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Chris Holzheu

Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.
Weißer Tresor mit goldenem Drehrad, Schild und Münzstapel als Sinnbild für die Frage nach der sichersten Geldanlage

Was ist die sicherste Geldanlage?

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Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.

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Die sicherste Geldanlage gibt es nicht, weil „sicher“ immer heißt: sicher wogegen? Guthaben auf Tagesgeld- und Festgeldkonten sind gesetzlich bis 100.000 Euro je Einleger und Bank gegen eine Bankpleite geschützt; Bundeswertpapiere werden bei Fälligkeit zum Nennwert zurückgezahlt, sofern der Bund zahlt; Wertpapiere im Depot bleiben bei einer Bankpleite in der Regel dein Eigentum. Gegen Kaufkraftverlust, Kursschwankungen und den Ausfall eines Wertpapier-Emittenten schützt keine dieser Ebenen (Stand: September 2026).

Für uns bei Albrecht, Kitta & Co., einer unabhängigen Vermögensverwaltung aus Hamburg, zählt deshalb weniger das einzelne Produkt als die Frage, welche Aufgabe welcher Teil deines Vermögens hat.

Wer Geld z. B. aus einer Erbschaft, einem Verkauf oder einer fälligen Anlage neu auf dem Konto hat, will vor allem eines: nichts verlieren. In diesem Beitrag ordnen wir die gängigen Anlageformen danach ein, wogegen sie schützen. Wie wir Zinsen und Inflation aktuell einschätzen, steht in unserem Marktausblick.

Was bedeutet „sicher“ bei der Geldanlage?

Ob eine Geldanlage sicher ist, entscheidet sich an vier Fragen. Eine Anlage kann bei der einen stark und bei der anderen schwach sein.

  1. Nennwert: Bekommst du den eingezahlten Euro-Betrag zurück?
  2. Ausfall: Wer schuldet dir das Geld und was passiert, wenn dieser Schuldner zahlungsunfähig wird?
  3. Kaufkraft: Was kannst du dir später von diesem Betrag noch kaufen?
  4. Verfügbarkeit: Kommst du rechtzeitig und zu welchem Preis an das Geld?

Konkret: 50.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto bleiben in Euro stabil, im Supermarkt bekommst du dafür bei steigenden Preisen in zehn Jahren aber weniger.

Zwischen Nennwert und Verfügbarkeit liegt ein Punkt, der leicht übersehen wird: die Kursschwankung vor Fälligkeit. Eine Anlage kann am Ende den vollen Betrag zurückzahlen und zwischendurch trotzdem weniger wert sein.

Sichere Geldanlagen im Vergleich: Wogegen schützt was?

Die Übersicht zeigt, wogegen gängige Anlageformen schützen und wo ihr Schutz endet. Die Reihenfolge enthält keine Wertung.

AnlageformNennwertAusfall / wer steht dahinterKaufkraftVerfügbarkeit
TagesgeldEuro-Betrag bleibt stabilBank; Einlagensicherung bis 100.000 € je Einleger und Bankkein Schutzin der Regel täglich
Festgeld, SparbriefEuro-Betrag bleibt stabilBank; Einlagensicherung bis 100.000 € (Sparbrief als Namenspapier), zusammen mit allen Guthaben bei derselben Bankkein Schutz; Zins für die Laufzeit festin der Regel bis Laufzeitende gebunden
Bundeswertpapiere (herkömmlich verzinst, ohne Inflationsausgleich)Nennwert bei Fälligkeit, sofern der Bund zahltBund; außerhalb der Einlagensicherung; Schutz hängt an der Zahlungsfähigkeit des Bundes, ohne Betragsgrenzekein Schutzin der Regel börsentäglich, vor Fälligkeit zum aktuellen Kurs
PfandbriefeNennwert bei Fälligkeit, sofern der Emittent zahltBank plus gesetzliche Deckung; außerhalb der Einlagensicherungkein Schutzhandelbar, vor Fälligkeit zum aktuellen Kurs
Aktien und Fonds im Depotkein fester RückzahlungsbetragAussonderung bei Bankpleite, sofern keine Kreditsicherheit; Kursrisiko trägst dukein zugesagter Schutzin der Regel börsentäglich, zum aktuellen Kurs

Stand: September 2026. Weitere Anlageformen, wie z. B. Bankanleihen oder Geldmarktfonds, lassen sich nach denselben vier Fragen einordnen.

