Rendite ist der Gewinn oder Verlust einer Geldanlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital, angegeben in Prozent. Um die Rendite zu berechnen, teilst du den Gewinn durch das eingesetzte Kapital und nimmst das Ergebnis mal 100. Zum Gewinn zählen die Kursveränderung und Erträge wie Zinsen oder Dividenden. Läuft eine Anlage mehrere Jahre, rechnest du mit der annualisierten Rendite auf ein Jahr um: Endwert durch Anfangswert teilen, das Ergebnis hoch 1 geteilt durch die Zahl der Jahre nehmen, 1 abziehen und mal 100.
Was dir tatsächlich bleibt, zeigt erst die Rendite nach Kosten, Steuern und Inflation. Aus unserer Sicht als Albrecht, Kitta & Co., unabhängige Vermögensverwaltung aus Hamburg, zählt vor allem diese Zahl, bezogen auf dein Gesamtvermögen. Aussagekräftig wird sie allerdings nur mit Zeitraum und Risiko daneben.
In diesem Beitrag zeigt ein durchgehendes Beispiel mit 50.000 €, wie aus angenommenen 6 % brutto bei 1 % Kosten, Steuern und 2 % Inflation rund 2,2 % real werden.
Wie berechnest du die Rendite? Die Formeln im Überblick
Diese fünf Renditeformeln decken die häufigsten Fälle ab:
| Frage | Formel | Beispiel | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Wie viel hat die Anlage insgesamt gebracht? (Gesamtrendite) | (Endwert − Anfangswert + Erträge) ÷ Anfangswert × 100 | 50.000 € → Kurswert 52.000 € + 1.000 € Ausschüttung | 6 % |
| Wie viel pro Jahr? (annualisierte Rendite, CAGR) | ((Endwert ÷ Anfangswert)^(1 ÷ Jahre) − 1) × 100 | 10.000 € → 13.382 € in 5 Jahren | rund 6 % p. a. |
| Was bleibt nach Kosten und Steuern? (Nettorendite) | (Ertrag − Kosten − Steuern) ÷ Anfangswert × 100 | 50.000 €, 6 % brutto, 1 % Kosten, Einzelperson, Pauschbetrag frei | 4,21 % |
| Was bleibt nach Inflation? (Realrendite) | ((1 + Rendite) ÷ (1 + Inflation) − 1) × 100 | 6 % vor Inflation, 2 % Inflation | 3,92 % |
| Wie viel schüttet die Anlage aus? (Ausschüttungsrendite) | Ausschüttung je Anteil ÷ aktueller Kurs × 100 | 2 € bei Kurs 80 € | 2,5 % |
Konkret: Du legst 50.000 € an. Nach einem Jahr steht der Kurswert bei 52.000 €, zusätzlich hast du 1.000 € Ausschüttung erhalten. Dein Ertrag beträgt also 2.000 € plus 1.000 €, zusammen 3.000 €. Geteilt durch 50.000 € ergibt das eine Gesamtrendite von 6 % vor Kosten und Steuern. Diese 50.000 € begleiten dich durch den ganzen Beitrag.
Die Kursrendite misst dagegen nur die Preisveränderung: Steigt eine Aktie von 100 € auf 115 €, sind das 15 %, ohne Dividende. Übrigens: Wer nur auf den Kurs schaut, kann Anlagen mit regelmäßigen Ausschüttungen unterschätzen. Im 50.000-€-Beispiel ergibt die Kursrendite 4 % statt 6 % (2.000 € ÷ 50.000 €).
Wie berechnest du die Rendite pro Jahr?
Die Rendite pro Jahr berechnest du mit der annualisierten Rendite, auch CAGR genannt (Compound Annual Growth Rate). Weil das 50.000-€-Beispiel nur ein Jahr läuft, brauchen wir ein zweites: Angenommen, aus 10.000 € werden in fünf Jahren 13.382 €. Dann rechnest du in drei Schritten:
- Endwert durch Anfangswert teilen: 13.382 ÷ 10.000 = 1,3382.
