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Chris Holzheu

Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.
Wann lohnt sich eine Vermögensverwaltung? Fünf aufsteigende weiße Vermögensbausteine, geschützt von einem goldenen Bogen.

Wann lohnt sich eine Vermögensverwaltung? 5 Auslöser

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Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.

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Eine professionelle Vermögensverwaltung lohnt sich nicht ab einer festen Summe, sondern an bestimmten Punkten in deinem Leben. Fünf Momente lösen die Frage typischerweise aus: nach einem Unternehmensverkauf, nach einer Erbschaft, bei komplexen Vermögensstrukturen, beim Übergang in den Ruhestand oder wenn dir die Selbstverwaltung deines Depots zu viel Zeit und Nerven kostet. Als unabhängige Vermögensverwaltung und Family Office aus Hamburg sehen wir genau diese fünf Auslöser am häufigsten bei unseren Mandantinnen und Mandanten.

Zu wem eine Vermögensverwaltung passt, ist die eine Frage. Wann der richtige Moment dafür ist, eine andere. Die Zielgruppen-Frage beantworten wir ausführlich im Artikel für wen sich eine Vermögensverwaltung eignet. In diesem Beitrag geht es um den Zeitpunkt: die Ereignisse in deinem Leben, an denen sich die Frage nach professioneller Vermögensverwaltung überhaupt erst stellt.

Fünf Auslöser bestimmen diesen Zeitpunkt typischerweise:

  1. Unternehmensverkauf oder Betriebsübergabe
  2. Erbschaft
  3. Komplexe Vermögensstrukturen
  4. Übergang in den Ruhestand
  5. Wechsel vom Selbstanleger zur professionellen Vermögensverwaltung

Lohnt sich eine Vermögensverwaltung schon beim Unternehmensverkauf?

Aus unserer Erfahrung als Family Office ist ein Exit einer der häufigsten Momente, in denen sich unsere Mandantinnen und Mandanten für eine Vermögensverwaltung entscheiden. Ein Exit verändert dein Vermögen von einem Tag auf den anderen: Aus einer einzelnen, oft über Jahrzehnte gewachsenen Unternehmensbeteiligung wird plötzlich liquides Vermögen. Das wirft eine neue Frage auf: Wie verteilst du es sinnvoll, statt es auf einem einzigen großen Posten zu belassen?

Für den Zeitraum 2026 bis 2030 stehen in Deutschland rund 186.000 Unternehmen zur Übergabe an, im Schnitt etwa 37.200 pro Jahr (Quelle: IfM Bonn, „Unternehmensnachfolgen in Deutschland 2026 bis 2030“, 2025). Das umfasst die Nachfolge insgesamt, nicht nur den Verkauf mit Erlös. Die Größenordnung zeigt aber: Der Übergang aus der eigenen Firma heraus ist ein Moment, den sehr viele Unternehmerinnen und Unternehmer irgendwann erleben.

Genau diesen Übergang von der Einzelstruktur Unternehmensanteil zum diversifizierten Gesamtvermögen begleiten wir mit unserem Vermögen360-Baustein ak. Optimizer. Er macht zuerst Struktur und Klumpenrisiken sichtbar, also wenn zu viel Vermögen an einem einzelnen Wert hängt. Danach sprechen wir über die Strategie und kalkulieren eine passende Asset Allocation. Wie sich ein Erlös aus einem Exit sinnvoll in eine Anlagestrategie überführen lässt, zeigen 3 Beispiele aus unserer Praxis.

Ab wann ist eine Erbschaft ein guter Zeitpunkt für eine Vermögensverwaltung?

Sobald das geerbte Vermögen strukturiert werden muss, meist direkt nach dem Erbfall, kann es helfen, sich an eine Vermögensverwaltung zu wenden. Eine Erbschaft bringt oft plötzliches, unstrukturiertes Vermögen, zum Beispiel ein Depot, eine Immobilie, vielleicht Beteiligungen oder weitere Vermögenswerte, alles auf einmal. Selten passt das schon zu deiner eigenen Lebenssituation und deinen Zielen.

Genau hier hilft es, Depot, Immobilie und Beteiligungen sowie geerbtes und bestehendes Vermögen gemeinsam zu betrachten, nicht als lose Teile.

2026 werden nach einer Modellrechnung des DIW Berlin rund 117 Milliarden Euro Erbschafts- und Schenkungsvolumen erbschaftsteuerlich erfasst, mit einem Steueraufkommen von rund 12 Milliarden Euro (Quelle: DIW Berlin, Wochenbericht 2026/04-1, Stand 2026).

