Inhalt

Bild von Chris Holzheu

Chris Holzheu

Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.
Mattweißer zylindrischer Aktienchip und rechteckiger Anleihebarren mit Champagnergold-Akzenten auf cremefarbenem Studiohintergrund.

Was ist der Unterschied zwischen Aktien und Anleihen?

Bild von Chris Holzheu

Chris Holzheu

Chris Holzheu ist Senior Kundenberater bei Albrecht, Kitta & Co. und kümmert sich zusammen mit seinen Kollegen um die Anlagestrategien unserer Mandanten.

Inhalt

Aktien und Anleihen sind die zwei grundlegenden Bausteine des Kapitalmarkts, unterscheiden sich aber fundamental: Wer Aktien kauft, wird Miteigentümer eines Unternehmens und nimmt an dessen Wertentwicklung teil. Wer Anleihen kauft, leiht einem Unternehmen oder Staat Geld und erhält dafür in der Regel regelmäßige Zinszahlungen. Der entscheidende Unterschied liegt im Verhältnis zwischen Rendite und Risiko: Aktien bieten langfristig höhere Ertragschancen, schwanken aber stärker im Wert. Anleihen sind in der Regel stabiler, werfen aber oft weniger ab. Welche Anlageform zu dir passt und wie du beide sinnvoll kombinierst, hängt von deiner persönlichen Situation ab.

Wie funktionieren Aktien und Anleihen als Kapitalanlage?

Aktien verbriefen einen Anteil am Eigenkapital eines Unternehmens. Als Aktionärin oder Aktionär profitierst du von steigenden Kursen und möglichen Dividenden, trägst aber auch das unternehmerische Risiko. Anleihen hingegen sind Schuldverschreibungen: Du leihst einem Emittenten, also einem Unternehmen oder einem Staat, für eine festgelegte Laufzeit Kapital und erhältst dafür Zinsen, den sogenannten Kupon. Am Ende der Laufzeit bekommst du den Nennwert zurück, sofern der Emittent zahlungsfähig bleibt.

Der wesentliche Unterschied liegt in der Stellung des Anlegers: Aktionäre sind Eigenkapitalgeber und stehen im Insolvenzfall nachrangig. Anleihegläubiger sind Fremdkapitalgeber und werden im Insolvenzfall vorrangig bedient. Das erklärt, warum Anleihen in der Regel als risikoärmer gelten als Aktien, aber auch, warum ihre Renditechancen häufig geringer ausfallen.

Gut zu wissen: Anleihen werden nicht nur von Unternehmen ausgegeben. Staatsanleihen, etwa von Deutschland oder den USA, gelten als besonders sicher, weil das Ausfallrisiko eines stabilen Staates historisch gering ist. Unternehmensanleihen bieten dagegen oft höhere Zinsen, tragen aber ein entsprechend höheres Kreditrisiko.

Welche Risiken sind mit Aktien und Anleihen verbunden?

Beide Anlageformen tragen Risiken, die sich in Art und Ausmaß unterscheiden. Bei Aktien ist das Kursrisiko zentral: Der Wert einer Aktie kann stark schwanken, kurzfristig sogar erheblich fallen. Bei Anleihen spielen vor allem das Zinsänderungsrisiko und das Kreditrisiko eine Rolle.

Risiken bei Aktien

  • Kursrisiko: Aktienkurse reagieren auf Unternehmensnachrichten, Konjunkturerwartungen und Marktstimmungen. Kurzfristige Verluste sind jederzeit möglich.
  • Totalverlustrisiko: Im Extremfall, etwa bei einer Insolvenz, kann der Wert einer Aktie auf null fallen.
  • Volatilität: Starke Kursschwankungen können emotional belasten und zu ungünstigen Verkaufsentscheidungen verleiten.

Risiken bei Anleihen

  • Zinsänderungsrisiko: Steigen die Marktzinsen, sinkt der Kurs bestehender Anleihen, weil neu ausgegebene Anleihen attraktivere Konditionen bieten.
  • Kreditrisiko: Gerät der Emittent in finanzielle Schwierigkeiten, kann er Zinszahlungen aussetzen oder den Nennwert nicht vollständig zurückzahlen.
  • Inflationsrisiko: Wenn die Inflation höher ist als der Kupon, verliert die Anleihe real an Kaufkraft.

Kurz gesagt: Kein Wertpapier ist ohne Risiko. Die Frage ist immer, welches Risiko du bereit und in der Lage bist zu tragen.

Was passiert mit Aktien und Anleihen in einer Wirtschaftskrise?