Wie sicher sind Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefe?

Guthaben auf Tagesgeld- und Festgeldkonten sind als Einlagen gesetzlich bis 100.000 Euro je Einleger und Bank geschützt, unabhängig davon, wie viele Konten du bei dieser Bank hast (§ 7 Abs. 3, § 8 Abs. 1 EinSiG; Stand: September 2026). Für Sparbriefe gilt das ebenso, sofern sie, wie in der Regel, als Namenspapier ausgestaltet sind. Wie Festgeld sind sie in der Regel über die Laufzeit gebunden. Gegen die Inflation hilft die Einlagensicherung nicht, denn sie sichert nur den Euro-Betrag.

Wo endet die Einlagensicherung?

Die 100.000-Euro-Grenze hängt an vier Punkten:

  1. Marken derselben Bank teilen sich die Grenze. Tritt ein Kreditinstitut unter mehreren Marken mit derselben Banklizenz auf, zählen alle Guthaben dort zusammen. Welche Marken dazugehören, nennt der Informationsbogen für Einleger nach dem amtlichen Muster.
  2. Gemeinschaftskonto: Hier zählt der Anteil jedes Inhabers (§ 7 Abs. 4 EinSiG). Bei zwei Inhabern mit gleichen Anteilen sind deshalb bis zu 200.000 Euro geschützt, sofern weitere Guthaben derselben Personen bei derselben Bank die Grenze nicht schon belegen.
  3. Sonderfälle bis 500.000 Euro: Bestimmte Beträge sind bis zu sechs Monate nach der Gutschrift höher geschützt, wenn du sie schriftlich mit Nachweis anmeldest. Dazu gehören z. B. Erlöse aus dem Verkauf einer privat genutzten Wohnimmobilie oder Beträge, die soziale, gesetzlich vorgesehene Zwecke erfüllen und an Lebensereignisse wie Heirat, Entlassung, Ruhestand oder Tod geknüpft sind, etwa eine Abfindung. Der Verkauf eines Unternehmens oder einer vermieteten Immobilie gehört nicht dazu.
  4. Wer zahlt: Bei privaten Banken die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB), bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken deren Institutssicherung, die die Bank als Ganzes stützen soll. Der Rechtsanspruch auf Entschädigung endet aber auch dort bei 100.000 Euro, im Sonderfall bei 500.000 Euro.

Übrigens: Private Banken können zusätzlich Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bankenverbands sein. Er sichert für Privatpersonen derzeit höchstens 3 Mio. Euro je Bank, abhängig von deren Eigenmitteln. Ab 2030 liegt die Grenze bei höchstens 1 Mio. Euro. Einen Rechtsanspruch darauf gibt es allerdings nicht (Stand: September 2026).

Mehr dazu in unserem Beitrag zur Einlagensicherung und dazu, was gilt, wenn mehr als 100.000 Euro auf dem Konto liegen.

Wie sicher sind Bundesanleihen?

Bundeswertpapiere werden bei Fälligkeit zum Nennwert zurückgezahlt, sofern der Emittent, also der Bund, zahlt; vor Fälligkeit schwankt ihr Kurs. Als Wertpapiere fallen sie nicht unter die Einlagensicherung. Der Schutz hängt an der Zahlungsfähigkeit des Bundes und kennt keine Betragsgrenze wie die 100.000 Euro.

Die Deutsche Finanzagentur nennt im Überblick der Bundeswertpapiere unter anderem diese Gattungen (Stand: September 2026):

  • Unverzinsliche Schatzanweisungen (Bubills) mit 12 Monaten Laufzeit
  • Bundesschatzanweisungen mit 2 Jahren
  • Bundesobligationen mit 5 Jahren
  • Bundesanleihen mit 7 bis 30 Jahren
  • Grüne Bundeswertpapiere und weitere Instrumente

Gut zu wissen: Bundesschatzbriefe gibt es nicht mehr. Seit Ende 2012 gibt der Bund keine neuen aus, die letzten sind 2019 ausgelaufen. Ebenfalls seit Ende 2012 kannst du Bundeswertpapiere nicht mehr direkt beim Bund kaufen. Der Kauf läuft heute über eine Bank oder die Börse.

Warum können Bundesanleihen vor der Fälligkeit an Wert verlieren?