- Das Ergebnis hoch 1/5 nehmen, weil die Anlage fünf Jahre lief: 1,3382^(1/5) ≈ 1,06. Das Zeichen ^ steht für „hoch“, am Taschenrechner ist das die Taste xʸ.
- 1 abziehen und mit 100 malnehmen: rund 6 % pro Jahr.
Die Probe geht auf: 10.000 € × 1,06^5 (fünfmal mit 1,06 malgenommen) = 13.382,26 €.
Ein typischer Fehler ist, die Gesamtrendite einfach durch die Zahl der Jahre zu teilen. Die Gesamtrendite von 10.000 € auf 13.382 € liegt bei 33,82 %, geteilt durch fünf ergibt das 6,76 % statt rund 6 % pro Jahr. Das weist die Rendite zu hoch aus, weil im Endwert schon Erträge auf Erträge stecken. Mit der annualisierten Rendite vergleichst du Anlagen mit unterschiedlicher Laufzeit auf derselben Grundlage.
Tipp: In Excel oder Google Tabellen reicht =(13382/10000)^(1/5)-1, als Prozent formatiert zeigt die Zelle rund 6 %. Details zeigt der Beitrag, wie der Zinseszins wirkt.
Warum täuscht der Durchschnitt der Jahresrenditen?
Angenommen, eine Anlage steigt im ersten Jahr um 50 % und fällt im zweiten um 50 %. Aus 10.000 € werden erst 15.000 €, dann 7.500 €. Der einfache Durchschnitt der Jahresrenditen, das arithmetische Mittel, liegt bei 0 %. Tatsächlich stehen am Ende 25 % Verlust. Mit der CAGR-Formel sind das (7.500 ÷ 10.000)^(1/2) − 1 = −13,40 % pro Jahr, das geometrische Mittel. Es zeigt, was mit deinem Geld wirklich passiert ist.
Je stärker eine Anlage schwankt, desto weiter liegen beide Mittelwerte auseinander. Schwankung kann Rendite kosten, deshalb zählt beim Vergleich auch das Risiko.
Wie viel Rendite bleibt nach Kosten und Steuern?
Die Bruttorendite ist die Rendite vor Kosten und Steuern, die Nettorendite die Rendite nach Kosten und Steuern. Zu den Kosten zählen zum Beispiel die laufenden Produktkosten eines Fonds, Depotgebühren oder Transaktionskosten. Tipp: Rechne die Gesamtkosten über alle Posten zusammen. Was bei einer Vermögensverwaltung dazukommen kann, erklären wir im Beitrag zu den Kosten einer Vermögensverwaltung.
Über längere Zeit wirken Kosten stärker, als ein Prozentpunkt vermuten lässt. Wachsen 50.000 € zehn Jahre lang mit angenommen 6 % pro Jahr, stehen am Ende 89.542 €. Mit 5 % pro Jahr nach 1 % laufenden Kosten sind es 81.445 €, also rund 8.100 € weniger (vereinfacht, vor Steuern).
Für private Kapitalerträge gilt in Deutschland die Abgeltungsteuer von 25 % (§ 32d EStG). Darauf kommt der Solidaritätszuschlag von 5,5 % der Steuer (§ 4 SolZG), zusammen also 25 % × 1,055 = 26,375 % auf Kapitalerträge. Mit Kirchensteuer ermäßigt sich die Abgeltungsteuer (§ 32d Abs. 1 S. 3 EStG), die Gesamtbelastung liegt dann bei knapp 28 %. Vor der Steuer wird der Sparer-Pauschbetrag abgezogen: 1.000 € je Person, 2.000 € bei Zusammenveranlagung (§ 20 Abs. 9 EStG). Stand: September 2026.
Für das durchgehende Beispiel gilt:
- 50.000 € für ein Jahr, 6 % Bruttorendite,
- 1 % laufende Produktkosten im Fonds, die die Wertentwicklung direkt mindern,
- Gewinn im selben Jahr ausgeschüttet oder realisiert, gerechnet für eine Einzelperson.
