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Chris Holzheu

Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.
Isometrische Glaswaage im Gleichgewicht mit ETF-Balkendiagramm und Investmentfonds-Stapel auf hellem Hintergrund.

Was ist besser, ETFs oder Fonds?

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Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.

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Die Frage, ob ETFs oder Fonds die bessere Wahl sind, beschäftigt viele Anlegerinnen und Anleger. Grundsätzlich sind ETFs (Exchange Traded Funds) eine spezielle Form von Fonds, die passiv einen Index nachbilden, während aktiv gemanagte Fonds versuchen, durch gezielte Auswahl den Markt zu übertreffen. Die Entscheidung hängt von deinen individuellen Zielen, deinem Anlagehorizont und deiner Risikobereitschaft ab. Wie unsere Portfoliomanager betonen: Die Aufteilung auf Anlageklassen ist der dominierende Faktor für deine langfristige Performance.

Warum führen niedrige Kosten bei ETFs nicht automatisch zu höheren Renditen?

Viele Anlegerinnen und Anleger denken, dass niedrigere Kosten bei ETFs automatisch zu besseren Ergebnissen führen. Das stimmt so nicht: Wer sich allein auf die Kostenersparnis konzentriert, übersieht möglicherweise, dass eine unpassende Asset Allocation das Portfolio deutlich stärker belasten kann als die Gebührendifferenz. Ein ETF auf den falschen Index kann trotz niedriger Kosten schlechter abschneiden als ein gut gemanagter Fonds in der richtigen Anlageklasse. Sinnvoller ist es, zuerst die strategische Vermögensaufteilung festzulegen und erst dann über konkrete Instrumente nachzudenken.

Was signalisiert die Jagd nach dem „besten“ Fonds über deine Anlagestrategie?

Wer ständig nach dem besten Fonds oder ETF sucht, optimiert oft an der falschen Stelle: durch Einzeltitelauswahl, bevor die wichtigeren strategischen Entscheidungen getroffen sind. Das ist ein bisschen so, als würdest du für eine Reise von Hamburg nach New York das schnellste Auto wählen, obwohl das Flugzeug die einzig sinnvolle Option wäre. Hilfreicher ist es, zuerst die richtige Anlageklassen-Gewichtung für deine Situation zu finden, bevor du über spezifische Produkte nachdenkst.

Was ist der Unterschied zwischen ETFs und Fonds?

ETFs (Exchange Traded Funds) und traditionelle Investmentfonds unterscheiden sich in mehreren wesentlichen Punkten. ETFs sind passiv verwaltete Fonds, die einen bestimmten Index wie den DAX oder S&P 500 nachbilden. Sie werden wie Aktien an der Börse gehandelt und können jederzeit während der Handelszeiten gekauft oder verkauft werden.

Traditionelle Investmentfonds hingegen werden aktiv von Fondsmanagern verwaltet, die versuchen, durch gezielte Aktien- oder Anleihenauswahl eine bessere Performance als der Markt zu erzielen. Diese Fonds werden nur einmal täglich zum Nettoinventarwert gehandelt.

Ein weiterer wichtiger Unterschied liegt in der Transparenz: ETFs veröffentlichen ihre Zusammensetzung täglich, während aktive Fonds ihre Holdings meist nur quartalsweise offenlegen. Diese Unterschiede beeinflussen sowohl die Kosten als auch die Anlagestrategie erheblich.

Welche Kosten entstehen bei ETFs im Vergleich zu Fonds?

Die Kostenstruktur ist einer der markantesten Unterschiede zwischen ETFs und aktiv gemanagten Fonds. ETFs haben typischerweise eine Gesamtkostenquote (TER) zwischen 0,05 % und 0,75 % pro Jahr, während aktive Fonds oft zwischen 0,8 % und 2,5 % jährlich kosten.

