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Chris Holzheu

Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.
Zwei matte weiße Keramikgefäße mit Champagnergold-Rand auf cremefarbenem Untergrund in minimalistischer Studio-Komposition.

Notgroschen vs. Tagesgeld: Wie viel Geld gehört wirklich auf die Seite gelegt?

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Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.

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Als Notgroschen empfehlen Finanzexperten in der Regel drei bis sechs Nettomonatsgehälter, die jederzeit verfügbar sind. Wer selbstständig ist, größere finanzielle Verpflichtungen hat oder ein unregelmäßiges Einkommen bezieht, sollte eher zur oberen Grenze tendieren. Wie viel genau zu dir passt, hängt von deiner persönlichen Lebenssituation ab. Die folgenden Fragen helfen dir, die richtige Balance zwischen liquider Rücklage und sinnvoller Geldanlage zu finden.

Wie viel Geld sollte man als Notgroschen zurücklegen?

Als Faustregel gilt: Drei bis sechs Nettomonatsgehälter bilden eine solide Notreserve. Für eine Person mit 3.000 Euro Nettoeinkommen bedeutet das eine liquide Rücklage von 9.000 bis 18.000 Euro. Diese Spanne ist kein Zufall, sondern orientiert sich daran, wie lange es im Ernstfall dauern kann, bis neue Einnahmen fließen oder eine Versicherung zahlt.

Mehrere Faktoren beeinflussen, wo du innerhalb dieser Spanne landen solltest:

  • Beschäftigungssituation: Angestellte mit unbefristetem Vertrag kommen oft mit drei Monatsgehältern aus. Selbstständige und Freiberufler sollten eher sechs Monate einplanen.
  • Familiäre Verpflichtungen: Wer für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige mitverantwortlich ist, braucht mehr Puffer.
  • Laufende Fixkosten: Hohe Miete, Kredite oder Versicherungsbeiträge erhöhen den monatlichen Bedarf und damit auch die nötige Rücklage.
  • Bestehende Absicherungen: Wer gut versichert ist (Berufsunfähigkeit, Krankentagegeld), kann den Notgroschen etwas kleiner halten.

Gut zu wissen: Der Notgroschen ist kein Investitionsvehikel. Er soll nicht wachsen, sondern verlässlich da sein. Deshalb gehört er auf ein Konto, das täglich verfügbar ist und keine Kursschwankungen kennt.

Was ist der Unterschied zwischen Notgroschen und Tagesgeld?

Der Notgroschen ist ein Konzept, das Tagesgeld ist ein Produkt. Der Notgroschen beschreibt den Zweck: eine finanzielle Reserve für unvorhergesehene Ausgaben. Das Tagesgeldkonto ist eine der gängigsten Möglichkeiten, diesen Notgroschen zu parken, weil es täglich verfügbar ist und in der Regel mehr Zinsen bringt als ein Girokonto.

Kurz gesagt: Du legst deinen Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto an, nicht umgekehrt. Das Tagesgeldkonto kann auch für andere Zwecke genutzt werden, etwa für mittelfristiges Sparen. Der Notgroschen hingegen hat immer einen klaren Verwendungszweck: finanzielle Sicherheit im Ernstfall.

Ein weiterer Unterschied liegt in der Denkweise. Wer ein Tagesgeldkonto hat, denkt oft in Zinsen und Rendite. Wer einen Notgroschen aufbaut, denkt in Sicherheit und Verfügbarkeit. Beide Perspektiven sind richtig, sie ergänzen sich nur.

Warum reicht ein Girokonto für den Notgroschen nicht aus?

Ein Girokonto ist für den täglichen Zahlungsverkehr gedacht, nicht als Sparinstrument. Die meisten Girokonten bieten keine oder kaum Zinsen auf das Guthaben. Wer seinen Notgroschen dauerhaft auf dem Girokonto parkt, verliert durch Inflation real an Kaufkraft, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten.

Dazu kommt ein psychologischer Aspekt: Wenn Notgroschen und Alltagsgeld auf demselben Konto liegen, verschwimmt die Grenze. Viele Menschen greifen dann unbewusst auf die Reserve zurück, ohne es als solches wahrzunehmen. Ein separates Konto schafft mentale Klarheit.

Das Tagesgeldkonto löst beide Probleme: Es bietet in der Regel bessere Zinsen als das Girokonto und hält die Rücklage klar getrennt vom Alltagsgeld. Gleichzeitig bleibt das Geld täglich verfügbar, was für eine Notreserve unverzichtbar ist.

Wann sollte man den Notgroschen investieren statt sparen?

Den Notgroschen selbst sollte man nicht investieren. Er ist per Definition kein Anlagevermögen, sondern eine liquide Rücklage. Sobald der Notgroschen aber vollständig aufgebaut ist, stellt sich die Frage: Was passiert mit dem Geld darüber hinaus?

