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Chris Holzheu

Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.
Fächerförmig angeordnete Panels in Weiß, Champagnergold und Tiefblau als Sinnbild für ein Portfolio aus mehreren Bausteinen der Geldanlage.

Was ist ein Portfolio in der Geldanlage und woraus besteht es?

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Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.

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Kurz gesagt: Ein Portfolio ist in der Geldanlage die Gesamtheit aller Anlagen, die eine Anlegerin oder ein Anleger über alle Depots und Konten hinweg hält, zusammen mit der Überlegung, wie diese Anlagen zueinander passen. Dazu gehören Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe und Liquidität; bei größeren Vermögen kommen Beteiligungen, Total Return Investments und Private Equity dazu. Bei uns, der unabhängigen Vermögensverwaltung Albrecht, Kitta & Co. aus Hamburg, beginnt die Rechnung beim Gesamtvermögen: Das Depot ist meist nur ein Teil davon. Zum Gesamtvermögen gehören neben dem Portfolio auch Werte wie eine vermietete Wohnung, die eigene Firma oder Rentenansprüche.

Ein Überblick über dein Vermögen hilft dir, Klumpenrisiken zu erkennen, also Stellen, an denen ein großer Teil deines Vermögens an derselben Entwicklung hängt. Zugleich fällt es mit diesem Überblick oft leichter, in unruhigen Börsenphasen gelassen zu bleiben.

In diesem Beitrag geht es darum, welche Bausteine in ein Portfolio gehören und wie es sich vom Depot und von der Asset Allocation unterscheidet. Danach schauen wir, was Streuung leistet, wo sie an ihre Grenzen stößt und wann du dein Portfolio überprüfen solltest.

Was gehört in ein Portfolio?

Ein Portfolio setzt sich aus Anlageklassen zusammen. Häufig werden fünf genannt, jede mit einer eigenen Aufgabe und einer eigenen Grenze:

  1. Aktien: Sie beteiligen dich am Wachstum von Unternehmen. Ihre Kurse können stark schwanken, auch über mehrere Jahre.
  2. Anleihen: Sie bringen laufende Zinsen und eine vereinbarte Rückzahlung. Dafür trägst du das Ausfallrisiko des Schuldners. Außerdem können die Kurse fallen, wenn die Zinsen steigen.
  3. Immobilien: Sie liefern Mieteinnahmen und sind ein greifbarer Sachwert. Sie binden allerdings viel Kapital und lassen sich meist nicht schnell verkaufen.
  4. Rohstoffe, z. B. Gold: Ihre Aufgabe ist es, anders zu reagieren als Aktien, weil ihre Preise oft an anderen Einflüssen hängen. Laufende Erträge bringen sie nicht und ihre Preise können stark ausschlagen.
  5. Liquidität: Ihre Aufgabe ist es, dich handlungsfähig zu halten, damit du für eine anstehende Ausgabe nicht verkaufen musst. Was sie kostet, merkst du schleichend: Die Inflation zehrt an ihrer Kaufkraft.

Die Liquidität ist ein strategischer Baustein und wird bewusst geplant, statt als „Resteposten“ übrig zu bleiben. Konkret hilft es, Geld bereitzuhalten, wenn z. B. in zwei Jahren eine größere Anschaffung ansteht, eine Steuerzahlung fällig wird oder die nächste größere Einnahme noch auf sich warten lässt. Dann musst du nicht ausgerechnet in einem Kurstief verkaufen. Dafür nimmst du in Kauf, dass dieses Geld in der Zeit kaum Ertrag bringt und durch die Inflation an Kaufkraft verlieren kann. Mehr dazu: wie du Liquidität planst.

Diese häufig genannte Aufzählung aus Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffen und Liquidität ist allerdings unvollständig. Bei größeren Vermögen kommen Beteiligungen, Total Return Investments und Private Equity dazu. Hinter Beteiligungen und Private Equity stehen meist Anteile an nicht börsennotierten Unternehmen, die Kapital oft über viele Jahre binden.

Total Return Investments sind Strategien, die einen Ertrag unabhängig von der Marktrichtung anstreben. Ihr prägendes Merkmal ist die Ausrichtung auf einen absoluten Ertrag: Ziel ist ein Plus, egal wie sich ein Vergleichsindex entwickelt. „Anstreben“ heißt dabei, dass offen bleibt, ob das Ziel erreicht wird: Auch diese Strategien können Verluste machen. Mit diesem Ertragsziel passen sie in keine der fünf häufig genannten Anlageklassen, weshalb wir sie als eigene Anlageklasse führen.

