Inhalt

Bild von Chris Holzheu

Chris Holzheu

Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.
Schrumpfendes weißes Sparschwein mit Goldmünzschlitz neben einem vollen identischen Sparschwein auf cremefarbenem Untergrund.

Was ist Kaufkraft und warum verliere ich sie durchs Sparen?

Bild von Chris Holzheu

Chris Holzheu

Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.

Inhalt

Kaufkraft beschreibt, wie viel du mit deinem Geld tatsächlich kaufen kannst. Wer spart, ohne auf Rendite zu achten, verliert Kaufkraft, weil die Inflation den realen Wert des Geldes über die Zeit aufzehrt. Liegt die Inflationsrate höher als der Zinssatz auf dem Sparkonto, schrumpft die Kaufkraft, auch wenn der nominale Kontostand steigt. Die folgenden Abschnitte erklären, wie dieser Prozess funktioniert und was du dagegen tun kannst.

Wie entsteht Kaufkraftverlust beim Sparen?

Kaufkraftverlust entsteht, wenn die Inflationsrate die Verzinsung deiner Ersparnisse übersteigt. Dein Geld wächst zwar nominal, kauft aber weniger als zuvor. Konkret: Wenn die Inflation bei zwei Prozent liegt und dein Sparkonto nur ein Prozent Zinsen abwirft, verlierst du real ein Prozent Kaufkraft pro Jahr.

Dieses Phänomen ist kein Ausnahmefall, sondern ein strukturelles Merkmal moderner Volkswirtschaften. Zentralbanken streben in der Regel eine moderate Inflation an, weil sie als Zeichen wirtschaftlicher Aktivität gilt. Für Sparerinnen und Sparer bedeutet das: Wer sein Geld einfach auf dem Konto parkt, kämpft dauerhaft gegen einen stillen Wertverlust.

Besonders deutlich wird das über längere Zeiträume. Was heute 10.000 Euro wert ist, hat in zwanzig Jahren bei einer durchschnittlichen Inflation von zwei Prozent eine reale Kaufkraft von rund 6.700 Euro. Der Betrag auf dem Konto bleibt gleich, die Menge an Gütern und Dienstleistungen, die du damit kaufen kannst, sinkt jedoch spürbar.

Warum schützt ein Sparkonto nicht vor Inflation?

Ein Sparkonto schützt nicht vor Inflation, weil die Zinsen in der Regel unterhalb der Inflationsrate liegen. Der nominale Zuwachs auf dem Konto täuscht darüber hinweg, dass der reale Geldwert sinkt. Sparkonten sind auf Sicherheit und Liquidität ausgelegt, nicht auf Kaufkrafterhalt.

Hinzu kommt, dass Banken die Zinssätze für Spareinlagen oft mit Verzögerung an das Zinsniveau anpassen. In Phasen steigender Inflation reagieren Sparkonten langsamer als die Märkte. Das bedeutet: Selbst wenn die Leitzinsen steigen, profitieren Sparerinnen und Sparer häufig erst mit zeitlichem Abstand.

Gut zu wissen: Ein Sparkonto erfüllt eine wichtige Funktion als Liquiditätsreserve für kurzfristige Ausgaben oder Notfälle. Für den langfristigen Kaufkrafterhalt ist es jedoch kein geeignetes Instrument. Wer sein Vermögen real erhalten möchte, braucht eine Strategie, die über das klassische Sparen hinausgeht.

Was ist der Unterschied zwischen nominalem und realem Geldwert?

Der nominale Geldwert ist der Betrag, der auf dem Kontoauszug steht. Der reale Geldwert beschreibt, was dieser Betrag tatsächlich kaufen kann, also bereinigt um die Inflation. Der Unterschied zwischen beiden ist entscheidend für jede langfristige Finanzplanung.

Ein einfaches Beispiel: Du legst 50.000 Euro an und erhältst nach zehn Jahren 55.000 Euro zurück. Nominal hast du 5.000 Euro gewonnen. Wenn die Inflation in diesem Zeitraum aber insgesamt zwölf Prozent betragen hat, ist dein realer Kaufkraftverlust trotz nominalem Gewinn spürbar.