Bei ETFs fallen zusätzlich Börsenhandelsgebühren an, die je nach Broker zwischen 0 und 10 Euro pro Transaktion liegen können. Aktive Fonds haben hingegen oft einen Ausgabeaufschlag von 3 bis 5 % beim Kauf, dafür aber meist keine Transaktionsgebühren bei regelmäßigen Sparplänen.

Gut zu wissen: Niedrigere Kosten bei ETFs bedeuten nicht automatisch eine bessere Nettorendite. Ein aktiver Fonds, der den Markt übertrifft und dabei höhere Gebühren hat, kann unter dem Strich trotzdem attraktiv sein. Entscheidend ist die Gesamtbetrachtung von Kosten und tatsächlicher Performance.

Wie unterscheiden sich die Renditen von ETFs und aktiven Fonds?

Die Renditediskussion zwischen ETFs und aktiven Fonds ist komplexer, als viele denken. ETFs liefern per Definition die Marktrendite minus Kosten: nicht mehr, aber auch nicht weniger. Bei einem DAX-ETF erhältst du also exakt die Entwicklung des deutschen Aktienindex abzüglich der Verwaltungsgebühren.

Aktive Fonds haben das Potenzial, den Markt zu über- oder zu untertreffen. Studien zeigen, dass ein Teil der aktiven Fonds langfristig eine Überrendite gegenüber ihrem Vergleichsindex erzielt. Die Herausforderung liegt darin, diese Fonds im Voraus zu identifizieren.

Aus unserer Erfahrung als Vermögensverwaltung wissen wir: Sowohl ETFs als auch aktive Fonds haben ihre Berechtigung, je nach Anlageziel und Marktphase. In effizienten Märkten wie dem US-Aktienmarkt können ETFs sinnvoll sein, während in weniger effizienten Bereichen oder bei speziellen Strategien aktive Fonds Vorteile bieten können.

Welche Risiken haben ETFs im Vergleich zu Investmentfonds?

Beide Anlageformen tragen das grundlegende Marktrisiko, unterscheiden sich aber in spezifischen Risikoprofilen. ETFs haben ein Tracking-Error-Risiko: Sie können minimal von ihrem Index abweichen, meist jedoch nur um wenige Basispunkte.

Ein besonderes Risiko bei ETFs ist das Liquiditätsrisiko in Krisenzeiten. Obwohl ETFs normalerweise sehr liquide sind, kann es in extremen Marktsituationen zu Spreads zwischen Börsenpreis und dem tatsächlichen Nettoinventarwert kommen.

Aktive Fonds tragen hingegen das Managerrisiko: die Gefahr, dass der Fondsmanager schlechte Entscheidungen trifft oder seine Strategie ändert. Gleichzeitig bieten sie die Möglichkeit, in fallenden Märkten defensiver zu agieren, wenn der Manager das entsprechend umsetzt.

Unser Risikomanagement zeigt: Das größte Risiko liegt nicht in der Wahl zwischen ETF oder Fonds, sondern in einer unausgewogenen Asset Allocation. Beide Instrumente können Teil einer durchdachten Strategie sein.

Für wen sind ETFs besser geeignet und wann können Fonds sinnvoll sein?

ETFs eignen sich besonders für kostenbewusste Anlegerinnen und Anleger mit einem langfristigen Anlagehorizont, die eine einfache, transparente Lösung suchen. Sie sind gut geeignet für Sparpläne und für alle, die selbst eine Asset Allocation umsetzen möchten. Auch für die Abbildung breiter Märkte wie Weltaktien oder Staatsanleihen sind ETFs oft eine effiziente Lösung.

Aktive Fonds können sinnvoll sein für Anleger, die bereit sind, höhere Kosten für das Potenzial einer Überrendite zu tragen. Besonders in spezialisierten Bereichen wie Schwellenländern, Small Caps oder alternativen Strategien können erfahrene Fondsmanager Mehrwert schaffen.

