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Chris Holzheu

Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.
Elegantes Performance-Dashboard aus mattiertem Glas mit Balkendiagrammen in Navy und Bernstein, umgeben von geometrischen Formen auf cremefarbenem Hintergrund

Wie misst man die Performance einer Vermögensverwaltung?

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Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.

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Die Bewertung einer Vermögensverwaltung ist für Anleger eine der wichtigsten, aber auch komplexesten Aufgaben. Während viele sich ausschließlich auf die Rendite fokussieren, zeigt die Praxis, dass eine fundierte Performance-Bewertung deutlich mehr Faktoren berücksichtigen muss. Eine ganzheitliche Betrachtung schließt Risikoadjustierung, Benchmarkvergleiche und den zeitlichen Kontext ein.

Besonders für vermögende Privatpersonen, Stiftungen und Family Offices ist es entscheidend, die richtigen Kennzahlen zu verstehen und anzuwenden. Nur so lässt sich objektiv beurteilen, ob die gewählte Vermögensverwaltung die gesteckten Ziele erreicht und das Vermögen optimal für Sie arbeitet.

Was bedeutet Performance bei der Vermögensverwaltung?

Performance in der Vermögensverwaltung bezeichnet die Wertentwicklung eines Portfolios unter Berücksichtigung von Rendite, Risiko und Kosten über einen definierten Zeitraum. Sie misst, wie erfolgreich die gewählte Anlagestrategie die individuellen Vermögensziele erreicht.

Eine umfassende Performance-Betrachtung geht über die reine Renditeberechnung hinaus. Sie berücksichtigt die eingegangenen Risiken, vergleicht die Ergebnisse mit relevanten Benchmarks und bewertet die Konsistenz der Resultate. Besonders wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen absoluter Performance (tatsächliche Wertsteigerung) und relativer Performance (Vergleich mit einem Referenzindex).

Die Qualität einer Vermögensverwaltung zeigt sich nicht nur in guten Marktphasen, sondern insbesondere in ihrer Fähigkeit, Verluste in schwierigen Zeiten zu begrenzen. Eine professionelle Performance-Messung berücksichtigt daher sowohl das Upside-Potenzial als auch den Downside-Schutz einer Anlagestrategie.

Welche Kennzahlen sind für die Performance-Messung wichtig?

Die wichtigsten Kennzahlen für die Performance-Messung sind die annualisierte Rendite, die Volatilität, die Sharpe Ratio, der maximale Drawdown sowie Alpha und Beta. Diese Metriken ermöglichen eine mehrdimensionale Bewertung der Portfolioleistung.

Die annualisierte Rendite zeigt die durchschnittliche jährliche Wertsteigerung des Portfolios. Sie ist die Basis für alle weiteren Berechnungen, muss aber immer im Kontext des eingegangenen Risikos betrachtet werden.

Die Volatilität misst die Schwankungsbreite der Renditen und gibt Aufschluss über das Risiko einer Anlage. Eine niedrige Volatilität deutet auf stabilere Erträge hin, während eine hohe Volatilität auf größere Schwankungen hinweist.

Die Sharpe Ratio setzt Rendite und Risiko ins Verhältnis. Sie berechnet sich aus der Überrendite (Portfoliorendite minus risikofreier Zinssatz), geteilt durch die Volatilität. Je höher die Sharpe Ratio, desto besser ist das Rendite-Risiko-Verhältnis.

Der maximale Drawdown zeigt den größten Verlust vom Höchststand bis zum Tiefststand innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Diese Kennzahl ist besonders wichtig für die Bewertung des Verlustrisikos.

Alpha und Beta messen die Über- oder Unterperformance gegenüber einem Marktindex (Alpha) sowie die Sensitivität gegenüber Marktbewegungen (Beta). Ein positives Alpha weist auf einen Mehrwert durch aktives Management hin.

Wie wählt man die richtige Benchmark für den Vergleich?

Die richtige Benchmark sollte die Anlagestrategie und Risikostruktur des Portfolios widerspiegeln. Sie muss investierbar, transparent und repräsentativ für die gewählte Asset-Allokation sein. Erst eine passende Benchmark ermöglicht eine sinnvolle Performance-Bewertung.

Für ein ausgewogenes Portfolio mit 60 % Aktien und 40 % Anleihen wäre beispielsweise eine Kombination aus einem Aktienindex (wie dem MSCI World) und einem Anleihenindex angemessen. Die Gewichtung der Benchmark sollte der strategischen Asset-Allokation des Portfolios entsprechen.

