Eine Vermögensverwaltung kannst du jederzeit wechseln, unter Einhaltung der vertraglichen Kündigungsfristen (häufig ein bis drei Monate). Der Wechsel läuft in vier Schritten ab: Auswahl, Vertrag, Kündigung, Depotübertrag. Den Übertrag wickelt der neue Vermögensverwalter meist für dich ab. Stand: Juni 2026.
Wer zu uns nach Hamburg wechselt, kommt nicht nur wegen der Performance. Viel häufiger fehlt das Gesamtbild. Der eine betreut das Depot. Die Immobilie läuft nebenher. Das Unternehmensvermögen liegt wieder woanders. So schaut niemand auf das Ganze. Genau hier setzt unsere Vermögen360-Analyse an.
Sein Vermögen jemand Neuem anzuvertrauen ist eine große Entscheidung und das nehmen wir ernst. Im Folgenden erfährst du, was ein Wechsel kostet und worauf du bei der Auswahl achten solltest.
Kann ich meine Vermögensverwaltung jederzeit wechseln?
Ja, du kannst deine Vermögensverwaltung jederzeit wechseln. Der Vertrag ist rechtlich ein Dienstvertrag. Du kannst ihn unter Einhaltung der Kündigungsfristen kündigen. Diese Fristen liegen häufig bei ein bis drei Monaten. Gesetzlich fix vorgeschrieben ist das aber nicht.
Die Kündigung erfolgt schriftlich. Am besten schickst du sie per Einschreiben, denn so hast du einen Nachweis. Wichtig ist, dass du die vertraglichen Fristen einhältst. Daneben gibt es das gesetzliche Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund (§ 314 BGB). Das greift zum Beispiel bei grundlegenden Änderungen der Anlagestrategie oder der Gebühren.
Kündige erst, wenn der neue Vertrag steht. So bleibt dein Vermögen lückenlos verwaltet. Bei Albrecht, Kitta & Co. schauen wir uns vorher dein bestehendes Depot genau an. Anschließend stimmen wir Kündigung und Depoteröffnung zeitlich aufeinander ab. Dadurch entsteht kein unverwaltetes Loch und du verpasst keine Marktchancen. Die meisten Vermögensverwalter unterstützen dich beim Wechsel und übernehmen oft die Formalitäten. Wie sich Depotbank und Vermögensverwalter sauber trennen, liest du in unserem Beitrag zur Trennung von Depotbank und Vermögensverwaltung.
Welche Gründe sprechen für einen Wechsel der Vermögensverwaltung?
Die häufigsten Gründe sind schnell genannt: eine nicht mehr passende Anlagestrategie, mangelnde Kommunikation, zu hohe Kosten oder eine schwächere Wertentwicklung als erwartet. Auch persönliche Veränderungen können einen Wechsel sinnvoll machen.
Konkrete Anlässe gibt es viele. Vielleicht bleibt die Wertentwicklung hinter vergleichbaren Marktindizes zurück. Vielleicht sind die Gespräche selten oder oberflächlich. Oder du verstehst die Kostenstruktur einfach nicht. Wenn dein Vermögensverwalter nicht auf deine Fragen eingeht, ist das ein deutliches Signal. Dann lohnt sich ein Gespräch oder der Gedanke an einen Wechsel.
In unseren Gesprächen hören wir aber am häufigsten einen anderen Punkt. Es fehlt der Blick aufs Gesamtvermögen, nicht nur aufs Depot. Vielleicht hat sich deine Risikobereitschaft verändert. Vielleicht brauchst du zusätzliche Leistungen wie Family-Office-Leistungen. Darauf sollte dein Vermögensverwalter eingehen können. Tut er das nicht, ist ein Wechsel zu einem passenderen Partner oft die richtige Wahl. Wie sich eine unabhängige Vermögensverwaltung von der Hausbank unterscheidet, zeigen wir im Beitrag unabhängige Vermögensverwaltung im Vergleich zur Hausbank.
Wie läuft der Wechsel zu einem neuen Vermögensverwalter ab?