Bundesanleihen können vor Fälligkeit an Wert verlieren, weil ihr Kurs am Markt schwankt. Steigen die Marktzinsen, fällt der Kurs bereits laufender Anleihen. Je länger die Restlaufzeit, desto stärker. Wer bis zur Fälligkeit hält, erhält den Nennwert, sofern der Bund zahlt. Wer vorher verkauft, bekommt dagegen den aktuellen Kurs, der über oder unter dem Nennwert liegen kann.

Ein Beispiel: Du brauchst das Geld in zwei Jahren für eine Renovierung, die Anleihe läuft aber noch zehn Jahre. Laufzeit und Bedarfszeitpunkt passen dann nicht zusammen, deshalb musst du die Anleihe zum aktuellen Kurs verkaufen und trägst das Kursrisiko. Passen beide zusammen, spielt die Schwankung zwischendurch für dich eine kleinere Rolle.

Wie sicher sind Pfandbriefe und Bankanleihen?

Pfandbriefe und Bankanleihen fallen beide nicht unter die Einlagensicherung; wie sicher sie sind, hängt davon ab, was hinter dem Papier steht: beim Pfandbrief eine gesetzlich vorgeschriebene Deckung, bei der Bankanleihe in der Regel allein die Zahlungsfähigkeit der Bank.

Pfandbriefe beziehen ihre Sicherheit aus dieser Deckung. Die umlaufenden Pfandbriefe müssen jederzeit nach dem Barwert gedeckt sein, mit einer Überdeckung von 2 Prozent (§ 4 Pfandbriefgesetz; Stand: September 2026). Vereinfacht gesagt: Die Sicherheiten dahinter müssen etwas mehr wert sein als die Pfandbriefe selbst. Wird die Pfandbriefbank insolvent, bilden die eingetragenen Deckungswerte eine getrennte Vermögensmasse, die nicht zur Insolvenzmasse gehört (§ 30 Pfandbriefgesetz). Eine Garantie ist die Deckung nicht. Vor Fälligkeit schwankt der Kurs zudem wie bei jeder Anleihe.

Bankanleihen und Zertifikate sind Inhaberschuldverschreibungen, in der Regel ohne gesetzliche Deckung. Wird die Bank zahlungsunfähig, springt für diese Papiere keine Entschädigungseinrichtung ein; dieses Emittentenrisiko trägst du. Der Name einer Bank auf dem Papier bedeutet also nicht automatisch Schutz bis 100.000 Euro. Wie Aktien und Fonds liegen diese Papiere in der Regel in deinem Depot. Fällt die depotführende Bank aus, gelten dafür eigene Regeln.

Was passiert mit deinem Depot, wenn die Bank pleitegeht?

Wertpapiere im Depot bleiben bei einer Bankpleite dein Eigentum und werden ausgesondert, sofern sie nicht als Kreditsicherheit dienen; Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Einleger und Bank geschützt; gegen Kursverluste sowie den Ausfall des Emittenten schützt dagegen keine dieser Regeln (Stand: September 2026).

Ausgesondert heißt: Die Papiere werden an dich herausgegeben oder auf ein anderes Depot übertragen. Die Grundlage ist § 47 InsO: Wer geltend machen kann, dass ein Gegenstand nicht zur Insolvenzmasse gehört, zählt nicht zu den Insolvenzgläubigern. Fällt eine Aktie im Kurs, bekommst du also genau diese Aktie zurück, mit ihrem gesunkenen Wert. Mehr dazu, was ein Depot ist und wie es geschützt ist, liest du in unserem Depot-Beitrag.

Schützt eine sichere Geldanlage vor Inflation?

Nein, gegen Inflation schützen weder die Einlagensicherung noch die Rückzahlung zum Nennwert. Beide sichern Euro-Beträge; was du dir davon später kaufen kannst, sichert keine der beiden.

Eine Modellrechnung zeigt die Größenordnung. Angenommen, die Preise steigen dauerhaft um 2 Prozent pro Jahr, was dem mittelfristigen Inflationsziel der EZB entspricht. Dann bleiben nach zehn Jahren rund 82 Prozent der heutigen Kaufkraft, nach rund 35 Jahren die Hälfte. Die Rechnung beruht allein auf dieser Annahme; wie sich die Preise tatsächlich entwickeln, weiß vorher niemand. Liegt die Inflation höher, sinkt die Kaufkraft schneller.