Das tatsächliche Gesamtvolumen liegt nach Einschätzung des DIW deutlich höher, weil viele Übertragungen unter den Freibeträgen bleiben und deshalb gar nicht erfasst werden. Die Größenordnung bleibt eine hohe zwei- bis dreistellige Milliardensumme jährlich, mit steigender Tendenz.

Das sind allgemeine Zahlen zur Erbschaftsteuer mit Stand 2026 und keine Steuerberatung. Wie sich das in deinem Fall auswirkt, klärst du am besten mit deiner Steuerberaterin oder deinem Steuerberater.

So groß die Summen insgesamt sind, so persönlich wird die Situation für die einzelne Erbin oder den einzelnen Erben. Nach einer Erbschaft treffen viele Menschen zum ersten Mal auf mehrere Bank- und Beratungsangebote gleichzeitig. Da bedarf es einer guten Struktur, um den Überblick zu behalten. Wie du mit plötzlichem Vermögen aus einer Erbschaft am besten umgehst, zeigen wir in einem eigenen Beitrag: was du mit plötzlichem Vermögen nach einer Erbschaft tun kannst.

Wann wird eine Vermögensverwaltung bei komplexen Vermögensstrukturen sinnvoll?

Nicht jeder Auslöser ist ein einzelnes Ereignis. Manchmal wächst die Komplexität über Jahre: eine vermietete Immobilie, eine Unternehmensbeteiligung und ein gewachsenes Wertpapierdepot stehen nebeneinander, ohne dass sie je gemeinsam betrachtet wurden. Genau an diesem Punkt wird eine Vermögensverwaltung sinnvoll, unabhängig von der Höhe des einzelnen Postens: Erst der Blick auf dein Gesamtvermögen zeigt, ob sich Risiken an einer Stelle häufen oder Chancen ungenutzt bleiben.

Besonders verzweigt wird es, wenn mehrere Personen mitentscheiden. Wie sich das bei Stiftungen, Erbengemeinschaften und Unternehmerfamilien auswirkt, haben wir in einem eigenen Beitrag beschrieben.

Ist der Übergang in den Ruhestand der richtige Moment?

Mit dem Ruhestand verschiebt sich das Ziel deiner Geldanlage. Bisher stand der Vermögensaufbau im Vordergrund, jetzt geht es um Vermögenserhalt und regelmäßige Entnahmen. Für deine Vermögensplanung ist das ein deutlicher Einschnitt, der bewusste Entscheidungen verlangt.

Die Regelaltersgrenze liegt aktuell bei 67 Jahren (für Jahrgänge ab 1964; Deutsche Rentenversicherung / § 235 SGB VI). Das tatsächliche Renteneintrittsalter lag 2024 im Schnitt bei 64,7 Jahren, 2004 noch bei rund 63 Jahren (Quelle: Destatis/Deutsche Rentenversicherung, Stand 2026). Gesetzliche Regelaltersgrenze und realer Ausstieg fallen also häufig auseinander: Der Übergang in den Ruhestand ist eher ein Prozess als ein festes Datum.

Gerade im Ruhestand zählt Kaufkraft doppelt, weil du von deinem Vermögen lebst statt weiter einzuzahlen. Ein Modellbeispiel zeigt das: Bei konstant 2 % Inflation pro Jahr und vor Steuern werden aus 1 Million Euro nach 10 Jahren real nur noch rund 820.000 Euro. Das ist ein Kaufkraftverlust von etwa 180.000 Euro.

Das merkst du allerdings nicht schwarz auf weiß anhand der Zahl auf deinem Konto. Du merkst es daran, dass derselbe Einkauf, dieselbe Reise oder dieselbe Tankfüllung in zehn Jahren mehr kostet, ohne dass sich an deinem Vermögen etwas ändert. Zur Einordnung: Die deutsche Inflationsrate lag im Juli 2026 bei 2,8 % (Destatis, Stand August 2026). Die 2 % im Modell sind das langfristige Inflationsziel der EZB und zum aktuellen Zeitpunkt eher optimistisch.

Nicht nur die Inflation wirkt sich im Ruhestand anders aus. Auch Marktschwankungen treffen dich jetzt zu einem Zeitpunkt, an dem du auf dein Vermögen angewiesen bist, statt weiter einzuzahlen.

Wer seinen Übergang zu volatilen Zeiten plant, profitiert von Erfahrung. Unsere Gründer haben Mandanten schon vor der ak.-Gründung durch die Finanzkrise 2008 begleitet. ak. selbst hat Mandanten seit der Gründung 2013 auch durch die Marktturbulenzen 2020 geführt.

