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Chris Holzheu

Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.
Versiegelter matter weißer Umschlag mit champagnergoldenem Wachssiegel, angelehnt an gestaffelte weiße Blöcke auf cremefarbenem Hintergrund.

Erbschaft erhalten: Die ersten 5 Schritte, bevor du etwas investierst

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Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.

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Wer eine Erbschaft erhält, sollte nicht sofort investieren. Die wichtigsten ersten Schritte sind: Bestandsaufnahme des Nachlasses, steuerliche Beratung einholen, eine Wartezeit einplanen und erst dann gemeinsam mit einem Vermögensverwalter eine Anlagestrategie entwickeln. Wie lange das dauert und was dabei zu beachten ist, hängt von der Größe und Zusammensetzung des Erbes ab. Die folgenden fünf Fragen helfen dir, strukturiert vorzugehen.

Wie lange sollte man eine Erbschaft ruhen lassen, bevor man investiert?

Eine Erbschaft sollte in der Regel mindestens drei bis sechs Monate ruhen, bevor du erste Anlageentscheidungen triffst. Diese Zeit gibt dir Raum, den Nachlass vollständig zu erfassen, steuerliche Fragen zu klären und emotionale Distanz zu gewinnen, die für rationale Entscheidungen wichtig ist.

Der Tod eines nahestehenden Menschen und eine Erbschaft fallen selten getrennt voneinander. Wer in dieser Phase unter Druck handelt, trifft häufig Entscheidungen, die nicht zur eigenen Lebenssituation passen. Das gilt besonders dann, wenn das Erbe aus Immobilien, Beteiligungen oder einem gemischten Portfolio besteht, das zunächst bewertet werden muss.

Gut zu wissen: Geld, das kurzfristig auf einem Tagesgeldkonto oder in einem Geldmarktfonds geparkt wird, ist nicht verloren. Es gibt dir Zeit, ohne dass du auf Rendite vollständig verzichtest. Entscheidend ist, dass du in dieser Phase keine irreversiblen Entscheidungen triffst, etwa den schnellen Verkauf von Immobilien oder den Einstieg in komplexe Anlageprodukte.

Welche Steuern fallen auf eine Erbschaft in Deutschland an?

Eine Erbschaft kann in Deutschland steuerpflichtig sein. Ob und in welcher Höhe Erbschaftsteuer anfällt, hängt vom Verwandtschaftsgrad, der Höhe des Erbes und den geltenden Freibeträgen ab. Da sich steuerliche Regelungen ändern können und die individuelle Situation stark variiert, gehört dieses Thema in die Hände eines Steuerberaters.

Wir empfehlen, frühzeitig eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater hinzuzuziehen, bevor du irgendwelche Vermögenswerte veräußerst oder umschichtest. Bestimmte Handlungen, etwa der Verkauf von Wertpapieren oder Immobilien aus dem Nachlass, können steuerliche Konsequenzen haben, die sich im Vorfeld vermeiden oder zumindest planen lassen.

Kurz gesagt: Steuerliche Fragen sind ein eigenständiger Schritt im Prozess und kein Nebenthema. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert unnötige Belastungen.

Was gehört zu einer vollständigen Bestandsaufnahme des Nachlasses?

Eine vollständige Bestandsaufnahme des Nachlasses umfasst alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Erblassers: Bankkonten, Wertpapierdepots, Immobilien, Beteiligungen, Versicherungen, laufende Verträge und eventuelle Schulden. Erst wenn du das Gesamtbild kennst, kannst du sinnvoll planen.

In der Praxis zeigt sich, dass Nachlässe oft komplexer sind als zunächst erwartet. Häufig tauchen Konten bei verschiedenen Banken auf, Lebensversicherungen mit unterschiedlichen Begünstigten oder Immobilien mit ungeklärten Eigentumsverhältnissen. Eine strukturierte Bestandsaufnahme hilft, nichts zu übersehen und Prioritäten zu setzen.

Folgende Kategorien solltest du systematisch durchgehen:

  • Liquide Mittel: Girokonten, Tagesgeldkonten, Sparkonten
  • Wertpapiere: Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs in Depots
  • Immobilien: eigengenutzte und vermietete Objekte, Grundstücke
  • Beteiligungen: Unternehmensanteile, stille Beteiligungen
  • Versicherungen: Lebens- und Rentenversicherungen mit Rückkaufswert
  • Verbindlichkeiten: Kredite, Hypotheken, offene Rechnungen

Wer diesen Überblick hat, kann im nächsten Schritt entscheiden, was behalten, verkauft oder neu strukturiert werden soll. Eine ganzheitliche Vermögensanalyse kann dabei helfen, alle Bausteine in einem Gesamtbild zusammenzuführen.