Im Alltag heißt das: 100.000 Euro bleiben auf dem Kontoauszug 100.000 Euro, der Wocheneinkauf wird trotzdem teurer. Ob ein Zins das ausgleicht, hängt vom jeweiligen Zinsniveau ab.

Anlagen wie z. B. Aktien oder Immobilien können langfristig mit der Inflation Schritt halten. Zwischen Ertrag und Risiko besteht allerdings ein empirisch beobachteter Zusammenhang: Anlagen mit höheren Ertragschancen schwanken in der Regel stärker und können auch deutliche Verluste bringen. Einen zugesagten Inflationsschutz bietet keine der Anlageformen in diesem Beitrag.

Wie schnell kommst du an dein Geld, wenn du es brauchst?

Verfügbarkeit hat zwei Seiten: ob du an dein Geld kommst und zu welchem Wert. Tagesgeld ist in der Regel täglich zum Nennwert verfügbar; Anleihen, Aktien und Fonds sind in der Regel börsentäglich handelbar, allerdings zum aktuellen Kurs.

Liquidität ist ein strategischer Baustein deines Vermögens: Wer Geld für Notfälle und bekannte Ausgaben bewusst einplant, muss in einer schwachen Marktphase im besten Fall nichts verkaufen.

Mehr dazu liest du in unseren Beiträgen zu Geld, das du in den nächsten ein bis zwei Jahren brauchst und dazu, wie viel Geld auf dem Tagesgeldkonto liegen sollte.

Welche Geldanlage ist für dich die sicherste?

Was für dich die sicherste Geldanlage ist, hängt von deinem Gesamtvermögen ab, genauer: von Zweck und Zeitpunkt jedes einzelnen Betrags. Jeder Betrag bekommt dabei eine Aufgabe, die zu seinem Zeitpunkt passt: Bei Geld für die nächsten Monate zählt meist der Nennwert, bei Geld für die nächsten Jahrzehnte häufig die Kaufkraft. Ausschalten lässt sich das Kaufkraftrisiko damit nicht.

Was wir in der Vermögensverwaltung häufig beobachten: Hohe Kontobestände sind eher eine aufgeschobene Entscheidung als ein bewusst gewähltes Sicherheitsbedürfnis.

Hilfreich sind drei Fragen, bevor es um die Anlage geht:

  1. Wofür ist der Betrag da?
  2. Wann wirst du ihn voraussichtlich brauchen?
  3. Wogegen muss er vor allem geschützt sein: Nennwert, Ausfall, Kaufkraft oder Verfügbarkeit?

Wie eine Aufteilung nach Zweck und Zeitpunkt aussehen kann, zeigen wir an 3 Beispielen aus unserer Praxis. Wie du dein Vermögen grundsätzlich auf Anlageklassen aufteilst, erklären wir im Beitrag zur Asset Allocation.

Das Ziel ist eine Aufteilung, mit der du ruhig schlafen kannst, auch wenn einzelne Teile zwischendurch schwanken. Eine Garantie gegen Verluste bietet allerdings auch eine gut geplante Aufteilung nicht.

Wie wir bei Albrecht, Kitta & Co. die Frage nach Sicherheit mit dir klären

Im Rahmen unserer Vermögen360-Analyse machen wir mit dem ak. Optimizer dein Gesamtvermögen sichtbar, also Struktur, Kosten und Klumpenrisiken über alle Vermögenswerte hinweg. Ein Klumpenrisiko entsteht z. B., wenn ein großer Teil des Vermögens als Guthaben bei einer einzigen Bank liegt oder in wenigen Einzelwerten steckt. Aus diesem Gesamtbild entwickeln wir die strategische Asset Allocation, passend zu deinen Zielen und deiner Risikotragfähigkeit.

Als zweiter Baustein der Vermögen360-Analyse stellt ak. Planning deine Einnahmen und Ausgaben im Zeitverlauf gegenüber, inklusive vorhersehbarer Cash-Events wie einer Erbschaft. Aus dieser Gegenüberstellung planen wir deine Liquidität, abgestimmt auf die Zahlungen, die bei dir anstehen, z. B. für eine Renovierung, eine größere Anschaffung oder weitere absehbare Ausgaben. Die Marktrisiken im investierten Teil bleiben; ein besseres Ergebnis sagen wir damit nicht zu.

