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Chris Holzheu

Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.
Matte weiße Münze mit erodierter Oberfläche und champagnergoldenem Rand, stehend auf cremefarbenem Untergrund im Studio-Licht.

Was bedeutet Inflation und wie beeinflusst sie mein Geld?

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Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.

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Inflation bedeutet, dass das allgemeine Preisniveau steigt und dein Geld dadurch weniger kaufen kann als zuvor. Vereinfacht gesagt: Für denselben Euro-Betrag bekommst du mit der Zeit weniger. Das betrifft Alltagsausgaben genauso wie langfristige Ersparnisse und damit die finanzielle Planung nahezu jeder Anlegerin und jedes Anlegers. Die folgenden Abschnitte erklären, wie Inflation entsteht, was sie misst und welche Möglichkeiten es gibt, das eigene Vermögen zu schützen.

Wie entsteht Inflation und was treibt sie an?

Inflation entsteht, wenn die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen das Angebot übersteigt, wenn Produktionskosten steigen oder wenn mehr Geld im Umlauf ist, als die Wirtschaft an realen Werten produziert. Das Ergebnis ist ein breiter Preisanstieg, der die Kaufkraft des Geldes schrittweise mindert.

In der Praxis gibt es mehrere Triebkräfte:

  • Nachfrageinflation: Wenn Konsumentinnen und Konsumenten oder der Staat mehr ausgeben, als die Wirtschaft liefern kann, steigen die Preise. Das passiert häufig in Phasen starken Wirtschaftswachstums.
  • Kosteninflation: Steigen die Kosten für Energie, Rohstoffe oder Löhne, geben Unternehmen diese Mehrkosten oft an die Kundschaft weiter. Gut zu wissen: Energiepreisschocks, wie sie in den Jahren 2021 und 2022 zu beobachten waren, sind ein klassisches Beispiel dafür.
  • Geldmengeninflation: Wenn Zentralbanken die Geldmenge stark ausweiten, ohne dass die Wirtschaftsleistung entsprechend wächst, verliert jeder einzelne Euro an Wert.
  • Importierte Inflation: Steigen die Preise im Ausland, etwa für Öl oder Lebensmittel, wirkt sich das auch auf die heimischen Preise aus.

Meistens wirken mehrere dieser Faktoren gleichzeitig. Inflation ist selten das Ergebnis einer einzigen Ursache, sondern ein Zusammenspiel aus wirtschaftlichen, politischen und globalen Entwicklungen.

Was misst der Verbraucherpreisindex und wie zuverlässig ist er?

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst, wie sich die Preise eines repräsentativen Warenkorbs aus Gütern und Dienstleistungen im Zeitverlauf verändern. Er gilt als wichtigster Indikator für die Inflationsrate in Deutschland und wird vom Statistischen Bundesamt monatlich veröffentlicht.

Der Warenkorb umfasst Kategorien wie Nahrungsmittel, Wohnen, Energie, Verkehr, Gesundheit und Freizeit. Die Gewichtung der einzelnen Kategorien orientiert sich an den durchschnittlichen Ausgaben privater Haushalte.

Wie zuverlässig ist der VPI? Er liefert ein gutes Gesamtbild, hat aber Grenzen:

  • Er bildet den Durchschnitt ab, nicht die individuelle Situation. Wer viel Energie verbraucht oder in einer teuren Stadt wohnt, spürt Inflation oft stärker, als der Index zeigt.
  • Qualitätsverbesserungen bei Produkten werden herausgerechnet, was die gemessene Inflation tendenziell dämpft.
  • Vermögenspreise wie Immobilien oder Aktien sind nicht direkt enthalten, obwohl sie für viele Anlegerinnen und Anleger relevant sind.

Kurz gesagt: Der VPI ist ein nützliches Werkzeug, aber kein perfektes Abbild der persönlichen Preisentwicklung. Wer sein Vermögen schützen möchte, sollte die eigene Ausgabenstruktur im Blick behalten.

Wie wirkt Inflation auf Ersparnisse und Kaufkraft?

Inflation mindert die Kaufkraft von Ersparnissen, weil Geld, das auf einem Konto liegt, nominal gleich bleibt, aber real weniger wert wird. Liegt die Inflationsrate über dem Zinssatz, den ein Sparkonto abwirft, verliert das angesparte Geld Jahr für Jahr an Wert.

Ein einfaches Beispiel: Beträgt die Inflationsrate zwei Prozent pro Jahr und das Tagesgeldkonto wirft nur ein Prozent Zinsen ab, verliert das Ersparte real ein Prozent an Kaufkraft, jedes Jahr. Über einen langen Zeitraum summiert sich das zu einem spürbaren Verlust.

Besonders betroffen sind:

  • Bargeld und unverzinste Konten, die keinerlei Ausgleich bieten
  • Festgeld mit langen Laufzeiten, wenn die Inflation unerwartet steigt
  • Lebensversicherungen mit garantierten Niedrigzinsen aus vergangenen Jahrzehnten

Der Geldwert ist also keine statische Größe. Wer langfristig Vermögen aufbauen oder erhalten möchte, muss die Inflation als festen Bestandteil der Planung berücksichtigen. Eine ganzheitliche Vermögensanalyse kann dabei helfen, die reale Entwicklung des Vermögens im Blick zu behalten.

Welche Anlageklassen gelten als Inflationsschutz?

Als Inflationsschutz gelten Anlageklassen, die in Phasen steigender Preise tendenziell ihren realen Wert erhalten oder sogar steigern können. Dazu zählen historisch vor allem Sachwerte wie Aktien, Immobilien, Rohstoffe und inflationsindexierte Anleihen. Wichtig: Kein Schutz ist absolut, und jede Anlageklasse trägt eigene Risiken.