Bei globalen Portfolios ist es wichtig, dass die Benchmark die geografische Verteilung berücksichtigt. Ein rein deutscher Index wäre für ein international diversifiziertes Portfolio nicht geeignet. Gleiches gilt für die Berücksichtigung verschiedener Anlageklassen wie Immobilien oder alternative Investments.

Besonders bei individuellen Vermögensstrukturen, wie sie unser Vermögen360 Konzept berücksichtigt, sollte die Benchmark an die spezifische Zusammensetzung angepasst werden. Standardindizes werden der Komplexität privater Vermögen oft nicht gerecht.

Über welchen Zeitraum sollte man Performance bewerten?

Performance sollte über mindestens einen vollständigen Marktzyklus von 3 bis 5 Jahren bewertet werden. Kurzfristige Betrachtungen von unter einem Jahr sind für strategische Entscheidungen meist nicht aussagekräftig, da sie zu stark von Marktschwankungen beeinflusst werden.

Ein angemessener Bewertungszeitraum hängt von der Anlagestrategie ab. Konservative Strategien zeigen ihre Stärken oft über längere Zeiträume, während wachstumsorientierte Ansätze möglicherweise bereits nach 3 bis 5 Jahren beurteilt werden können. Wichtig ist, dass der Zeitraum verschiedene Marktphasen umfasst.

Für eine umfassende Bewertung sollten verschiedene Zeitfenster betrachtet werden: 1 Jahr (aktueller Trend), 3 Jahre (mittelfristige Entwicklung) und 5+ Jahre (langfristige Konsistenz). Dies ermöglicht es, sowohl kurzfristige Erfolge als auch die Stabilität der Strategie zu beurteilen.

Besonders wichtig ist die Betrachtung der Performance in verschiedenen Marktphasen. Eine Vermögensverwaltung, die nur in Bullenmärkten gut abschneidet, aber in Krisenphasen überdurchschnittlich verliert, ist langfristig weniger wertvoll als eine, die konsistent moderate Ergebnisse liefert.

Wie berücksichtigt man Risiko bei der Performance-Bewertung?

Risiko wird durch risikoadjustierte Kennzahlen wie die Sharpe Ratio, die Sortino Ratio und die Calmar Ratio berücksichtigt. Diese Metriken setzen die erzielte Rendite ins Verhältnis zum eingegangenen Risiko und ermöglichen so eine qualitative Bewertung der Performance.

Die Sharpe Ratio ist die bekannteste risikoadjustierte Kennzahl. Sie zeigt, wie viel Zusatzrendite pro Einheit Risiko erzielt wurde. Eine Sharpe Ratio von über 1,0 gilt als gut, über 1,5 als sehr gut.

Die Sortino Ratio ist eine Weiterentwicklung der Sharpe Ratio und berücksichtigt nur die negative Volatilität (Downside-Risiko). Sie ist besonders aussagekräftig, da Anleger hauptsächlich Verluste, nicht aber Gewinne als Risiko empfinden.

Die Calmar Ratio setzt die annualisierte Rendite ins Verhältnis zum maximalen Drawdown. Diese Kennzahl ist besonders wertvoll für Anleger, die großen Wert auf Kapitalerhalt legen.

Zusätzlich sollte die Konsistenz der Ergebnisse betrachtet werden. Eine Strategie mit gleichmäßig positiven Jahresergebnissen ist oft wertvoller als eine mit sehr hohen und sehr niedrigen Jahren, selbst wenn die Durchschnittsrendite ähnlich ist.

Wie Albrecht, Kitta & Co. bei der Performance-Bewertung hilft

Wir unterstützen Sie bei der objektiven Bewertung Ihrer Vermögensverwaltung durch eine umfassende Performance-Analyse, die über reine Renditezahlen hinausgeht. Unser Ansatz berücksichtigt Ihre individuellen Ziele und Risikomanagement-Vorstellungen.