Wann wird der Wechsel vom Selbstanleger sinnvoll?

Mit einem wachsenden Depot wächst auch die Komplexität: mehr Positionen, mehr Märkte, mehr Entscheidungen, die zusammenpassen müssen. Der Punkt, an dem die Selbstverwaltung mehr Zeit und Nerven kostet, als sie an Mehrwert bringt, ist individuell. Er ist aber real und für immer mehr Menschen relevant. Ein typisches Signal, das wir in der Praxis sehen: Du schiebst Entscheidungen auf, weil dir die Zeit fehlt. Oder dein Depot ist über die Jahre gewachsen, ohne dass die Struktur mitgewachsen ist.

2025 besaßen 14,1 Millionen Menschen in Deutschland Aktien, Aktienfonds oder ETFs, 2 Millionen mehr als 2024 (Quelle: Deutsches Aktieninstitut, „Aktionärszahlen 2025“, 13.01.2026). Die Gruppe der Selbstanleger wächst spürbar und mit ihr wächst die Zahl derer, die früher oder später an diesen Punkt kommen.

Der Wechsel muss dabei kein Alles-oder-nichts sein. Viele kombinieren einen professionell verwalteten Kern mit einem kleineren, selbst gesteuerten Teil ihres Depots (Core-Satellite-Ansatz, mehr dazu in der FAQ). Ob sich der Umstieg vom ETF-Sparplan für dich lohnt, haben wir in einem eigenen Beitrag vertieft: wann sich der Wechsel vom ETF-Sparplan lohnt.

Was kostet eine professionelle Vermögensverwaltung und ab wann steigst du ein?

Es gibt bei ak. zwei Einstiegspunkte. ak.DIGITAL ab 25.000 € ist die digitale Vermögensverwaltung für den Einstieg. Das klassische, persönlich betreute ak.-Mandat setzt i. d. R. ab rund 1 Million Euro an. Dazwischen liegt bewusst eine Spanne ohne feste Zwischenschwelle. Denn ob sich der Wechsel lohnt, hängt nicht allein von der Summe ab, sondern vom Moment in deinem Leben: von Unternehmensverkauf, Erbschaft, Ruhestand oder wachsendem Verwaltungsaufwand als Selbstanleger.

Die Gebühr richtet sich nach Umfang und Komplexität deines Mandats und wird im persönlichen Gespräch individuell besprochen. Die vollständige Kostenaufschlüsselung findest du im Beitrag für wen sich eine Vermögensverwaltung lohnt.

Wie unterstützt dich ak. an diesen fünf Momenten?

An allen fünf Auslösern ist der erste sinnvolle Schritt derselbe: Struktur schaffen, bevor über Strategie gesprochen wird. Im Rahmen der Vermögen360-Analyse macht der ak. Optimizer zunächst dein Gesamtvermögen sichtbar und zwar Struktur, Kosten und Klumpenrisiken über alle Vermögenswerte hinweg. Daraus entwickeln wir die strategische Asset Allocation, also die Aufteilung deines Vermögens auf Anlageklassen, passend zu deinen Zielen und deiner Risikotragfähigkeit.

Beim Übergang in den Ruhestand ergänzen wir diesen Schritt häufig um ak. Planning: Damit rechnen wir durch, wie lange dein Vermögen die gewünschte Entnahme trägt, auch wenn es zwischendurch eine Krise geben sollte.

Als unabhängige Vermögensverwaltung ordnen wir deine Situation für dich ein: Wir schauen auf dein Gesamtvermögen als Ganzes, nicht auf ein einzelnes Produkt.

Mehr zu unserer Vermögensverwaltung erfährst du hier.

Dein nächster Schritt

Ein Erstgespräch bei uns ist kostenlos und unverbindlich. Stehst du gerade in einem dieser fünf Momente, sortieren wir gemeinsam, was für dich sinnvoll ist. Vereinbare ein unverbindliches Erstgespräch.

Häufige Fragen zu Vermögensverwaltung und Zeitpunkt

Wann genau lohnt sich eine Vermögensverwaltung für mich?

Eine Vermögensverwaltung lohnt sich nicht an einer bestimmten Vermögenshöhe, sondern an einem bestimmten Moment in deinem Leben. Typische Auslöser sind ein Unternehmensverkauf, eine Erbschaft, eine erhöhte Komplexität des Vermögens, der Übergang in den Ruhestand oder wachsender Aufwand bei der Selbstverwaltung deines Depots.