Für Anlegerinnen und Anleger ist deshalb die reale Rendite die relevante Kennzahl. Sie ergibt sich vereinfacht aus der nominalen Rendite abzüglich der Inflationsrate. Nur wenn die reale Rendite positiv ist, wächst das Vermögen tatsächlich. Diese Unterscheidung sollte bei jeder Anlageentscheidung im Blick behalten werden.

Welche Anlageklassen können Kaufkraft langfristig erhalten?

Anlageklassen wie Aktien, Immobilien, Rohstoffe und inflationsgeschützte Anleihen haben historisch betrachtet das Potenzial gezeigt, Kaufkraft über lange Zeiträume zu erhalten oder zu steigern. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab, insbesondere von Anlagehorizont, Risikoprofil und Vermögensstruktur.

Hier ein Überblick über häufig diskutierte Anlageklassen und ihre Eigenschaften im Hinblick auf den Kaufkrafterhalt:

  • Aktien: Unternehmen können Preiserhöhungen weitergeben und profitieren langfristig von wirtschaftlichem Wachstum. Kurzfristig sind Kursschwankungen jedoch erheblich.
  • Immobilien: Sachwerte gelten als klassischer Inflationsschutz, da Mieten und Immobilienwerte tendenziell mit der Inflation steigen. Liquidität und Klumpenrisiken sind dabei zu beachten.
  • Rohstoffe und Edelmetalle: Gold etwa wird oft als Wertspeicher betrachtet, liefert aber keine laufenden Erträge und kann stark schwanken.
  • Inflationsindexierte Anleihen: Diese Papiere passen Zinszahlungen und Rückzahlungsbetrag an die Inflationsentwicklung an und bieten damit einen direkten Schutz.

Wichtig: Jede dieser Anlageklassen trägt Risiken. Eine breite Streuung über verschiedene Anlageklassen, auch Diversifikation genannt, kann helfen, Schwankungen abzufedern. Wie eine solche Streuung konkret aussehen sollte, ist individuell und lässt sich nicht pauschal beantworten. Mehr dazu, wie eine strukturierte professionelle Vermögensverwaltung dabei helfen kann, findest du auf unserer Website.

Wie berechnet man den realen Wertverlust von Ersparnissen?

Den realen Wertverlust von Ersparnissen berechnet man, indem man die Inflationsrate von der nominalen Verzinsung abzieht. Eine vereinfachte Formel lautet: Reale Rendite = nominale Rendite minus Inflationsrate. Ist das Ergebnis negativ, verlieren die Ersparnisse real an Wert.

Ein konkretes Rechenbeispiel ohne Gewähr auf Vollständigkeit:

  1. Du hast 20.000 Euro auf einem Konto mit 0,5 Prozent Zinsen pro Jahr.
  2. Die aktuelle Inflationsrate beträgt 2,5 Prozent.
  3. Deine reale Rendite beträgt 0,5 minus 2,5 = minus 2 Prozent.
  4. Nach einem Jahr hat dein Geld real rund 400 Euro weniger Kaufkraft, obwohl der Kontostand gestiegen ist.

Kleiner Tipp: Für eine genauere Berechnung über mehrere Jahre empfiehlt sich die Fisher-Gleichung, die den Zinseszinseffekt berücksichtigt. Für eine erste Einschätzung reicht die vereinfachte Subtraktion jedoch aus, um ein Gefühl für die Größenordnung des Kaufkraftverlusts zu bekommen.

Wer seine Ersparnisse und deren reale Entwicklung im Blick behalten möchte, sollte regelmäßig prüfen, ob die gewählte Anlageform noch zur aktuellen Inflationssituation passt. Eine ganzheitliche Vermögensanalyse kann dabei helfen, alle Vermögenswerte strukturiert zu betrachten.

Wann sollte man professionelle Hilfe beim Vermögenserhalt suchen?

