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Chris Holzheu

Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.
Drei matte weiße geometrische Formen – Kugel, Blatt und Würfel – in harmonischer Komposition mit goldenem Ring als Symbol für ESG-Säulen.

ESG, SRI, Impact Investing: Nachhaltige Geldanlage einfach erklärt

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Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.

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ESG, SRI und Impact Investing sind drei verschiedene Ansätze der nachhaltigen Geldanlage, die sich in ihrer Methodik und Zielsetzung unterscheiden. ESG bewertet Unternehmen anhand von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien, SRI schließt bestimmte Branchen aktiv aus und Impact Investing zielt gezielt auf messbare positive Wirkung ab. Welcher Ansatz zu dir passt, hängt von deinen persönlichen Werten, deinem Anlagehorizont und deiner Risikobereitschaft ab. Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Konzepte und hilft dir, die Unterschiede zu verstehen.

Was sind die Unterschiede zwischen ESG, SRI und Impact Investing?

ESG, SRI und Impact Investing verfolgen alle das Ziel einer verantwortungsvollen Geldanlage, unterscheiden sich aber grundlegend in ihrer Herangehensweise. ESG (Environmental, Social, Governance) ist ein Bewertungsrahmen, SRI (Socially Responsible Investing) ein Ausschlussverfahren und Impact Investing eine wirkungsorientierte Strategie mit messbaren Zielen.

ESG: Bewertung nach Kriterien

Beim ESG-Ansatz werden Unternehmen anhand von drei Dimensionen bewertet: Umwelt (Environmental), soziale Verantwortung (Social) und Unternehmensführung (Governance). Ein hohes ESG-Rating bedeutet, dass ein Unternehmen in diesen Bereichen gut abschneidet, zum Beispiel durch niedrige CO2-Emissionen, faire Arbeitsbedingungen oder transparente Unternehmensstrukturen. ESG schließt dabei nicht zwingend bestimmte Branchen aus, sondern bewertet Unternehmen innerhalb ihrer Branche relativ zueinander.

SRI: Ausschluss unerwünschter Branchen

Sozial verantwortliches Investieren (SRI) geht einen Schritt weiter und schließt bestimmte Sektoren aktiv aus dem Portfolio aus. Klassische Ausschlusskriterien sind Rüstung, Tabak, Glücksspiel oder fossile Brennstoffe. SRI ist damit wertebasierter als ESG und richtet sich an Anlegerinnen und Anleger, die bestimmte Industrien grundsätzlich nicht finanzieren möchten, unabhängig davon, wie gut ein Unternehmen innerhalb dieser Branche abschneidet.

Impact Investing: Wirkung als Ziel

Impact Investing ist der anspruchsvollste der drei Ansätze. Hier steht eine konkrete, messbare positive Wirkung im Vordergrund, etwa die Finanzierung erneuerbarer Energien, bezahlbaren Wohnraums oder medizinischer Versorgung in Entwicklungsländern. Impact Investments sind häufig weniger liquide und erfordern eine längere Haltedauer, bieten aber die direkteste Verbindung zwischen Kapital und gesellschaftlichem Nutzen.

Wie funktionieren ESG-Kriterien in der Praxis?

ESG-Kriterien werden in der Praxis von spezialisierten Ratingagenturen wie MSCI, Sustainalytics oder ISS bewertet. Diese Agenturen analysieren Unternehmen anhand von Hunderten von Datenpunkten und vergeben Scores, die Fondsmanager und Vermögensverwalter bei der Portfoliokonstruktion nutzen. Die Bewertungen können je nach Agentur erheblich voneinander abweichen, da es keine einheitliche globale Methodik gibt.

In der Praxis fließen ESG-Daten auf verschiedene Weisen in Anlageentscheidungen ein:

  • Best-in-Class: Nur die ESG-besten Unternehmen einer Branche werden ausgewählt, auch wenn die Branche selbst kontrovers ist.
  • ESG-Integration: ESG-Faktoren werden als zusätzliche Risikokomponente in die klassische Finanzanalyse einbezogen.
  • Engagement und Stimmrechte: Investoren nutzen ihre Aktionärsrechte, um Unternehmen zu nachhaltigerem Verhalten zu bewegen.
  • Normbasiertes Screening: Unternehmen, die internationale Standards wie den UN Global Compact verletzen, werden ausgeschlossen.

Gut zu wissen: Die EU-Offenlegungsverordnung (SFDR) verpflichtet Finanzmarktteilnehmer seit 2021 dazu, ihre Produkte nach Nachhaltigkeitsmerkmalen zu klassifizieren. Fonds der Kategorie Artikel 8 berücksichtigen ESG-Merkmale, Artikel-9-Fonds verfolgen explizit nachhaltige Anlageziele. Diese Klassifizierung hilft Anlegerinnen und Anlegern, Produkte besser einzuordnen.

Welche Rendite können nachhaltige Investments erzielen?

Nachhaltige Investments können marktübliche Renditen erzielen, eine Garantie dafür gibt es jedoch nicht. Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass ESG-konforme Portfolios in bestimmten Marktphasen gut abgeschnitten haben, in anderen aber hinter konventionellen Vergleichsindizes zurückgeblieben sind. Rendite und Risiko hängen wie bei jeder Anlage von Marktumfeld, Anlagehorizont und Portfoliokonstruktion ab.