Im laufenden Mandat sprechen wir in der Regel einmal pro Quartal mit dir darüber, ob die Aufteilung noch zu deiner Situation passt. Mehr über unsere Vermögensverwaltung.

Sprich mit uns

Liegt auf deinem Konto ein Betrag, bei dem du nicht genau weißt, wogegen er geschützt sein soll? Dann lass uns darüber sprechen. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Ein individuelles Mandat übernehmen wir bei Albrecht, Kitta & Co. in der Regel ab 1 Million Euro. Für kleinere Vermögen gibt es ak.digital ab 25.000 Euro, mit derselben Anlagephilosophie.

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Häufige Fragen zur sichersten Geldanlage

Sind zwei Konten bei zwei Marken derselben Bank doppelt geschützt?

Nein. Tritt eine Bank unter mehreren Marken mit derselben Banklizenz auf, werden alle Guthaben bei diesen Marken zusammengerechnet. Die gesetzliche Einlagensicherung gilt bis 100.000 Euro je Einleger und Bank (Stand: September 2026). Welche Marken zu deiner Bank gehören, steht im Informationsbogen für Einleger.

Gibt es Bundesschatzbriefe noch?

Nein. Neue Bundesschatzbriefe gibt es seit Ende 2012 nicht mehr, die letzten sind 2019 ausgelaufen. Heute gibt der Bund z. B. Bundesschatzanweisungen, Bundesobligationen und Bundesanleihen aus (Stand: September 2026). Kaufen kannst du sie über eine Bank oder die Börse. Direkt beim Bund geht das seit Ende 2012 nicht mehr.

Wie sicher sind Pfandbriefe?

Pfandbriefe fallen nicht unter die Einlagensicherung; sie beziehen ihre Sicherheit aus einer gesetzlich vorgeschriebenen Deckung, ihr Kurs schwankt vor Fälligkeit allerdings wie bei jeder Anleihe (Stand: September 2026). Wird die Pfandbriefbank insolvent, gehören die eingetragenen Deckungswerte nicht zur Insolvenzmasse (§ 30 Pfandbriefgesetz). Eine Garantie für die Rückzahlung ist die Deckung nicht.

Wie schnell bekomme ich mein Geld bei einer Bankpleite zurück?

Gesetzlich geschützte Guthaben bis 100.000 Euro je Einleger und Bank werden ohne Antrag binnen sieben Arbeitstagen erstattet, nachdem die BaFin den Entschädigungsfall festgestellt hat. In Sonderfällen, z. B. für den Erlös aus dem Verkauf einer privat genutzten Wohnimmobilie, sind bis zu sechs Monate nach der Gutschrift bis 500.000 Euro geschützt. Für den Teil über 100.000 Euro laufen die sieben Arbeitstage erst ab Eingang deiner schriftlichen Anmeldung mit Nachweis (Stand: September 2026).

Was ist sicherer: Tagesgeld oder Bundesanleihen?

Das hängt davon ab, wogegen dein Geld sicher sein soll. Tagesgeld ist nennwertstabil, in der Regel täglich verfügbar und gesetzlich bis 100.000 Euro je Einleger und Bank geschützt (Stand: September 2026). Bundesanleihen kennen keine solche Betragsgrenze und werden bei Fälligkeit zum Nennwert zurückgezahlt, sofern der Bund zahlt. Vor Fälligkeit schwanken sie allerdings im Kurs. Gegen Kaufkraftverlust durch Inflation schützt keines von beiden, sofern es sich um herkömmlich verzinste Bundesanleihen handelt.

Ist Geld auf dem Konto die sicherste Geldanlage?

Guthaben auf dem Konto ist beim Euro-Betrag gesetzlich bis 100.000 Euro je Einleger und Bank gegen eine Bankpleite geschützt; gegen Kaufkraftverlust schützt die Einlagensicherung nicht (Stand: September 2026). Bei Albrecht, Kitta & Co. sehen wir hohe Kontobestände unserer Kundinnen und Kunden häufig eher als aufgeschobene Entscheidung denn als bewusst gewähltes Sicherheitsbedürfnis. Das zeigt sich besonders nach einer Erbschaft, einem Verkauf oder einer fälligen Anlage.

Dieser Beitrag dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung, Anlageempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Er ersetzt keine individuelle, auf deine persönliche Situation abgestimmte Beratung. Kapitalanlagen sind mit Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

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