: Die Inflationserwartung fällt aktuell leicht, während gleichzeitig die Renditen der 10- und 30-jährigen Staatsanleihen steigen. Diese Diskrepanz mahnt zur Vorsicht.
Die Fed sollte die Inflationserwartungen auch unter dem neuen Fed-Chef ernst nehmen und nicht zu aggressiv lockern.
Nein, aus unserer Sicht werden Investoren für das zusätzliche Risiko von Anleihen minderer Qualität seit längerer Zeit nicht mehr angemessen vergütet. Die Credit-Spreads (Risikoaufschläge) sind historisch niedrig.
Das aktuelle Zinsniveau führt in Kombination mit den zu geringen Risikoaufschlägen zwar zu einer optisch attraktiven Verzinsung, davon sollten sich Anleger aber nicht blenden lassen.
Für 2026 erwarten wir kaum Spielraum für weitere Rückgänge der Risikoaufschläge bei bonitätsschwachen Unternehmen. Besser: Unternehmensanleihen im Investment-Grade-Bereich mit guter Bonität und mittlerer Laufzeit.
Investoren sollten die Chancen und Risiken ihres Anleiheportfolios genau kennen. Angesichts unsicherer Renditeentwicklungen empfiehlt sich folgende Strategie:
Bevorzugen: Unternehmensanleihen mit guter Bonität (Investment-Grade) und mittlerer Laufzeit
Meiden: High-Yield-Anleihen, lange Laufzeiten, Anleihen mit schwacher Bonität
Wir halten an einer vorsichtigen Haltung im Anleihenbereich fest und gehen aktuell keine großen Laufzeitenrisiken ein. Gut möglich jedoch, dass sich im Laufe des Jahres erste Chancen ergeben.
Der Aktienmarkt 2026 verspricht spannend zu werden. Während die USA weiter von Tech-Giganten dominiert werden, zeigt Europa überraschende Stärke.
Die „Magnificent 7“ (Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon, Meta, Tesla, Nvidia) verliefen 2025 deutlich heterogener als in den Vorjahren. Überzeugen konnten hauptsächlich Nvidia mit seiner Marktmacht im KI-Bereich sowie Alphabet, dessen Aktie vom Einstieg Warren Buffetts profitierte.
Der US-Markt lebt von seiner immensen Marktbreite, aber die Tech-Werte bestimmen durch ihre hohen Gewichtungen in den Indizes weiterhin die Gesamtentwicklung. Eine bemerkenswerte Zahl zur Einordnung: Alle rund 7.500 europäischen Konzerne sind zusammen 18,1 Billionen Euro wert – die Mag7 allein sind 18,3 Billionen Euro wert.
Ob die Tech-Giganten 2026 weiterhin den Aktienmarkt dominieren hängt maßgeblich von den Entwicklungen im KI-Bereich ab. Wir sind hier optimistisch und gleichzeitig vorsichtig, denn es wird Gewinner und Verlierer geben, aber niemand weiß im Voraus, welche Player am Ende leer dastehen.
Ja, Europa hat 2025 bereits gezeigt, dass es mit der Dynamik Amerikas mithalten kann. Im Gegensatz zu den Vorjahren konnte der europäische Aktienmarkt mit seinem amerikanischen Pendant mithalten und teilweise liefen europäische Indizes sogar besser als die großen US-Indizes.
Besonders die Bereiche Finanzen, Versorgung und Rüstung trugen zu dieser Performance bei. Für 2026 erwarten wir weiter steigende Unternehmensgewinne in Europa. Die seit drei Jahren stagnierenden Gewinne legen wieder an Dynamik zu.
Treiber sind die fiskalpolitischen Maßnahmen, insbesondere Investitionen in Infrastruktur und Rüstung, die sich in den Gewinnen der europäischen Industrie widerspiegeln werden.
Diese Frage spaltet die Märkte. Seit ChatGPT im November 2022 startete, investieren Unternehmen massiv in KI. Die Sorge wächst: Entsteht hier ein fragiles Schneeballsystem?
Die Optimisten sagen:
Unternehmen melden bereits messbare Effizienzsprünge und das ist erst der Anfang
Die Skeptiker warnen:
Unsere Einschätzung: Kritisch bleiben lohnt sich! Auch die Dotcom-Blase platzte, aber das Internet veränderte die Welt dennoch grundlegend. Es wird Gewinner und Verlierer geben, aber niemand weiß im Voraus, welche Player am Ende oben stehen.
Die steigenden Renditen schaffen neue Chancenverteilungen:
Diese Punkte empfehlen unsere Portfoliomanager:
Wir erleben aktuell einen fundamentalen technologischen Wandel, begleitet von spekulativer Übertreibung. Wer bei Einzelaktien auf Fundamentaldaten achtet und breit diversifiziert, ist gut aufgestellt.