Übrigens: Fonds und ETFs sind Verpackungen und deshalb keine eigene Anlageklasse. Für dein Portfolio zählt, was in ihnen steckt, z. B. Aktien, Anleihen oder Rohstoffe.

Welche Bausteine in welcher Kombination zu dir passen, hängt von deinen Zielen, deinem Anlagehorizont und deiner Risikotragfähigkeit ab. Wie das je nach Lebenslage zu ganz unterschiedlichen Portfolios führt, zeigen unsere 3 Praxisbeispiele, wie du jetzt anlegen kannst.

Was ist der Unterschied zwischen Portfolio, Depot und Gesamtvermögen?

Das Depot ist das Konto, auf dem deine Wertpapiere verwahrt werden. Das Portfolio umfasst alle deine Geldanlagen über alle Depots und Konten hinweg, samt der Überlegung dahinter. Du kannst dir das Depot wie einen Kleiderschrank vorstellen: Er verrät wenig darüber, ob die Sachen darin zusammenpassen. Ein Depot voller Einzelkäufe, die nie aufeinander abgestimmt wurden, ist deshalb noch nicht automatisch ein durchdachtes Portfolio.

EbeneWas gemeint istBeispiele
DepotVerwahrkonto für Wertpapiere bei einer Bankz. B. Aktien und Fonds bei einer Bank
Portfolioalle Geldanlagen und ihr Zusammenspiel, über alle Depots und Konten hinwegz. B. Depots bei zwei Banken, Festgeld, Gold
Gesamtvermögendas Portfolio plus alles, was in keinem Depot und auf keinem Konto liegtz. B. eine vermietete Wohnung, die eigene Firma, Rentenansprüche

Warum die Unterscheidung zwischen Depot, Portfolio und Gesamtvermögen wichtig ist, zeigt ein Beispiel: Du besitzt eine vermietete Wohnung und legst dir ins Depot einen offenen Immobilienfonds, damit es breiter gestreut ist. Im Depot sieht das zwar nach einer neuen Anlageklasse aus, im Gesamtvermögen hängt jetzt aber ein noch größerer Teil an Mieten, Zinsen und Immobilienpreisen: ein Klumpenrisiko. Ob dein Depot gut gestreut ist, lässt sich deshalb erst beurteilen, wenn du weißt, was außerhalb davon liegt.

Rentenansprüche gehören genauso zur Rechnung des Gesamtvermögens wie das Depot, sind aber keine Anlageklasse. Sie zeigen vor allem, mit welchen Einnahmen du später rechnen kannst.

Klumpenrisiken können also auch außerhalb des Depots entstehen. Mit dem ak. Optimizer, dem ersten Baustein unserer Vermögen360-Analyse, machen wir deshalb dein Gesamtvermögen sichtbar: Struktur, Kosten und Klumpenrisiken über alle Vermögenswerte hinweg. Daraus entwickeln wir die strategische Asset Allocation, passend zu deinen Zielen und deiner Risikotragfähigkeit. Die Analyse ist Planungsgrundlage für das persönliche Gespräch und für sich allein noch keine Anlageempfehlung.

Was ist der Unterschied zwischen Portfolio und Asset Allocation?

Das Portfolio beschreibt, welche Geldanlagen du hältst. Die Asset Allocation beschreibt, wie dein Vermögen auf Anlageklassen verteilt ist. Die strategische Asset Allocation ist die geplante Zielaufteilung, an der sich ein Portfolio über die Jahre orientiert.

Ein Bild aus der Küche: Die strategische Asset Allocation ist das Rezept mit den Mengenangaben. Das Portfolio ist das, was tatsächlich im Topf landet. Wie viel Gewicht welche Anlageklasse bekommen kann, liest du in unserem Beitrag dazu, wie du dein Vermögen auf Anlageklassen aufteilst. Dort steht auch, warum die Aufteilung die Schwankung deines Portfolios so stark prägt.

Warum streut man ein Portfolio und wo hat Streuung ihre Grenzen?