Alles, was über die drei bis sechs Nettomonatsgehälter hinausgeht und nicht kurzfristig gebraucht wird, kann grundsätzlich für eine längerfristige Anlage in Betracht gezogen werden. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

  • Anlagehorizont: Geld, das in den nächsten zwei bis drei Jahren gebraucht wird, gehört nicht in schwankungsanfällige Anlagen.
  • Risikoprofil: Wie viel Schwankung kannst und willst du aushalten?
  • Lebenssituation: Stehen größere Ausgaben an, etwa eine Immobilie oder eine Familiengründung?

Kleiner Tipp: Die Grenze zwischen „Sicherheitspuffer“ und „investierbarem Vermögen“ ist individuell. Wer sich unsicher ist, wo diese Grenze liegt, profitiert von einer strukturierten ganzheitlichen Vermögensanalyse, die alle Vermögenswerte und Lebensziele zusammen betrachtet.

Wie findet man den richtigen Tagesgeldanbieter?

Den richtigen Tagesgeldanbieter findet man, indem man drei Kriterien gleichzeitig bewertet: Einlagensicherung, Zinssatz und Konditionen. Kein einzelnes Kriterium reicht allein aus.

Worauf du konkret achten solltest:

  • Einlagensicherung: In der EU sind Einlagen bis 100.000 Euro pro Person und Bank gesetzlich geschützt. Achte darauf, bei welchem nationalen Sicherungssystem die Bank Mitglied ist, da die Qualität der Systeme variieren kann.
  • Zinssatz: Vergleiche den aktuellen Zinssatz, aber auch, ob es sich um einen dauerhaften oder einen befristeten Aktionszins handelt. Aktionszinsen laufen oft nach wenigen Monaten aus.
  • Verfügbarkeit: Stelle sicher, dass das Geld wirklich täglich verfügbar ist und keine Kündigungsfristen gelten.
  • Kontoführungsgebühren: Viele Tagesgeldkonten sind kostenlos, aber nicht alle. Prüfe das Kleingedruckte.
  • Bekanntheitsgrad und Seriosität: Unbekannte Anbieter mit sehr hohen Zinsen können ein Hinweis auf ein höheres Risiko sein.

Vergleichsportale können einen ersten Überblick geben, ersetzen aber keine individuelle Einschätzung, besonders wenn es um größere Summen geht.

Was passiert mit dem Notgroschen bei hoher Inflation?

Bei hoher Inflation verliert der Notgroschen real an Kaufkraft, auch wenn der nominale Betrag gleich bleibt. Das ist der strukturelle Nachteil jeder liquiden Rücklage: Sicherheit und Verfügbarkeit haben ihren Preis. Wer 15.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto hält und die Inflation liegt über dem Zinssatz, verliert Jahr für Jahr an realem Wert.

Das bedeutet aber nicht, dass man den Notgroschen auflösen oder riskanter anlegen sollte. Die finanzielle Sicherheit, die er bietet, hat einen Wert, der sich nicht in Zinsen messen lässt. Ein Notgroschen schützt davor, in einer Krise Anlagen zu ungünstigen Zeitpunkten verkaufen zu müssen, was oft teurer kommt als der Kaufkraftverlust durch Inflation.

Was du tun kannst: Überprüfe regelmäßig, ob der Betrag noch zur aktuellen Lebenssituation passt. Wenn die Lebenshaltungskosten gestiegen sind, sollte auch der Notgroschen entsprechend angepasst werden. Und alles, was dauerhaft über den Puffer hinausgeht, kann sinnvoll investiert werden, um der Inflation langfristig entgegenzuwirken.

Wie ak. bei der richtigen Balance zwischen Sicherheit und Anlage hilft

Die Frage, wie viel Geld als liquide Rücklage gehalten werden sollte und ab wann es sinnvoll investiert wird, ist keine rein mathematische. Sie hängt von deiner Lebenssituation, deinen Zielen und deinem Vermögen insgesamt ab.

Bei Albrecht, Kitta & Co. begleiten wir vermögende Privatpersonen, Stiftungen und Family Offices dabei, genau diese Balance zu finden. Was wir dabei konkret tun:

  • Wir analysieren dein gesamtes Vermögen strukturiert, einschließlich Liquidität, Immobilien und Beteiligungen, im Rahmen unserer Vermögen360 Analyse.
  • Wir helfen dir, zu verstehen, welcher Teil deines Vermögens wirklich als Reserve gehalten werden sollte und welcher Teil langfristig arbeiten kann.
  • Wir entwickeln gemeinsam mit dir eine Anlagestrategie, die zu deiner Situation passt, und überprüfen sie regelmäßig.
  • Als unabhängige Vermögensverwaltung aus Hamburg handeln wir ausschließlich in deinem Interesse, ohne Konzernvorgaben und ohne Transaktionsgebühren.

Wenn du wissen möchtest, wie eine strukturierte Betrachtung deines Vermögens aussehen kann, nimm gern Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf das Gespräch.

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