Gold hat 2025 eine beeindruckende Performance hingelegt. Auch 2026 bleibt das Edelmetall als Basisinvestment attraktiv.
Die Entwicklung war tatsächlich beeindruckend: Gold verteuerte sich 2025 um satte 68% in US-Dollar und war damit sogar stärker als die Aktienmärkte. Zur Einordnung: Seit Januar 2015, also in den letzten 10 Jahren, ist der Goldpreis um 261% gestiegen.
Die weltweiten Notenbanken waren einer der großen Treiber. Sie wollen mit Goldkäufen ihre Unabhängigkeit gegenüber dem US-Dollar vergrößern. Aber auch andere Marktteilnehmer erkennen zunehmend: Gold ist nicht nur die klassische Krisenwährung, sondern vor allem ein Spiegelbild der zunehmenden inflationären Verschuldung und einer allgemeinen globalen Unsicherheit.
Durchaus möglich! Die Trends bleiben intakt: Die Entkopplung vom US-Dollar sowie die Neuverschuldungen der Staaten setzen sich auch 2026 fort. Der Kapitalmarkt sucht Investments, die dieser inflationären Verschuldung entgegenwirken können.
Die Zentralbanken haben ihre Goldreserven 2025 nochmals aufgestockt, denn sie wissen um die Bedeutung des Edelmetalls in unsicheren Zeiten. Ein Goldinvestment dient weiterhin als Basisinvestment in einem breit aufgestellten Portfolio.
Fazit: Korrekturen sind möglich, mehr aber nicht. Es sei denn, die Welt entschuldet sich, aber davon sind wir meilenweit entfernt.
Kurz gesagt: Ja.
Gold eignet sich vor allem als Absicherung, nicht als Renditetreiber. Ein Anteil von etwa 5–10 Prozent (etwa über physisches Gold oder Produkte wie Xetra-Gold) kann helfen, Risiken im Portfolio in Stressphasen zu reduzieren und Kaufkraft zu stabilisieren.
Laufende Erträge liefert Gold zwar nicht, dafür zeigt es historisch oft eine gegenläufige Entwicklung zu Aktien, genau dann, wenn Stabilität gefragt ist. Entscheidend ist daher weniger der aktuelle Goldpreis als die Rolle, die Gold langfristig im Portfolio übernimmt.
Hier geht es zu unserem umfassenden Leitfaden zu Goldinvestments: Jetzt lesen.
Öl könnte die Überraschung des Jahres werden. Klar ist: Der Ölpreis befindet sich in einem lang anhaltenden Abwärtstrend und wird auch weiterhin unter dem Eindruck der wechselnden politischen Stimmung stehen.
Angelehnt an eine mögliche positive Konjunkturüberraschung könnte jedoch auch der Ölpreis überraschen. Ob dies tatsächlich eintritt, wird das Jahr zeigen.
Ja, auch andere Rohstoffe als Gold zeigen positive Verläufe. Kupfer, Aluminium und Silber weisen teils starke Aufwärtstrends auf. Aber Vorsicht: Silber und Co. können deutlich stärker schwanken als Gold.
Der Bloomberg Commodity Index könnte nach 25 Jahren Seitwärtsphase einen neuen Impuls aufzeigen.
Die Grundlagen sprechen für einen neuen Rohstoffimpuls:
Das Jahr 2026 wird zeigen, ob wir vor einem neuen langfristigen Aufwärtstrend von Rohstoffen stehen. Dann wäre es gut möglich, dass sich auch Öl diesem Trend anschließt.
Gold dient als Basisinvestment zur Diversifikation und als Absicherung gegen inflationäre Verluste oder Krisen. In einem breit aufgestellten Portfolio ist eine Gold-Quote als langfristige Position und nicht als Spekulationsobjekt sinnvoll.
Die genaue Gewichtung hängt von der individuellen Risikobereitschaft, dem Anlagehorizont und der Anlagestrategie ab. Als Faustformel kalkulieren wir häufig mit einem Anteil von 5-10 Prozent, da es sich historisch als Werterhalt in unsicheren Zeiten bewährt hat.
2026 verspricht ein Jahr der Überraschungen zu werden. Während die USA weiterhin solide wachsen, könnte Europa mit frischen fiskalpolitischen Impulsen aufwachen, denn insbesondere Deutschland hat viel Nachholpotenzial.
Die Geldpolitik bleibt locker, wobei der Führungswechsel bei der Fed für Unsicherheit sorgen könnte. Im Anleihenmarkt ist Vorsicht geboten: Steigende Renditen erfordern eine selektive Strategie mit Fokus auf Investment-Grade-Anleihen.