Kirchensteuer, Teilfreistellung bei Fonds und Vorabpauschale bleiben der Einfachheit halber außen vor.
| Schritt | Rechnung | Betrag |
|---|---|---|
| Bruttoertrag | 6 % von 50.000 € | 3.000,00 € |
| minus laufende Kosten | 1 % von 50.000 € | − 500,00 € |
| Ertrag nach Kosten (5,00 %) | 2.500,00 € | |
| davon steuerfrei: Sparer-Pauschbetrag | 1.000,00 € | |
| davon zu versteuern | 2.500 € − 1.000 € | 1.500,00 € |
| minus Abgeltungsteuer | 25 % von 1.500 € | − 375,00 € |
| minus Solidaritätszuschlag | 5,5 % von 375 € | − 20,62 € |
| Nettoertrag | 2.500 € − 375 € − 20,62 € | 2.104,38 € |
| Nettorendite | 2.104,38 € ÷ 50.000 € | 4,21 % |
Bei 50.000 € Anlage, 1 % laufenden Kosten und vollem Sparer-Pauschbetrag einer Einzelperson werden aus 6 % brutto so 4,21 % netto. Bei Zusammenveranlagung mit 2.000 € Pauschbetrag sind es 4,74 %. Ist der Pauschbetrag schon durch andere Erträge ausgeschöpft, bleiben 3,68 %.
Die steuerlichen Angaben in diesem Beitrag sind allgemeine Information nach dem Stand September 2026 und keine Steuerberatung. Wie sich das in deinem Fall auswirkt, klärst du am besten mit deiner Steuerberaterin oder deinem Steuerberater.
Wie berechnest du die Realrendite?
Die Realrendite zeigt, wie viel Kaufkraft dir nach der Inflation bleibt. Exakt rechnest du ((1 + Rendite) ÷ (1 + Inflation) − 1) × 100. Prozentwerte setzt du dabei als Dezimalzahl ein: 6 % sind 0,06, 2 % sind 0,02. Bei 6 % Rendite vor Inflation (nominale Rendite) und 2 % Inflation ergibt das 1,06 ÷ 1,02 − 1 = 3,92 %. Die Näherung „Rendite minus Inflation“ liefert 4,00 % und liegt damit leicht zu hoch.
Für das durchgehende Beispiel nehmen wir 2 % Inflation an, den Zielwert der EZB für die mittelfristige Inflation (EZB, geldpolitische Beschlüsse vom 10.09.2026). Aus 4,21 % netto werden damit 1,0421 ÷ 1,02 − 1 = 2,17 % real. Kurz gesagt: Von 6 % brutto bleiben im Beispiel nach 1 % Kosten, Steuern und 2 % Inflation rund 2,2 % echter Kaufkraftzuwachs.
Die tatsächliche Inflation kann vom Zielwert abweichen. In Deutschland lag sie im September 2026 nach vorläufigen Zahlen bei 3,3 % (Destatis, Pressemitteilung vom 30.09.2026). Mit diesem Wert bleiben im Beispiel 1,0421 ÷ 1,033 − 1 = 0,88 % real. Das wirkt zwar ernüchternd, zeigt aber, worauf es für deine Planung ankommt: ob dein Vermögen real wächst.
Im Alltag merkst du den Kaufkraftverlust schleichend, etwa wenn derselbe Wocheneinkauf mehr kostet. Mehr dazu im Beitrag, wie Inflation deine Kaufkraft verringert. Wie sich Inflation und Zinsen gerade entwickeln, ordnen wir in unserem aktuellen Marktausblick ein.
Welche Renditearten gibt es und welche Zahl vergleichst du womit?
Renditezahlen sind nur vergleichbar, wenn Bezugsgröße und Zeitraum übereinstimmen. Bei zwei Renditearten täuscht die Bezugsgröße besonders leicht:
- Ausschüttungs- oder Dividendenrendite: Ausschüttung je Anteil geteilt durch den aktuellen Kurs. 2 € Dividende bei einem Kurs von 80 € ergeben 2,5 %.
- Yield on Cost: Ausschüttung je Anteil geteilt durch deinen Kaufkurs. 2 € bei einem Kaufkurs von 50 € ergeben 4 %.
