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Chris Holzheu

Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.
Drei geometrische Kugeln in Weiß, Cremeweiß und Champagnergold in dreieckiger Anordnung auf cremefarbenem Untergrund, symbolisieren Diversifikation über Anlageklassen.

Was ist Diversifikation? Der Unterschied zwischen Streuung nach Ländern, Branchen und Anlageklassen

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Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.

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Diversifikation bedeutet, das Vermögen auf verschiedene Anlagen zu verteilen, um das Risiko zu streuen. Wer nicht alles auf eine Karte setzt, reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Entwicklungen, ohne zwingend auf Renditechancen verzichten zu müssen. Die folgenden Fragen klären, wie Portfolio-Streuung in der Praxis funktioniert und worauf es dabei wirklich ankommt.

Worin unterscheiden sich Länder-, Branchen- und Anlageklassen-Streuung?

Diversifikation nach Ländern, Branchen und Anlageklassen sind drei verschiedene Ebenen der Risikostreuung, die sich gegenseitig ergänzen. Jede Ebene schützt vor anderen Risikoquellen. Wer nur eine davon berücksichtigt, hat sein Portfolio möglicherweise weniger breit aufgestellt, als es auf den ersten Blick wirkt.

Diversifikation nach Ländern

Bei der geografischen Streuung wird das Vermögen auf verschiedene Länder und Regionen verteilt. Das schützt vor länderspezifischen Risiken wie politischen Krisen, Währungsschwankungen oder konjunkturellen Einbrüchen in einzelnen Volkswirtschaften. Ein Portfolio, das ausschließlich auf den deutschen oder europäischen Markt setzt, ist stärker von regionalen Entwicklungen abhängig.

Diversifikation nach Branchen

Die Branchenstreuung verteilt Anlagen auf unterschiedliche Wirtschaftssektoren, etwa Technologie, Gesundheit, Energie oder Konsumgüter. Branchen entwickeln sich oft unabhängig voneinander: Wenn der Technologiesektor unter Druck gerät, können defensive Sektoren wie Versorger oder Gesundheit stabiler bleiben. Wer nur in eine Branche investiert, trägt das volle Risiko eines sektorspezifischen Abschwungs.

Diversifikation nach Anlageklassen

Die Streuung über Anlageklassen ist die grundlegendste Form der Diversifikation. Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe und liquide Mittel reagieren unterschiedlich auf Marktbedingungen. In Phasen fallender Aktienmärkte können Anleihen oder Rohstoffe stabilisierend wirken, weil ihre Kursentwicklung oft weniger stark korreliert. Diese Ebene der Streuung beeinflusst das Risikoprofil eines Portfolios am stärksten.

Warum reicht es nicht, nur in viele Aktien zu investieren?

Viele Aktien im Portfolio zu halten, reduziert das sogenannte unsystematische Risiko, also das Risiko einzelner Unternehmen. Es bleibt jedoch das systematische Marktrisiko bestehen: Wenn Aktienmärkte weltweit fallen, fallen in der Regel auch breit gestreute Aktienportfolios. Wer ausschließlich in Aktien investiert, ist diesem Gesamtmarktrisiko vollständig ausgesetzt.

Ein weiterer Punkt: Viele Aktien können trotz unterschiedlicher Namen stark miteinander korrelieren. Technologieunternehmen aus verschiedenen Ländern reagieren oft ähnlich auf Zinsänderungen oder globale Konjunktureinbrüche. Echte Streuung entsteht erst, wenn Anlagen auf Klassen verteilt werden, die sich in verschiedenen Marktphasen unterschiedlich verhalten.

Gut zu wissen: Eine ganzheitliche Vermögensanalyse berücksichtigt nicht nur Aktien, sondern alle Vermögenswerte, einschließlich Immobilien und Beteiligungen, um ein wirklich ausgewogenes Bild zu erhalten.

Wie viele Positionen braucht ein gut diversifiziertes Portfolio?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Positionen, sondern wie unabhängig sich diese voneinander entwickeln. Ein Portfolio mit zwanzig stark korrelierten Aktien ist weniger gut gestreut als eines mit zehn Positionen aus verschiedenen Anlageklassen und Regionen.

In der Praxis zeigt sich, dass ein großer Teil des unsystematischen Risikos bereits mit einer überschaubaren Anzahl gut ausgewählter, unterschiedlicher Positionen reduziert werden kann. Ab einem bestimmten Punkt bringt jede zusätzliche Position kaum noch Diversifikationsgewinn, erhöht aber den Verwaltungsaufwand. Wichtiger als die reine Anzahl ist die Frage, ob die Positionen tatsächlich unterschiedliche Risikotreiber haben.