Diversifikation, also Streuung, bedeutet, das Kapital auf verschiedene Anlagen zu verteilen, damit ein einzelner Rückschlag weniger Gewicht hat. Streuen kannst du auf mehreren Ebenen, z. B. über Anlageklassen, Regionen, Branchen oder Währungen. Streuung kann Risiken verringern, vollständig beseitigen kann sie diese allerdings nicht. Auf manchen Ebenen wirkt sie zudem anders, als viele annehmen.

Was sagt die Portfoliotheorie über Streuung?

Der Grundgedanke geht auf Harry Markowitz und seinen Aufsatz „Portfolio Selection“ im Journal of Finance von 1952 zurück. Darin hält er fest, dass Streuung die Schwankung nicht vollständig beseitigen kann, weil die Erträge von Wertpapieren miteinander zusammenhängen. Die spätere Portfoliotheorie unterscheidet deshalb zwei Arten von Risiko. Das unsystematische Risiko betrifft einzelne Unternehmen oder Branchen. Es sinkt, wenn du mehr Positionen hältst, die wenig miteinander zusammenhängen. Das systematische Risiko trifft den ganzen Markt und bleibt bestehen.

Markowitz schrieb in seinem Aufsatz außerdem, es reiche nicht, in viele Wertpapiere zu investieren; man müsse Wertpapiere meiden, die stark miteinander zusammenhängen. Zehn Aktien aus derselben Branche streuen deshalb weniger, als ihre Zahl vermuten lässt, weil sie oft an denselben Nachrichten hängen. Wie viele Positionen ein gestreutes Portfolio laut Studien braucht, zeigt unser Beitrag zur Asset Allocation.

Wir bei ak. orientieren uns an den Prinzipien der modernen Portfoliotheorie (Markowitz) und prüfen mit Korrelationsanalysen, wie stark sich zwei Bausteine tatsächlich gemeinsam bewegen. Das macht Zusammenhänge sichtbar, die im Depotauszug leicht untergehen; wie sich Märkte künftig verhalten, kann aber auch diese Analyse nicht vorhersagen.

Fallen verschiedene Branchen in einer Krise gemeinsam?

Branchen reagieren unterschiedlich stark auf Konjunktur und Zinsen, in Krisen fallen sie aber oft gemeinsam. Wie weit sie innerhalb eines Jahres auseinanderliegen können, zeigt 2022 der MSCI World, ein Aktienindex, der laut Factsheet 1.280 Werte umfasst (Stand 31.08.2026). In diesem Jahr legte der Energiesektor um 46,01 % zu, während zyklischer Konsum 33,36 % und Informationstechnologie 30,79 % verloren (jeweils in US-Dollar, Net Return, laut MSCI-Factsheets, Stand 31.08.2026). Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

In der Finanzkrise dagegen gerieten die Branchen weitgehend gleichzeitig unter Druck. Die Tabelle zeigt den größten Verlust einzelner Sektoren seit Dezember 2000 (MSCI-Factsheets, USD, Net Return, Stand 31.08.2026):

MSCI World SektorGrößter VerlustZeitraum
Basiskonsum−39,64 %10.12.2007 bis 09.03.2009
Gesundheit−39,12 %10.12.2007 bis 09.03.2009
Versorger−48,24 %07.12.2007 bis 09.03.2009
Industrie−62,57 %11.10.2007 bis 09.03.2009
MSCI World gesamt−57,82 %31.10.2007 bis 09.03.2009

Selbst die als defensiv geltenden Branchen Basiskonsum und Gesundheit verloren im MSCI World in der Finanzkrise rund 40 %. Ihren Tiefpunkt erreichten sie am selben Tag wie der Gesamtmarkt, dem 9. März 2009. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Weil Branchen in Krisen oft gemeinsam fallen, reicht es selten, nur innerhalb der Aktien zu streuen. Aus unserer Sicht ist der Blick auf verschiedene Anlageklassen deshalb oft der wichtigere Hebel, auch wenn er Verluste in einer Krise ebenfalls nicht ausschließt.

Gleicht Streuung über Währungen das Wechselkursrisiko aus?