Der Wechsel erfolgt in vier Schritten: Auswahl, Vertragsabschluss, Kündigung und Übertragung der Wertpapiere. Der gesamte Prozess dauert nach unserer Erfahrung meist vier bis acht Wochen. Vor allem Auswahl und Kündigungsfrist brauchen Zeit. Der reine Depotübertrag soll dagegen zügig erfolgen. Laut BaFin sind das in der Regel rund drei Wochen.
Zunächst führst du Gespräche mit möglichen neuen Vermögensverwaltern und triffst deine Wahl. Danach schließt du den Vertrag mit dem neuen Partner. Anschließend kündigst du den alten Vertrag fristgerecht. Parallel dazu wird ein neues Depot eröffnet.
Die Wertpapiere wandern dann per Depotübertrag in das neue Depot. Dafür erteilst du dem neuen Vermögensverwalter eine Vollmacht. So kann er den Übertrag für dich abwickeln. Die meisten Wertpapiere lassen sich direkt übertragen, also ohne Verkauf und Neukauf. Das kann Transaktionskosten sparen. Ob im Einzelfall steuerliche Aspekte zu beachten sind, klärst du bitte mit deiner Steuerberaterin oder deinem Steuerberater.
Während des Übertrags sind die Wertpapiere meist kurz nicht handelbar, nämlich bis zur Einbuchung im neuen Depot. Wir koordinieren den Zeitpunkt eng mit unserem Portfoliomanagement. Dadurch bleibt diese Phase möglichst kurz. Nach Möglichkeit legen wir sie in ruhigere Marktfenster. Kursveränderungen in dieser Zeit lassen sich allerdings nicht ausschließen.
Was kostet ein Wechsel der Vermögensverwaltung?
Ein Wechsel kostet in den meisten Fällen wenig oder gar nichts. Für den reinen Depotübertrag zwischen deutschen Banken darf die abgebende Bank kein eigenes Entgelt verlangen. Das hat der BGH 2004/2005 entschieden (Az. XI ZR 200/03). Lediglich tatsächliche Fremdspesen können anfallen, etwa bei ausländischen Lagerstellen.
Kosten entstehen vor allem durch Verkäufe. Betroffen sind Wertpapiere, die sich nicht übertragen lassen. Das sind zum Beispiel spezielle Fonds oder strukturierte Produkte. Dann fallen Transaktionskosten an, je nach Produkt auch Ausgabeaufschläge. Was die laufende Verwaltung kostet, erklären wir im Beitrag dazu, was ein Vermögensverwalter kostet.
Ein Wechsel kann außerdem steuerliche Aspekte haben. Diese behandeln wir hier bewusst nicht im Detail. Kläre sie bitte mit deiner Steuerberaterin oder deinem Steuerberater. Bei Albrecht, Kitta & Co. besprechen wir die Kosten transparent im Vorfeld. So weißt du vor dem Wechsel, womit du rechnen musst.
Wie finde ich den richtigen neuen Vermögensverwalter?
Den richtigen Vermögensverwalter findest du über eine systematische Auswahl. Wichtig sind deine eigenen Bedürfnisse, die Qualifikation des Anbieters und ausführliche persönliche Gespräche. Achte außerdem auf Unabhängigkeit, Transparenz, eine nachvollziehbare Kostenstruktur und eine gute persönliche Betreuung.
Beginne mit einer ehrlichen Analyse deiner Anforderungen. Welche Vermögensgröße verwaltest du? Welche Anlagestrategie passt zu dir? Brauchst du zusätzliche Leistungen wie Family-Office-Leistungen? Diese Klarheit hilft dir bei der Vorauswahl.
Achte besonders auf Unabhängigkeit und eine transparente Vergütung. Wie wir bei ak. über Geldanlage denken, zeigen wir in unseren 3 Praxisbeispielen, wie wir Vermögen strukturieren. Dort wird klar: erst die Strategie und die Asset Allocation, dann das einzelne Wertpapier. Wähle am Ende eine Vergütung, die du ohne Rückfragen verstehst.
Führe danach persönliche Gespräche mit mehreren Kandidaten. Lass dir das Vorgehen und die Anlagephilosophie erklären. Eine individuelle Strategie hängt von deiner Situation ab. Sie entsteht erst im persönlichen Gespräch. Zwei Fragen helfen dir dabei: Wer schaut auf mein gesamtes Vermögen, nicht nur aufs Depot? Und wer bleibt auch in unruhigen Marktphasen ansprechbar? Auch dein Bauchgefühl zählt, denn Vertrauen ist die Basis einer guten Zusammenarbeit.