Die Yield on Cost sieht zwar freundlicher aus. Für den Vergleich mit anderen Anlagen eignet sie sich aber kaum, denn jede Anlegerin und jeder Anleger hat zu einem anderen Kurs gekauft. Vergleiche also Gesamtrendite mit Gesamtrendite, netto mit netto und immer über denselben Zeitraum.
Auch beim eigenen Vermögen täuscht die Bezugsgröße leicht: Angenommen, neben den 50.000 € im Depot mit 6 % liegen 100.000 € auf dem Tagesgeld mit 2 % Zins. Zusammen bringen beide 3.000 € plus 2.000 €, also 5.000 € auf 150.000 €. Das sind rund 3,3 % auf dein Gesamtvermögen vor Kosten und Steuern. Die Depotrendite zeigt nur einen Ausschnitt. Noch kleiner wird er, wenn Immobilien oder Beteiligungen dazukommen, deren Rendite auf keinem Depotauszug steht.
Warum weicht die Rendite deines Depots von der Fondsrendite ab?
Factsheets zeigen in der Regel die zeitgewichtete Rendite. Diese misst die Anlage unabhängig davon, wann Geld ein- oder abfließt. Die geldgewichtete Rendite (interner Zinsfuß) zeigt dagegen, was dein Geld verdient hat.
Konkret:
- Du legst 10.000 € an. Im ersten Jahr steigt die Anlage um 20 % auf 12.000 €.
- Dann zahlst du 10.000 € nach, das Depot steht bei 22.000 €.
- Im zweiten Jahr fällt die Anlage um 10 %, am Ende stehen 19.800 €.
Zeitgewichtet hat die Anlage in zwei Jahren 8 % gewonnen (1,20 × 0,90 = 1,08). Eingezahlt hast du aber 20.000 €, geldgewichtet sind das −0,67 % pro Jahr, berechnet mit der Tabellenfunktion IKV (englisch IRR). Der Grund: Im Verlustjahr war mehr als doppelt so viel Geld investiert wie im Gewinnjahr. Bei Sparplänen und Nachzahlungen können beide Zahlen deshalb deutlich auseinanderliegen. Für den Fondsvergleich taugt die zeitgewichtete Rendite, für dein eigenes Ergebnis die geldgewichtete.
Was ist eine gute Rendite?
Eine gute Rendite lässt sich nicht an einer Zielzahl festmachen, die für alle passt. Messen kannst du sie an drei Maßstäben:
- an der Rendite nach Kosten, Steuern und Inflation,
- am Zeitraum, über den die Zahl gemessen wurde,
- am Risiko, also daran, wie stark die Anlage zwischendurch schwanken kann.
Wie stark allein der Zeitraum die Zahl prägt, zeigt der MSCI World Index in Euro (Net Returns). Laut MSCI-Factsheet mit Stand 31.08.2026 lag seine Wertentwicklung seit dem 29.12.2000 bei 6,64 % pro Jahr, über die letzten zehn Jahre bei 12,53 % pro Jahr. Innerhalb dieses langen Zeitraums lag ein Rückgang um 53,60 % vom 24.05.2001 bis zum 09.03.2009. Ein Index ist nicht direkt investierbar, Produktkosten und deine persönlichen Steuern sind in diesen Werten nicht enthalten. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.
Höhere Renditechancen gehen in der Regel mit höheren Schwankungen und Verlustrisiken einher, eine Garantie für eine bestimmte Rendite gibt es nicht. Mehr dazu im Beitrag, wie Rendite und Risiko zusammenhängen.
Was Schwankungen in der Praxis bedeuten, haben wir bei Albrecht, Kitta & Co. im März 2020 gesehen, als die Aktienkurse zu Beginn der Pandemie stark fielen. Bei Depots von Kunden, deren Aufteilung auf dem Papier zur Selbsteinschätzung passte, zeigte sich immer wieder, wie weit Selbsteinschätzung und tatsächliche Risikotragfähigkeit auseinanderlagen. Deshalb gehört für uns neben jede Renditezahl die Frage, welche Schwankungen du aushältst, damit du deine Strategie auch in schwachen Phasen beibehältst. Wie unterschiedlich eine Aufteilung je nach Ziel aussehen kann, zeigen drei Praxisbeispiele im Beitrag, wie du dein Geld jetzt anlegen kannst.