Die Realität zeigt: Viele professionelle Portfolios nutzen beide Ansätze. ETFs für die kostengünstige Abbildung der Kernpositionen und aktive Fonds für spezialisierte Bereiche oder taktische Allokationen. Die Entscheidung sollte immer im Kontext deiner gesamten Vermögensstrategie getroffen werden.

Wie Albrecht, Kitta & Co. bei der Geldanlage-Strategie unterstützt

Bei Albrecht, Kitta & Co. beginnen wir nicht mit der Frage nach ETFs oder Fonds, sondern mit deiner individuellen Situation. Unsere Vermögen360-Analyse bildet das Fundament für alle weiteren Entscheidungen:

  • Strategische Asset Allocation: Wir entwickeln gemeinsam mit dir eine Gewichtung verschiedener Anlageklassen, die zu deinen Zielen und deinem Risikoprofil passt.
  • Instrumentenauswahl: Erst nach der strategischen Festlegung wählen wir die passenden ETFs, aktiven Fonds oder anderen Instrumente aus.
  • Kontinuierliche Überprüfung: Unser Team beobachtet dein Portfolio regelmäßig und passt es an, damit die Balance zwischen Kosten und Performance stimmt.
  • Unabhängige Vermögensverwaltung: Als inhabergeführte Vermögensverwaltung aus Hamburg wählen wir die Lösung, die zu dir passt.

Möchtest du wissen, welche Kombination aus ETFs und Fonds zu deiner Situation passt? Vereinbare ein unverbindliches Gespräch mit unseren Vermögensverwaltern und wir entwickeln gemeinsam deine individuelle Anlagestrategie.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich ETFs und aktive Fonds in einem Portfolio kombinieren?

Ja, eine Kombination ist oft sinnvoll. ETFs eignen sich gut für kostengünstige Kernpositionen, etwa einen breit gestreuten Weltaktien-ETF, während aktive Fonds in spezialisierten Bereichen wie Schwellenländern oder alternativen Strategien Mehrwert schaffen können. Welche Mischung zu dir passt, hängt von deiner Gesamtstrategie ab.

Wie erkenne ich, ob ein aktiver Fonds sein Geld wert ist?

Schau dir die langfristige Performance über mindestens fünf bis zehn Jahre im Vergleich zum relevanten Index an und achte auf die Konsistenz der Ergebnisse in verschiedenen Marktphasen. Entscheidend ist, ob der Fonds nach Abzug aller Kosten eine bessere Nettorendite als ein vergleichbarer ETF erzielt hat. Vergangene Performance ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.

Welche Fehler sollte ich bei der ETF-Auswahl vermeiden?

Vermeide es, allein nach dem günstigsten ETF zu suchen, ohne die Anlageklasse zu berücksichtigen. Ein ETF auf Schwellenländer kann sinnvoller sein als ein günstigerer ETF auf Industrieländer, wenn deine Asset Allocation Emerging Markets vorsieht. Achte außerdem auf das Fondsvolumen und die Replikationsmethode.

Wie oft sollte ich mein ETF- und Fonds-Portfolio überprüfen?

Eine quartalsweise Überprüfung der strategischen Gewichtung reicht in der Regel aus. Häufige Umschichtungen aufgrund kurzfristiger Performance-Unterschiede sind meist nicht sinnvoll. Wichtiger ist die regelmäßige Kontrolle, ob deine Asset Allocation noch zu deiner Lebenssituation passt und ob einzelne Positionen stark von der Zielgewichtung abweichen.

Was passiert mit meinen ETFs oder Fonds in einer Finanzkrise?

Beide Instrumente unterliegen dem Marktrisiko und können in Krisenzeiten an Wert verlieren. ETFs bilden die Marktentwicklung ab, während aktive Fondsmanager versuchen können, Verluste zu begrenzen, ohne dass das gelingt. Deine Anteile bleiben als Sondervermögen auch bei einer Insolvenz des Anbieters geschützt. Eine breite Diversifikation über verschiedene Anlageklassen ist ein wichtiger Baustein zur Risikostreuung.

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