Lohnt sich eine Vermögensverwaltung schon vor oder erst nach dem Unternehmensverkauf?

Vor dem Verkauf ist es sinnvoll, die Vermögensstruktur und Klumpenrisiken unabhängig von der Unternehmensbeteiligung sichtbar zu machen. Nach dem Verkauf steht die Frage im Vordergrund, wie du den Erlös auf mehrere Anlageklassen verteilst, statt ihn auf einem einzigen Konto liegen zu lassen.

Wann sollte ich nach einer Erbschaft über eine Vermögensverwaltung nachdenken?

Sinnvoll ist das, sobald das geerbte Vermögen strukturiert werden muss, meist direkt nach dem Erbfall. Wichtiger als eine feste Frist ist, dein bestehendes und das geerbte Vermögen gemeinsam einzuordnen. Steuerliche Fragen rund um die Erbschaft klärst du am besten mit deiner Steuerberaterin oder deinem Steuerberater. Wir ordnen die Vermögensseite ein.

Wann gilt eine Vermögensstruktur als komplex genug für eine Vermögensverwaltung?

Eine feste Grenze gibt es nicht. Ein Signal ist, wenn mehrere Vermögenswerte wie Immobilien, Unternehmensbeteiligungen und Wertpapiere nebeneinanderstehen, ohne dass sie je gemeinsam betrachtet wurden. Dann lohnt sich der Blick auf das Gesamtvermögen, unabhängig von der Höhe des einzelnen Postens.

Ist der Übergang in den Ruhestand ein guter Zeitpunkt für eine Vermögensverwaltung?

Ja, weil sich mit dem Ruhestand dein Anlageziel verschiebt: von Vermögensaufbau zu Vermögenserhalt und regelmäßiger Entnahme. Weil der reale Renteneintritt oft vom gesetzlichen Alter abweicht, lohnt sich eine Planung, die diesen Übergang als Prozess begleitet, statt ihn an ein festes Datum zu knüpfen. Mit ak. Planning rechnen wir durch, wie lange dein Vermögen die gewünschte Entnahme trägt, auch wenn die ersten Jahre schwach laufen.

Woran merke ich, dass ich als Selbstanleger an meine Grenzen komme?

Wir beobachten in der Praxis häufig drei Signale. Du schiebst Entscheidungen auf, weil dir die Zeit fehlt. Dein Depot ist über die Jahre gewachsen, ohne dass die Struktur mitgewachsen ist. Oder dir fehlt bei stärkeren Marktschwankungen die Ruhe, diszipliniert an deiner Strategie festzuhalten.

Kann ich bei einer Vermögensverwaltung noch selbst einzelne Anlageentscheidungen treffen?

Ja, zum Beispiel mit einem Core-Satellite-Ansatz. Der Core, also der Kern deines Depots, wird professionell und breit diversifiziert verwaltet. Daneben bleibt Raum für einen kleineren Satellite-Anteil, den du selbst steuerst, etwa für einzelne Aktien oder Themen, die dich persönlich interessieren. Was wir in der Praxis häufig sehen: Mandanten möchten bei einzelnen Positionen mitreden, meist bei Aktien aus der eigenen Branche oder Themen, die sie schon lange verfolgen. Der Satellite-Anteil bleibt dabei bewusst begrenzt, damit die Gesamtstruktur diversifiziert bleibt. Wie viel Raum dafür zu dir passt, besprechen wir im persönlichen Gespräch.

Was kostet eine professionelle Vermögensverwaltung?

Eine professionelle Vermögensverwaltung kostet in Deutschland typischerweise 0,5 % bis 2,0 % des verwalteten Vermögens pro Jahr (Stand 2026). Die Gebühr richtet sich nach Umfang und Komplexität deines Mandats und wird im persönlichen Gespräch individuell besprochen. Der Einstieg ist über ak.DIGITAL bereits ab 25.000 Euro möglich. Das klassische, persönlich betreute Mandat setzt i. d. R. ab rund 1 Million Euro an.

Muss ich mein ganzes Vermögen sofort übergeben, oder kann ich schrittweise umschichten?

Nein, ein schrittweiser Übergang ist möglich und in der Praxis üblich. Gerade nach einem Exit oder einer Erbschaft ergibt es oft Sinn, zunächst nur einen Teil zu übertragen. Die weitere Umschichtung planen wir dann in Etappen, statt alles auf einmal zu bewegen. Auf Basis der Vermögen360-Analyse erarbeiten wir dafür einen Umschichtungsplan mit konkreten Etappen.

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