Wie schauen wir bei ak. auf deine Rendite?
Bei uns beginnt die Rechnung für deine Rendite beim Gesamtvermögen. Mit dem ak. Optimizer, dem ersten Baustein unserer Vermögen360-Analyse, machen wir dein Gesamtvermögen sichtbar, also Struktur, Kosten und Klumpenrisiken über alle Vermögenswerte hinweg. So siehst du, welche Kosten insgesamt von deiner Rendite abgehen und wo sich Risiken bündeln. Daraus entwickeln wir die strategische Asset Allocation, passend zu deinen Zielen und deiner Risikotragfähigkeit.
Umsetzen können wir die Strategie für dich im individuellen Mandat bei Albrecht, Kitta & Co., in der Regel ab 1 Mio. €. Für kleinere Vermögen gibt es ak.digital, unsere digitale Vermögensverwaltung ab 25.000 €.
Wenn du wissen möchtest, wie dein Vermögen aufgestellt ist und welche Rolle Kosten und Risiko darin spielen, sprich uns gern an. Ein unverbindliches Erstgespräch kostet dich eine Stunde Zeit.
Das könnte dich auch interessieren
- Sparen und Investieren im Vergleich
- Asset Allocation: wie du dein Vermögen aufteilst
- Wie du Schritt für Schritt Vermögen aufbaust
Dieser Beitrag dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung, Anlageempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Er ersetzt keine individuelle, auf deine persönliche Situation abgestimmte Beratung. Kapitalanlagen sind mit Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.
Häufige Fragen zum Thema Rendite berechnen
Die Rendite pro Jahr berechnest du mit der annualisierten Rendite: ((Endwert ÷ Anfangswert)^(1 ÷ Jahre) − 1) × 100. Wachsen 10.000 € in fünf Jahren auf 13.382 €, sind das rund 6 % pro Jahr.
Die Rendite nach Steuern ist der Ertrag nach Kosten und Steuern geteilt durch das eingesetzte Kapital; besteuert werden dabei nur Kapitalerträge über dem Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € je Person oder 2.000 € bei Zusammenveranlagung (§ 20 Abs. 9 EStG). Auf diesen Teil fallen 25 % Abgeltungsteuer (§ 32d EStG) und darauf 5,5 % Solidaritätszuschlag an, zusammen 26,375 %, mit Kirchensteuer knapp 28 % (Stand: September 2026). Bei 50.000 €, 6 % Bruttorendite und 1 % laufenden Kosten bleiben einer Einzelperson mit noch freiem Pauschbetrag 4,21 % netto. Bei Fonds gelten Sonderregeln wie die Teilfreistellung, die diese vereinfachte Rechnung verändern. Wie sich das in deinem Fall auswirkt, klärst du am besten mit deiner Steuerberaterin oder deinem Steuerberater.
Der Zins ist ein vereinbarter Ertrag, etwa bei Festgeld, Anleihen oder Tagesgeld. Rendite beschreibt das Gesamtergebnis einer Anlage einschließlich Kursveränderungen und Ausschüttungen, deshalb kann sie auch negativ sein. Bei einem Tagesgeldkonto mit angenommen 2 % Zins und ohne Kosten entspricht die Rendite vor Steuern dem Zins, solange die Bank ihn nicht ändert. Bei Aktien oder Fonds steht die Rendite dagegen erst im Nachhinein fest.
Die Realrendite zeigt, wie viel Kaufkraft dir nach dem Wertverlust des Geldes durch die Inflation bleibt. Du berechnest sie mit ((1 + Rendite) ÷ (1 + Inflation) − 1) × 100. Bei 6 % Rendite und 2 % Inflation sind das 3,92 %. Die Näherung „Rendite minus Inflation“ ergibt 4 % und liegt leicht zu hoch.
Eine Rendite ist dann gut, wenn nach Kosten, Steuern und Inflation real etwas bleibt und du die Schwankungen dafür tragen kannst. Wie aussagekräftig die Zahl ist, hängt vom gemessenen Zeitraum ab. Eine Garantie für eine bestimmte Rendite gibt es dabei nicht.