Professionelle Unterstützung beim Vermögenserhalt ist sinnvoll, wenn das Vermögen eine Komplexität erreicht, die eine strukturierte Strategie erfordert, zum Beispiel wenn verschiedene Anlageklassen, Immobilien oder Beteiligungen zusammenkommen. Auch wer wenig Zeit für die eigene Vermögensverwaltung hat oder unsicher ist, wie er Kaufkraft langfristig erhalten kann, profitiert von externer Expertise.

Einige Situationen, in denen eine professionelle Begleitung besonders wertvoll sein kann:

  • Das Vermögen besteht aus mehreren Bausteinen wie Wertpapieren, Immobilien und Unternehmensbeteiligungen.
  • Es fehlt ein klarer Überblick darüber, wie das Gesamtvermögen real performt.
  • Lebensveränderungen wie Erbschaften, Unternehmensverkäufe oder der Eintritt in den Ruhestand erfordern eine Neuausrichtung.
  • Die bisherige Anlagestrategie wurde lange nicht überprüft und passt möglicherweise nicht mehr zur aktuellen Inflationssituation.

Kurz gesagt: Je komplexer das Vermögen und je länger der Anlagehorizont, desto mehr lohnt es sich, eine strukturierte Strategie zu entwickeln und regelmäßig zu überprüfen.

Wie ak. beim Erhalt deiner Kaufkraft unterstützt

Bei Albrecht, Kitta & Co. begleiten wir vermögende Privatpersonen, Stiftungen und Family Offices dabei, ihr Vermögen strukturiert und langfristig zu erhalten. Als unabhängige Vermögensverwaltung aus Hamburg entwickeln wir gemeinsam mit dir eine Anlagestrategie, die zu deiner individuellen Situation passt, und überprüfen sie regelmäßig.

Was wir dabei konkret tun:

  • Vermögen360-Analyse: Wir schaffen einen vollständigen Überblick über alle Vermögenswerte, von Wertpapieren über Immobilien bis hin zu Beteiligungen, und identifizieren, wo reale Kaufkraft verloren geht.
  • Individuelle Anlagestrategie: Auf Basis deines Risikoprofils, Anlagehorizonts und deiner Ziele entwickeln wir eine Strategie, die auf den langfristigen Kaufkrafterhalt ausgerichtet ist.
  • Laufende Begleitung: Wir überprüfen die Strategie regelmäßig und passen sie an veränderte Marktbedingungen oder Lebenssituationen an.
  • Family-Office-Services: Für Mandantinnen und Mandanten mit komplexen Vermögensstrukturen übernehmen wir auch die Koordination aller vermögensbezogenen Themen.

Wenn du wissen möchtest, wie dein Vermögen real aufgestellt ist und wie du Kaufkraftverlust gezielt entgegenwirken kannst, sprich uns gerne an. Wir freuen uns auf das Gespräch.

Ähnliche Artikel

Ein Aha-Moment pro Monat. Mindestens.

Erhalten Sie 1x pro Monat Tipps für Ihr Vermögen, exklusive Strategie- & Markt-Updates und mindestens einen Aha-Moment. 

Anika Albrecht von Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung lächelnd im Porträt mit E-Mail-Symbol, aufgenommen in der Hamburger Innenstadt – Ihr Kontakt für Newsletter-Themen.
☎️ ... wenn Sie sich einen Rückruf von uns wünschen.
 
➡️ Sie können unseren Newsletter jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand der Mails genutzt und nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Disclaimer

Vorab: vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.
Außerdem: Diese Publikation dient nur zu Informationszwecken und zur Nutzung durch den Empfänger. Sie stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung seitens oder im Auftrag der Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Investmentfonds dar. Die in der vorliegenden Publikation enthaltenen Informationen wurden aus Quellen zusammengetragen, die als zuverlässig gelten. Die Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH gibt jedoch keine Gewähr hinsichtlich deren Zuverlässigkeit und Vollständigkeit und lehnt jede Haftung für Verluste ab, die sich aus der Verwendung dieser Information ergeben.