Für Anlegerinnen und Anleger in Euro bringt eine Anlage in Fremdwährung das Wechselkursrisiko erst ins Portfolio. Streuung über mehrere Währungen kann allenfalls die Abhängigkeit von einer einzelnen Währung verringern. Das Wechselkursrisiko selbst trägst du trotz Streuung weiter. Auch die BaFin weist für Anleihen, die nicht in Euro ausgegeben werden, darauf hin, dass sich Wechselkursschwankungen auf Gewinn oder Verlust auswirken können (BaFin, „Anleihen auf einen Blick„, abgerufen am 25.09.2026).

Das kennst du vom Urlaub: Ist der Euro stark, bekommst du in den USA mehr für dein Geld. Für deine Anlagen in Dollar ist ein starker Euro dagegen ungünstig: Dieselben Dollar sind dann weniger Euro wert.

MSCI World, Kalenderjahr (Net Return)in US-Dollarin Euro
2025+21,09 %+6,77 %
2022−18,14 %−12,78 %

2025 gewann der Euro gegenüber dem Dollar an Wert, deshalb blieb Anlegerinnen und Anlegern in Euro deutlich weniger. 2022 half ihnen der starke Dollar (Net Return laut den MSCI-Factsheets MSCI World Index (USD) und MSCI World Index (EUR), Stand 31.08.2026). Der Wechselkurs kann dein Ergebnis also in beide Richtungen verschieben, ohne dass du vorher weißt, in welche. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Ob dein Vermögen stärker am Euro hängt, als du denkst, zeigt unser Beitrag dazu, wie viel Euro wirklich in deinem Vermögen steckt.

Wann solltest du dein Portfolio überprüfen?

Als Orientierung hilft ein fester Termin in der Regel einmal im Jahr, dazu ein Blick bei wesentlichen Veränderungen in deinem Leben oder an den Märkten. Denn Kursbewegungen verschieben die Gewichtung mit der Zeit: Steigen Aktien stark, wächst ihr Anteil, obwohl du nichts dazugekauft hast. Die Rückkehr zur geplanten Zielaufteilung heißt Rebalancing.

Typische Anlässe für eine Überprüfung sind z. B.:

  • ein veränderter Anlagehorizont, etwa durch den Renteneintritt oder einen größeren geplanten Kauf
  • Veränderungen in deiner Lebenssituation, z. B. eine Erbschaft oder ein Unternehmensverkauf
  • starke Marktbewegungen, die die Aufteilung deutlich verschoben haben
  • neue Ziele oder eine veränderte Risikobereitschaft
  • ein absehbarer größerer Geldbedarf in den nächsten Jahren, damit du den Betrag rechtzeitig in den Liquiditätsbaustein holst, bevor ein Kurstief die Entscheidung für dich trifft

Tipp: Überprüfen heißt nicht zwingend ändern. Manchmal bestätigt der Blick, dass das Portfolio noch gut zu dir passt. Regelmäßig hinzuschauen hilft dir, Entscheidungen in ruhigen Phasen zu treffen, damit du nicht unter Druck handeln musst.

Wie begleitet ak. dich beim Portfolio?

Albrecht, Kitta & Co. ist eine unabhängige, inhabergeführte Vermögensverwaltung aus Hamburg mit Family Office Services. Wir begleiten vermögende Privatpersonen, Unternehmer, Stiftungen und Erben. Unser Leitgedanke: Jedes Vermögen ist anders, so einzigartig wie deine Ziele, deine Sorgen und deine Zukunftspläne. Am Anfang steht bei uns deshalb die Frage, wer du bist und was dein Vermögen für dich tun soll.

Nach den ersten Gesprächen folgt die Vermögen360-Analyse als wichtiger Schritt unserer Kundenreise. Auf dieser Grundlage entwickeln wir die Strategie, setzen sie um und begleiten dich danach. Im individuellen Mandat sprichst du mit deiner Beraterin oder deinem Berater in der Regel einmal pro Quartal über dein Portfolio; die Überprüfung, ob es noch zu dir passt, gehört damit zur laufenden Begleitung. Mehr darüber, wie wir arbeiten, findest du auf der Seite zu unserer Vermögensverwaltung.