Sollte man eine Erbschaft auf einmal oder schrittweise investieren?

Größere Erbschaften werden in der Regel schrittweise investiert, nicht auf einmal. Dieses Vorgehen, auch als gestaffelter Einstieg bekannt, reduziert das Risiko, zum falschen Zeitpunkt vollständig investiert zu sein. Wie schnell und in welchen Schritten das sinnvoll ist, hängt von der Marktlage, dem Anlagehorizont und der persönlichen Risikobereitschaft ab.

Ein Einmalinvestment kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein, etwa wenn der Anlagehorizont sehr lang ist und die Strategie klar definiert wurde. In der Praxis fühlen sich viele Erbinnen und Erben mit einem gestaffelten Einstieg wohler, weil er psychologisch leichter zu tragen ist und Raum für Korrekturen lässt.

Kleiner Tipp: Entscheide dich nicht allein auf Basis von Marktprognosen. Niemand kann den richtigen Einstiegszeitpunkt zuverlässig vorhersagen. Wichtiger ist eine Strategie, die zu deiner Lebenssituation, deinen Zielen und deiner Risikobereitschaft passt. Genau das ist der Ausgangspunkt einer professionellen Vermögensverwaltung.

Wann ist ein unabhängiger Vermögensverwalter der richtige Ansprechpartner?

Ein unabhängiger Vermögensverwalter ist dann der richtige Ansprechpartner, wenn das Erbe eine gewisse Komplexität erreicht, etwa durch verschiedene Anlageklassen, Immobilien oder Beteiligungen, und wenn du eine langfristige Strategie entwickeln möchtest, die zu deiner gesamten Lebenssituation passt.

Der entscheidende Unterschied zu einer Bankberatung liegt in der Unabhängigkeit: Ein Vermögensverwalter, der keine eigenen Produkte vertreibt und nicht auf Transaktionsbasis vergütet wird, hat andere Anreize als ein Berater, der Provisionen erhält. Das schafft eine andere Gesprächsgrundlage.

Sinnvoll ist der Schritt zu einem Vermögensverwalter besonders dann, wenn:

  • das Erbe aus mehreren Anlageklassen besteht und eine Gesamtstrategie fehlt
  • du wenig Zeit oder Erfahrung im Umgang mit Kapitalmarktanlagen hast
  • du langfristige Ziele hast, etwa Vermögenserhalt, Schenkungen oder Stiftungsgründung
  • du eine neutrale zweite Meinung zu bestehenden Anlagen oder Empfehlungen möchtest

Wie ak. (Albrecht, Kitta & Co.) beim Erbeanlegen unterstützt

Wir bei ak. begleiten Erbinnen und Erben von der ersten Bestandsaufnahme bis zur langfristigen Anlagestrategie. Als unabhängige Vermögensverwaltung aus Hamburg arbeiten wir ohne Konzernvorgaben und ohne Transaktionsgebühren, ausschließlich im Interesse unserer Mandantinnen und Mandanten.

Was wir konkret für dich tun:

  • Vermögen360-Analyse: Wir erfassen alle Vermögenswerte ganzheitlich, von Wertpapieren über Immobilien bis zu Beteiligungen, und schaffen damit die Grundlage für eine fundierte Strategie.
  • Individuelle Anlagestrategie: Wir entwickeln gemeinsam mit dir eine Strategie, die zu deinem Anlagehorizont, deiner Risikobereitschaft und deinen Zielen passt.
  • Family Office Services: Bei komplexen Nachlässen koordinieren wir auf Wunsch auch die Zusammenarbeit mit Steuerberatern, Anwälten und anderen Spezialisten.
  • Laufende Betreuung: Wir überprüfen die Strategie regelmäßig und passen sie an veränderte Lebensumstände oder Marktbedingungen an.

Wenn du eine Erbschaft erhalten hast und nicht weißt, wo du anfangen sollst, sprich einfach mit uns. Nimm Kontakt auf und wir schauen gemeinsam, wie wir dich am besten unterstützen können.

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