Unsere Leistungen umfassen:

  • Entwicklung passender Benchmarks für Ihre spezifische Asset-Allokation
  • Berechnung risikoadjustierter Kennzahlen wie Sharpe Ratio und maximaler Drawdown
  • Bewertung der Performance über verschiedene Zeiträume und Marktphasen
  • Transparente Darstellung aller Kosten und ihrer Auswirkung auf die Nettorendite
  • Regelmäßige Performance-Reports mit verständlichen Erklärungen

Als unabhängige Vermögensverwaltung verzichten wir auf Transaktionsgebühren und vertreiben keine eigenen Produkte. Dadurch sind unsere Performance-Bewertungen frei von Interessenkonflikten und ausschließlich auf Ihren Erfolg ausgerichtet. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Gespräch über Ihre Performance-Ziele und darüber, wie wir Sie dabei unterstützen können.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte ich die Performance meiner Vermögensverwaltung überprüfen?

Eine quartalsweise Überprüfung ist für die meisten Anleger ausreichend, da sie einen guten Überblick über die Entwicklung bietet, ohne zu kurzfristig zu reagieren. Monatliche Berichte können hilfreich sein, sollten aber nicht zu häufigen Strategieänderungen führen. Wichtiger als die Häufigkeit ist die systematische Analyse über längere Zeiträume von mindestens 3-5 Jahren.

Was tue ich, wenn meine Vermögensverwaltung dauerhaft schlechter abschneidet als die Benchmark?

Zunächst sollten Sie prüfen, ob die Benchmark wirklich zu Ihrer Anlagestrategie passt und ob externe Faktoren wie hohe Kosten die Performance beeinträchtigen. Falls die Underperformance über 2-3 Jahre anhält und nicht durch defensive Strategien in Bullenmärkten erklärbar ist, sollten Sie ein klärendes Gespräch mit Ihrem Vermögensverwalter führen oder eine zweite Meinung einholen.

Welche versteckten Kosten können die Performance meiner Vermögensverwaltung beeinträchtigen?

Neben den offensichtlichen Verwaltungsgebühren können Transaktionskosten, Ausgabeaufschläge bei Fonds, Depotgebühren und Währungsumrechnungskosten die Nettorendite erheblich reduzieren. Auch die Bid-Ask-Spreads beim Handel und mögliche Performance-Fees schmälern das Ergebnis. Verlangen Sie eine vollständige Kostenaufstellung aller anfallenden Gebühren, um die wahre Nettorendite zu ermitteln.

Wie erkenne ich, ob mein Vermögensverwalter wirklich Mehrwert schafft oder nur Glück hatte?

Echter Mehrwert zeigt sich in konsistent positiven Alpha-Werten über mehrere Marktzyklen hinweg und in der Fähigkeit, Verluste in Krisenphasen zu begrenzen. Glück erkennen Sie an unregelmäßigen, extremen Ausschlägen und Performance, die stark mit einem einzigen Markttrend korreliert. Analysieren Sie die risikoadjustierte Performance (Sharpe Ratio) und betrachten Sie, ob die Outperformance auch in verschiedenen Marktphasen erzielt wurde.

Sollte ich verschiedene Vermögensverwalter gleichzeitig beauftragen, um die Performance zu vergleichen?

Eine Diversifikation über mehrere Vermögensverwalter kann sinnvoll sein, insbesondere bei sehr großen Vermögen oder unterschiedlichen Anlagezielen. Beachten Sie jedoch, dass sich die Strategien überschneiden können und die Gesamtkosten steigen. Wichtiger ist oft eine klare Mandatsabgrenzung: Ein Verwalter für konservative Basisanlage, ein anderer für wachstumsorientierte Investments.

Wie gehe ich mit emotionalen Reaktionen auf schlechte Performance-Phasen um?

Definieren Sie im Voraus klare Kriterien für Strategieänderungen und halten Sie sich daran, anstatt emotional zu reagieren. Dokumentieren Sie Ihre langfristigen Ziele und erinnern Sie sich daran, dass temporäre Verluste bei langfristigen Strategien normal sind. Bei anhaltenden Sorgen sollten Sie das Gespräch mit Ihrem Vermögensverwalter suchen, um die Strategie und deren Risiken besser zu verstehen.

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Diese Publikation dient nur zu Informationszwecken und zur Nutzung durch den Empfänger. Sie stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung seitens oder im Auftrag der Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Investmentfonds dar. Die in der vorliegenden Publikation enthaltenen Informationen wurden aus Quellen zusammengetragen, die als zuverlässig gelten. Die Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH gibt jedoch keine Gewähr hinsichtlich deren Zuverlässigkeit und Vollständigkeit und lehnt jede Haftung für Verluste ab, die sich aus der Verwendung dieser Information ergeben.