Der erste Schritt ist der Überblick über dein Gesamtvermögen

Wenn du wissen möchtest, wie dein Portfolio im Zusammenspiel mit deinem Gesamtvermögen aussieht, sprich mit uns darüber. Ein unverbindliches Erstgespräch kostet dich eine Stunde Zeit. Ein individuelles Mandat bei ak. beginnt i. d. R. ab 1 Mio. €. Mit ak.digital legst du ab 25.000 € nach derselben Anlagephilosophie an, begleitet vom selben Team; ein Sparplan kann das ergänzen.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung, Anlageempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Er ersetzt keine individuelle, auf deine persönliche Situation abgestimmte Beratung. Kapitalanlagen sind mit Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Häufige Fragen zum Portfolio

Was ist der Unterschied zwischen Portfolio und Depot?

Das Depot ist das Konto, auf dem deine Wertpapiere verwahrt werden. Das Portfolio umfasst alle deine Geldanlagen und ihr Zusammenspiel, über alle Depots und Konten hinweg. Zur Rechnung des Gesamtvermögens gehört für uns außerdem, was in keinem Depot und auf keinem Konto liegt, etwa eine vermietete Wohnung oder die eigene Firma. Ein einzelnes Depot sagt deshalb wenig darüber, wie breit dein Vermögen insgesamt gestreut ist.

Woraus besteht ein Portfolio?

Ein Portfolio besteht aus Anlageklassen. Häufig genannt werden Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe und Liquidität. Bei größeren Vermögen kommen Beteiligungen, Total Return Investments und Private Equity dazu. Fonds und ETFs bündeln solche Anlagen nur und bilden deshalb keine eigene Anlageklasse.

Was sind Total Return Investments?

Total Return Investments sind Strategien, die einen Ertrag unabhängig von der Marktrichtung anstreben. Ihr prägendes Merkmal ist die Ausrichtung auf einen absoluten Ertrag, unabhängig von einem Vergleichsindex. Ob das Ziel erreicht wird, bleibt offen: Auch diese Strategien können Verluste machen. Weil dieses Ertragsziel sie von den fünf häufig genannten Anlageklassen unterscheidet, führen wir sie bei Albrecht, Kitta & Co. als eigene Anlageklasse; bei größeren Vermögen stehen sie neben Beteiligungen und Private Equity.

Gehört Liquidität in ein Portfolio?

Ja, Liquidität gehört als strategischer Baustein dazu und wird bewusst geplant, statt als „Resteposten“ übrig zu bleiben. Sie hält dich handlungsfähig, wenn z. B. eine Steuerzahlung oder eine größere Anschaffung ansteht, damit du dafür nicht ausgerechnet in einem Kurstief verkaufen musst. Ihre Grenze ist der Kaufkraftverlust durch die Inflation, wenn das Geld unverzinst oder niedrig verzinst auf einem Konto liegt. Wie viel Liquidität sinnvoll ist, hängt von deinem Bedarf in den nächsten Jahren ab; eine pauschale Quote gibt es dafür nicht.

Schützt ein breit gestreutes Portfolio vor Verlusten?

Nicht vollständig: Streuung über Anlagen, die wenig miteinander zusammenhängen, kann das Risiko einzelner Unternehmen und Branchen senken. Das Risiko des gesamten Markts bleibt. In der Finanzkrise verloren im MSCI World selbst die als defensiv geltenden Branchen Basiskonsum und Gesundheit rund 40 % (größter Verlust zwischen Dezember 2007 und März 2009, USD, Net Return, laut MSCI-Factsheets, Stand 31.08.2026). Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Der Nutzen der Streuung liegt darin, dass der Einbruch eines einzelnen Unternehmens dein Portfolio weniger hart trifft.

Was ist der Unterschied zwischen Überprüfen und Rebalancing?

Beim Überprüfen fragst du, ob dein Portfolio noch zu deinem Leben passt: zu deinem Anlagehorizont, deinen Zielen und dem, was du in den nächsten Jahren an Geld brauchst. Als Orientierung gilt in der Regel einmal im Jahr und zusätzlich bei wesentlichen Veränderungen, etwa einer Erbschaft oder einem Unternehmensverkauf. Rebalancing ist enger: Es holt die Gewichte der Anlageklassen zurück zur geplanten Zielaufteilung, wenn Kursbewegungen sie verschoben haben. Eine Überprüfung kann zu einem Rebalancing führen, sie kann aber auch bestätigen, dass alles passt. Wie Rebalancing im Detail funktioniert, liest du in unserem Beitrag zur Asset Allocation.

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