Was ist der Unterschied zwischen Diversifikation und Hedging?

Diversifikation verteilt das Risiko, indem verschiedene Anlagen kombiniert werden, die sich nicht gleichläufig entwickeln. Hedging hingegen sichert ein bestehendes Risiko gezielt ab, zum Beispiel durch Derivate oder gegenläufige Positionen. Beide Ansätze dienen dem Risikomanagement, funktionieren aber grundlegend anders.

Bei der Diversifikation entsteht der Schutzeffekt passiv durch die Zusammensetzung des Portfolios. Beim Hedging wird aktiv eine Gegenposition aufgebaut, die Verluste in einem bestimmten Bereich ausgleichen soll. Hedging ist in der Regel mit Kosten verbunden und erfordert präzises Timing und Fachwissen. Diversifikation ist struktureller Natur und wirkt dauerhaft, solange die Korrelationen zwischen den Anlagen niedrig bleiben.

Kurz gesagt: Diversifikation ist eine Grundstruktur des Portfolios, Hedging ist ein gezieltes Instrument für spezifische Risiken.

Kann zu viel Diversifikation schaden?

Ja, übermäßige Streuung kann die Rendite eines Portfolios verwässern. Dieses Phänomen wird manchmal als Diworsification bezeichnet: Wenn zu viele Positionen aufgenommen werden, gleichen sich Gewinne und Verluste so stark aus, dass kaum noch eine sinnvolle Rendite erzielt werden kann.

Außerdem steigt mit der Anzahl der Positionen der Verwaltungsaufwand. Wer hundert verschiedene Einzeltitel hält, verliert leicht den Überblick über die tatsächliche Risikostruktur des Portfolios. In manchen Fällen entstehen durch zu viele Positionen auch versteckte Überschneidungen: Wer mehrere breit gestreute Fonds kombiniert, hält möglicherweise dieselben Unternehmen mehrfach, ohne es zu merken.

Gute Diversifikation ist also kein Selbstzweck. Sie sollte gezielt eingesetzt werden, um echte Risikostreuung zu erzielen, nicht um möglichst viele Positionen zu sammeln.

Wie berücksichtigt eine professionelle Vermögensverwaltung Diversifikation?

Eine professionelle Vermögensverwaltung betrachtet Diversifikation nicht isoliert, sondern im Kontext des gesamten Vermögens und der individuellen Situation. Anlagehorizont, Risikoprofil, bestehende Vermögenswerte wie Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen und persönliche Ziele fließen in die Strukturierung des Portfolios ein.

Dabei geht es nicht nur darum, Verluste zu begrenzen. Eine durchdachte Streuung soll auch sicherstellen, dass das Portfolio in verschiedenen Marktphasen handlungsfähig bleibt und langfristig zu den Zielen der Anlegerin oder des Anlegers passt. Korrelationen zwischen Anlageklassen verändern sich im Zeitverlauf, weshalb eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Portfoliostruktur sinnvoll ist.

Kleiner Tipp: Wer neben Wertpapieren auch Immobilien oder Beteiligungen hält, sollte diese bei der Beurteilung der Gesamtstreuung unbedingt einbeziehen. Sonst entsteht ein verzerrtes Bild der tatsächlichen Risikoverteilung.

Wie ak. Diversifikation in der Vermögensverwaltung umsetzt

Bei Albrecht, Kitta & Co. betrachten wir Diversifikation als integralen Bestandteil jeder Anlagestrategie, nicht als nachträgliche Ergänzung. Unser Ansatz ist ganzheitlich: Wir beziehen alle Vermögenswerte in die Analyse ein, also nicht nur Wertpapiere, sondern auch Immobilien, Beteiligungen und andere Positionen.

  • Mit unserer Vermögen360-Analyse schaffen wir zunächst einen vollständigen Überblick über alle Vermögenswerte und deren Risikostruktur.
  • Auf dieser Basis entwickeln wir gemeinsam mit dir eine Anlagestrategie, die zu deiner Lebenssituation, deinem Anlagehorizont und deinen Zielen passt.
  • Wir überprüfen die Portfoliostruktur regelmäßig und passen sie an, wenn sich Marktbedingungen oder deine persönliche Situation verändern.
  • Als unabhängige Vermögensverwaltung aus Hamburg sind wir ausschließlich unseren Mandantinnen und Mandanten verpflichtet, ohne Konzernvorgaben oder Produktvertrieb.

Wenn du wissen möchtest, wie eine auf dich zugeschnittene Diversifikationsstrategie aussehen könnte, sprich uns gerne an. Wir nehmen uns Zeit für deine Situation und zeigen dir, wie eine professionelle Vermögensverwaltung konkret aussehen kann.

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