Ein häufig genanntes Argument für nachhaltige Geldanlage ist das Risikomanagement: Unternehmen mit schlechten ESG-Werten können regulatorischen Risiken, Reputationsschäden oder operativen Problemen stärker ausgesetzt sein. Wer solche Unternehmen meidet, reduziert möglicherweise bestimmte Risikoquellen im Portfolio, ohne zwingend auf Rendite verzichten zu müssen.

Gleichzeitig gilt: Wer bestimmte Branchen vollständig ausschließt, zum Beispiel Energie oder Rüstung, kann in Phasen, in denen genau diese Sektoren stark performen, hinter dem Gesamtmarkt zurückbleiben. Nachhaltige Anlagestrategien sollten daher immer im Kontext des gesamten Portfolios und des individuellen Anlageziels betrachtet werden.

Was bedeutet Greenwashing und wie erkennt man es?

Greenwashing bezeichnet die Praxis, Finanzprodukte oder Unternehmen als nachhaltiger darzustellen, als sie tatsächlich sind. Im Bereich der grünen Geldanlage ist Greenwashing ein ernstes Problem, das Anlegerinnen und Anleger in die Irre führen kann. Erkennungsmerkmale sind vage Nachhaltigkeitsversprechen ohne konkrete Belege, fehlende Transparenz über Auswahlkriterien und Widersprüche zwischen Marketingaussagen und tatsächlichen Portfolioinhalten.

Einige konkrete Warnsignale:

  • Ein Fonds nennt sich „nachhaltig“, hält aber weiterhin erhebliche Positionen in fossilen Brennstoffen oder anderen kontroversen Sektoren.
  • Die Nachhaltigkeitskriterien werden nicht klar und nachvollziehbar offengelegt.
  • Ein Produkt ist als Artikel-8-Fonds klassifiziert, ohne dass konkrete ESG-Merkmale benannt werden.
  • Nachhaltigkeitsberichte sind vorhanden, aber nicht von unabhängiger Stelle geprüft.

Kleiner Tipp: Schau dir bei jedem Fonds das Factsheet und den Nachhaltigkeitsbericht genau an. Seriöse Anbieter legen offen, welche Unternehmen im Portfolio sind, welche Ausschlusskriterien gelten und wie die ESG-Bewertung zustande kommt. Regulatorische Initiativen wie die SFDR und die EU-Taxonomie sollen Greenwashing eindämmen, sind aber noch nicht vollständig umgesetzt.

Welcher nachhaltige Anlageansatz passt zu welchem Anlegerprofil?

Welcher Ansatz der nachhaltigen Geldanlage zu dir passt, hängt von deinen persönlichen Werten, deinem Anlagehorizont und deiner Risikobereitschaft ab. Es gibt keine universell richtige Antwort, aber einige Orientierungspunkte helfen bei der Einordnung.

  • ESG-Integration eignet sich für Anlegerinnen und Anleger, die Nachhaltigkeit als zusätzlichen Risikofaktor in eine klassische Anlagestrategie einbeziehen möchten, ohne auf Diversifikation zu verzichten.
  • SRI passt zu Menschen, die bestimmte Branchen aus ethischen Überzeugungen grundsätzlich ausschließen möchten und bereit sind, dafür möglicherweise eine geringere Diversifikation in Kauf zu nehmen.
  • Impact Investing richtet sich an Anleger, für die eine messbare positive Wirkung gleichrangig neben der finanziellen Rendite steht und die bereit sind, weniger liquide Anlagen zu halten.

Wichtig ist auch die Frage, wie viel Komplexität du bereit bist zu managen. ESG-Ratings sind nicht einheitlich, Greenwashing ist real und die Produktlandschaft entwickelt sich schnell weiter. Wer sein Vermögen nachhaltig anlegen möchte, profitiert von einer strukturierten Analyse des gesamten Portfolios, wie sie etwa eine ganzheitliche Vermögensanalyse ermöglicht.

Wie ak. bei nachhaltigen Investments begleitet

Nachhaltige Geldanlage ist kein Selbstläufer. Die Auswahl geeigneter Ansätze, die Prüfung auf Greenwashing und die Integration in eine stimmige Gesamtstrategie erfordern Erfahrung und einen klaren Blick auf das große Ganze. Genau hier setzen wir bei ak. an.

  • Wir analysieren dein gesamtes Vermögen, einschließlich Wertpapieren, Immobilien und Beteiligungen, im Rahmen unserer Vermögen360 Analyse und identifizieren, wo nachhaltige Ansätze sinnvoll integriert werden können.
  • Wir bewerten ESG-Produkte kritisch und unabhängig, ohne eigene Produkte zu platzieren oder Vertriebsinteressen zu folgen.
  • Wir entwickeln gemeinsam mit dir eine Anlagestrategie, die zu deinen Werten, deinem Anlagehorizont und deiner Risikobereitschaft passt, und überprüfen sie regelmäßig.
  • Als BaFin-regulierte, inhabergeführte Vermögensverwaltung aus Hamburg sind wir ausschließlich unseren Mandantinnen und Mandanten verpflichtet.

Wenn du wissen möchtest, wie nachhaltige Geldanlage in deiner persönlichen Situation aussehen kann, freuen wir uns auf ein Gespräch. Nimm gern Kontakt auf und wir schauen gemeinsam, was zu dir passt.

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