Am Aktienmarkt holt Europa auf, während die KI-Diskussion weiterhin die Gemüter bewegt. Eine kritische Haltung und breite Diversifikation bleiben wichtig. Gold bleibt als Basisinvestment attraktiv, doch auch andere Rohstoffe könnten 2026 überraschen.
Die wichtigste Regel: Nicht alles auf eine Karte setzen. Eine ausgewogene Strategie mit breiter Diversifikation über Regionen, Anlageklassen, Währungen und Branchen bietet die beste Grundlage, um Chancen zu nutzen und Risiken zu begrenzen.
Wer an weiteren Details interessiert ist oder offene Fragen hat, kann sich gerne direkt bei uns melden. Wir würden uns freuen!
Diversifikation ist Trumpf! Auf der Aktienseite bevorzugen wir Dividenden- und Value-Titel mit dem Schwerpunkt in Europa sowie selektive US-Investments, um vom KI-Momentum zu profitieren. Dazu behalten wir Währungsrisiken im Blick. Im Bereich der Anleihen favorisieren wir bonitätsstarke Emittenten mit mittleren Laufzeiten. Und Gold ist und bleibt ein Basisinvestment und schützt vor Inflation.
Das sollen wir lieber für Sie übernehmen? Dann schauen Sie mal hier vorbei: Unsere Leistungen
Ein Aha-Moment pro Monat. Mindestens.
„Erhalten Sie von uns 1x pro Monat Tipps für Ihr Vermögen, exklusive Strategie- & Markt-Updates und mindestens einen Aha-Moment.“ – Anika Albrecht
Hier geht’s zum nächsten Blogartikel:
Europa hat 2026 überraschend gutes Aufholpotenzial.
Europa konnte bereits 2025 mit der US-Dynamik mithalten und teilweise liefen europäische Indizes sogar besser. Für 2026 sprechen drei Faktoren für europäische Aktien:
1. Expansive Fiskalpolitik: Deutschland und andere EU-Länder öffnen voraussichtlich die Geldschleusen. Investitionen in Infrastruktur und Rüstung werden die Unternehmensgewinne beflügeln.
2. Steigende Gewinne: Nach drei Jahren Stagnation gewinnen europäische Unternehmensgewinne wieder an Dynamik.
3. Attraktive Branchen: Banken und Versicherungen profitieren von steigenden Renditen, Versorger vom globalen Energiebedarf, Pharma von KI-gestützter Forschung.
Die USA bleiben jedoch stark mit 2,3% Wirtschaftswachstum und massiven KI-Investitionen (bis zu 500 Mrd. $). Optimale Strategie: Breite Diversifikation über beide Regionen, wobei Europa 2026 als Überraschungskandidat gelten darf.
Wir erleben einen fundamentalen Trendbruch bei langlaufenden Staatsanleihen.
Normalerweise fallen Anleihe-Renditen, wenn Notenbanken die Zinsen senken. 2026 könnte aus drei Gründen das Gegenteil eintreten:
Das Risiko: Zu schnell steigende Renditen belasten Anleihekurse und Aktienmärkte. Die Strategie: Investment-Grade-Anleihen mit mittlerer Laufzeit bevorzugen, High-Yield-Anleihen meiden.
Ja, Gold bleibt als Basisinvestment attraktiv. Gold verteuerte sich 2025 um 68% in US-Dollar und übertraf damit die Aktienmärkte. Seit Januar 2015 ist der Goldpreis um 261% gestiegen.
Drei Gründe sprechen für weiteres Potenzial 2026:
Portfolio-Empfehlung: Korrekturen sind zwar möglich, aber eine Gold-Quote von 5-10% als langfristige Position dient als Stabilitätsanker, nicht als Spekulationsobjekt.
Ein historischer Führungswechsel markiert einen geldpolitischen Wendepunkt.
Im Mai 2026 gibt Jerome Powell den Fed-Vorsitz ab. Sein von Präsident Trump ernannter Nachfolger wird höchstwahrscheinlich lockerer agieren.
Das Risiko: Zu lockere Geldpolitik bei hoher Staatsverschuldung (126% des BIP) könnte die nächste Krise säen. Die Fed wäre gut beraten, ihre Unabhängigkeit zu bewahren.
Für Anleger gilt es deshalb umso mehr, geldpolitische Entwicklungen besonders aufmerksam zu verfolgen.
Diese Publikation dient nur zu Informationszwecken und zur Nutzung durch den Empfänger. Sie stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung seitens oder im Auftrag der Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Investmentfonds dar. Die in der vorliegenden Publikation enthaltenen Informationen wurden aus Quellen zusammengetragen, die als zuverlässig gelten. Die Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH gibt jedoch keine Gewähr hinsichtlich deren Zuverlässigkeit und Vollständigkeit und lehnt jede Haftung für Verluste ab, die sich aus der Verwendung dieser Information ergeben. www.ak-co.de