Sachwerte und Aktien

Unternehmen können steigende Kosten oft an ihre Kundschaft weitergeben und so ihre Gewinne schützen. Aktien repräsentieren Anteile an realen Unternehmen und können daher langfristig mit der Inflation mithalten, auch wenn kurzfristige Schwankungen erheblich sein können.

Immobilien gelten ebenfalls als klassischer Sachwert. Mieteinnahmen können mit der Inflation steigen, und der Wert der Immobilie selbst ist an reale Güter gebunden. Allerdings hängt die Wertentwicklung stark von Lage, Zustand und Marktumfeld ab.

Rohstoffe und inflationsindexierte Anleihen

Rohstoffe wie Gold oder Energie sind oft direkt mit dem Preisniveau verknüpft und können in Inflationsphasen an Wert gewinnen. Sie schwanken jedoch stark und werfen keine laufenden Erträge ab.

Inflationsindexierte Anleihen, etwa die sogenannten Linker, passen ihren Nennwert und die Zinszahlungen an die Inflationsrate an. Sie bieten einen direkten Schutz, sind aber in ihrer Rendite begrenzt.

Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab: Anlagehorizont, Risikobereitschaft und die Gesamtstruktur des Vermögens spielen eine entscheidende Rolle. Pauschale Empfehlungen greifen hier zu kurz.

Was ist der Unterschied zwischen Inflation, Deflation und Stagflation?

Inflation bezeichnet steigende Preise und sinkende Kaufkraft. Deflation ist das Gegenteil: Die Preise fallen, was zunächst positiv klingt, aber wirtschaftlich gefährlich sein kann. Stagflation ist eine besonders schwierige Kombination aus hoher Inflation und wirtschaftlicher Stagnation oder Rezession.

Deflation: Wenn fallende Preise zum Problem werden

Bei Deflation sinken die Preise dauerhaft. Das klingt gut für Konsumentinnen und Konsumenten, führt aber dazu, dass Käufe aufgeschoben werden, weil morgen alles noch günstiger sein könnte. Unternehmen verlieren Umsatz, investieren weniger, bauen Stellen ab. Eine Deflationsspirale kann eine Volkswirtschaft in eine tiefe Krise ziehen, wie Japan in den 1990er Jahren gezeigt hat.

Stagflation: Das schwierigste Szenario

Stagflation verbindet hohe Inflation mit schwachem Wirtschaftswachstum und oft hoher Arbeitslosigkeit. Das ist für Zentralbanken besonders herausfordernd: Zinserhöhungen bekämpfen die Inflation, bremsen aber gleichzeitig die ohnehin schwache Wirtschaft weiter. Die 1970er Jahre in vielen westlichen Ländern gelten als historisches Beispiel für dieses Szenario.

Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet Stagflation, dass klassische Schutzstrategien an ihre Grenzen stoßen können, weil weder Aktien noch Anleihen zuverlässig funktionieren.

Wann greift die Europäische Zentralbank bei Inflation ein?

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat das Mandat, die Preisstabilität im Euroraum zu sichern. Ihr Ziel ist eine Inflationsrate von mittelfristig zwei Prozent. Weicht die tatsächliche Inflation deutlich davon ab, greift die EZB in der Regel über ihre Geldpolitik ein.

Das wichtigste Instrument ist der Leitzins. Steigt die Inflation deutlich über zwei Prozent, erhöht die EZB die Zinsen. Das verteuert Kredite, dämpft die Nachfrage und bremst den Preisanstieg. Umgekehrt senkt sie die Zinsen, wenn die Inflation zu niedrig ist oder die Wirtschaft schwächelt.

Weitere Instrumente der EZB umfassen:

  • Anleihekaufprogramme, mit denen sie Geld in den Markt pumpt oder entzieht
  • Mindestreserveanforderungen für Banken
  • Kommunikation und Erwartungssteuerung, die sogenannte Forward Guidance

Gut zu wissen: Die EZB reagiert auf die Inflation im gesamten Euroraum, nicht auf einzelne Länder. Das bedeutet, dass ihre Maßnahmen nicht immer zur wirtschaftlichen Lage in Deutschland passen, wenn sich die Mitgliedstaaten unterschiedlich entwickeln. Zinsänderungen wirken zudem mit Verzögerung, oft erst nach mehreren Monaten bis Jahren.

Wie ak. bei Inflationsschutz und Vermögenserhalt unterstützt

Inflation ist kein abstraktes Phänomen, sondern wirkt direkt auf das, was du dir heute und morgen leisten kannst. Bei ak. (Albrecht, Kitta & Co.) nehmen wir die reale Kaufkraftentwicklung deines Vermögens ernst und berücksichtigen sie als festen Bestandteil unserer Arbeit.

Was wir konkret tun:

  • Wir analysieren dein gesamtes Vermögen, einschließlich Immobilien, Beteiligungen und liquider Anlagen, im Rahmen unserer Vermögen360 Analyse, um ein vollständiges Bild der realen Vermögensentwicklung zu erhalten.
  • Wir entwickeln gemeinsam mit dir eine Anlagestrategie, die zu deinem Anlagehorizont, deiner Risikobereitschaft und deinen Zielen passt, und überprüfen sie regelmäßig.
  • Wir berücksichtigen Inflationsszenarien bei der Strukturierung deines Portfolios, ohne pauschale Empfehlungen zu geben, denn jede Situation ist individuell.
  • Als unabhängige Vermögensverwaltung aus Hamburg handeln wir ausschließlich in deinem Interesse, ohne Konzernvorgaben oder Produktvertrieb.

Wenn du wissen möchtest, wie gut dein Vermögen gegen Inflation aufgestellt ist, sprich uns an. Nimm Kontakt auf und wir schauen gemeinsam, was zu deiner Situation passt.

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