So begleiten wir dich beim Wechsel deiner Vermögensverwaltung
Als unabhängige, inhabergeführte Vermögensverwaltung aus Hamburg begleiten wir dich beim Wechsel zu uns. Unser Ziel ist ein reibungsloser und nachvollziehbarer Übergang.
Unsere Begleitung umfasst:
- Analyse deiner aktuellen Vermögensstruktur und Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten
- Komplette Abwicklung des Depotwechsels inklusive aller Formalitäten
- Persönliche Begleitung durch einen festen Ansprechpartner
- Nahtlose Fortsetzung der Vermögensverwaltung ohne Unterbrechungen
- Transparente Kostenstruktur, die wir vorher mit dir besprechen
Grundlage ist unsere Vermögen360-Analyse. Wir schauen über alle Vermögenswerte hinweg. Dazu zählen nicht nur das Wertpapierdepot, sondern auch Immobilien, Unternehmensbeteiligungen oder Liquidität. So entsteht ein Gesamtbild. Daraus leiten wir gemeinsam mit dir eine passende Vermögensstruktur ab.
Diese Family-Office-Sicht aufs Ganze ist für uns kein Schlagwort, sondern gelebte Praxis. Als unabhängige, inhabergeführte Vermögensverwaltung richten wir uns konsequent an deinen Zielen aus. Mehr dazu findest du auf der Seite zu unserer Vermögensverwaltung. Willst du wissen, wie ein Wechsel zu uns für dich aussähe? Dann vereinbare gern ein unverbindliches Beratungsgespräch.
Häufige Fragen zum Wechsel der Vermögensverwaltung
Nach der Übertragung ist dein neues Depot meist kurzfristig nach der Einbuchung handelsfähig. Eine feste Tageszahl lässt sich nicht seriös nennen, das hängt von der Lagerstelle und von Auslandswerten ab. Bei Albrecht, Kitta & Co. führen wir das Erstgespräch zur Anlagestrategie schon vor der vollständigen Übertragung. So starten wir die Verwaltung, sobald die Wertpapiere verfügbar sind.
Bestehende Sparpläne kündigst du in der Regel beim alten Anbieter und richtest sie beim neuen Vermögensverwalter neu ein. Wir unterstützen dich dabei und passen die Pläne an deine Anlagestrategie an. Achte darauf, dass in der Übergangsphase keine Ausführungstermine verloren gehen.
Während der Umbuchung sind die Wertpapiere meist nicht handelbar, also bis zur Einbuchung im neuen Depot. Wie lange das dauert, hängt von der Lagerstelle ab. Wir legen den Zeitpunkt gemeinsam mit unserem Portfoliomanagement bewusst so, dass diese Phase kurz bleibt. Kursveränderungen lassen sich in dieser Zeit aber nicht ausschließen.
Faire Konditionen erkennst du an überschaubaren Kündigungsfristen von meist maximal drei Monaten, keinen Strafgebühren bei ordentlicher Kündigung und der kostenlosen Herausgabe aller Unterlagen. Vorsicht gilt bei automatischen Verlängerungsklauseln oder einer verweigerten Depotübertragung. Im Erstgespräch schauen wir deinen Vertrag gemeinsam an.
Fordere alle Depotauszüge, Jahresberichte und Kostenaufstellungen der letzten Jahre an, dazu eine Übersicht aller Transaktionen. Manche Unterlagen haben auch steuerliche Bedeutung. Welche das sind, klärst du bitte mit deiner Steuerberaterin oder deinem Steuerberater. Für unsere Vermögen360-Analyse hilft uns ein vollständiges Bild deiner Vermögenswerte.
Bei einem Depotwechsel wechselst du nur die Bank und behältst die Kontrolle über deine Anlageentscheidungen. Bei einem Vermögensverwalterwechsel überträgst du die laufende Verwaltung an einen neuen Vermögensverwalter. Dazu gehört dann auch eine neue Anlagestrategie und eine kontinuierliche Betreuung. Der entscheidende Unterschied ist für uns der Blick aufs Gesamtvermögen, nicht nur die Verwahrung bei einer Bank.