In einer Wirtschaftskrise reagieren Aktien und Anleihen oft unterschiedlich, was sie zu einem klassischen Gegenpol im Portfolio macht. Aktien fallen in Krisenzeiten häufig deutlich, weil Unternehmensgewinne einbrechen und Anleger risikoärmere Anlagen bevorzugen. Staatsanleihen hoher Bonität, etwa deutsche Bundesanleihen, werden dagegen oft als sicherer Hafen gesucht und können im Wert steigen.

Dieses Verhalten nennt sich negative Korrelation: Wenn Aktien fallen, steigen bestimmte Anleihen, und umgekehrt. Deshalb kombinieren viele Anlegerinnen und Anleger beide Anlageklassen, um das Gesamtrisiko im Portfolio zu dämpfen.

Allerdings gilt diese Logik nicht immer. In Phasen hoher Inflation und gleichzeitig steigender Zinsen, wie sie in den Jahren 2022 und 2023 zu beobachten waren, können sowohl Aktien als auch Anleihen gleichzeitig unter Druck geraten. Eine breite Streuung über verschiedene Anlageklassen und Regionen bleibt daher ein wichtiges Prinzip der professionellen Vermögensverwaltung.

Wie werden Aktien und Anleihen steuerlich behandelt?

Kapitalerträge aus Aktien und Anleihen unterliegen in Deutschland grundsätzlich der Besteuerung. Die genaue steuerliche Behandlung hängt von deiner persönlichen Situation ab und kann komplex sein. Für konkrete Fragen zu deiner steuerlichen Lage empfehlen wir dir, eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater hinzuzuziehen.

Sollte man in Aktien, Anleihen oder beides investieren?

Ob du in Aktien, Anleihen oder eine Kombination aus beidem investieren solltest, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Entscheidung hängt von deinem Anlagehorizont, deiner Risikobereitschaft und deinen finanziellen Zielen ab.

Als grobe Orientierung gilt: Wer langfristig investiert und kurzfristige Schwankungen aushalten kann, findet in Aktien historisch betrachtet höhere Renditechancen. Wer auf Stabilität und regelmäßige Erträge angewiesen ist oder einen kürzeren Anlagehorizont hat, kann mit einem höheren Anleihenanteil das Risiko im Portfolio reduzieren.

In der Praxis setzen viele Anlegerinnen und Anleger auf eine Mischung beider Anlageklassen, die sogenannte Asset Allocation. Das Verhältnis zwischen Aktien und Anleihen wird dabei individuell festgelegt und regelmäßig überprüft. Faktoren wie Alter, Vermögenssituation, bestehende Verpflichtungen und persönliche Ziele spielen dabei eine wichtige Rolle. Eine pauschale Empfehlung wäre hier nicht seriös.

Wann ist eine professionelle Vermögensverwaltung sinnvoll?

Eine professionelle Vermögensverwaltung kann sinnvoll sein, wenn das Vermögen eine gewisse Komplexität erreicht, der zeitliche Aufwand für eine eigenständige Verwaltung zu hoch wird oder wenn verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien und Beteiligungen koordiniert werden müssen. Ob sie für dich passt, hängt von deiner individuellen Situation ab.

Typische Situationen, in denen eine professionelle Begleitung Mehrwert schaffen kann:

  • Das Vermögen besteht aus mehreren Anlageklassen und soll ganzheitlich betrachtet werden.
  • Du möchtest eine strukturierte Anlagestrategie entwickeln, die zu deinen Zielen und deinem Risikoprofil passt.
  • Lebensveränderungen wie Erbschaften, Unternehmensverkäufe oder der Eintritt in den Ruhestand erfordern eine Neuausrichtung.
  • Du möchtest dich nicht täglich mit Marktentwicklungen beschäftigen, aber dennoch informiert bleiben.

Kleiner Tipp: Eine gute Vermögensverwaltung beginnt nicht mit dem Kauf von Wertpapieren, sondern mit einem gründlichen Verständnis deiner Gesamtsituation. Dazu gehören nicht nur Aktien und Anleihen, sondern alle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Ziele.

Wie ak. beim Thema Aktien und Anleihen unterstützt

Wir bei ak. (Albrecht, Kitta & Co.) begleiten vermögende Privatpersonen, Stiftungen und Family Offices dabei, ihr Vermögen strukturiert und zielgerichtet anzulegen. Dabei betrachten wir Aktien und Anleihen nie isoliert, sondern immer im Kontext deines gesamten Vermögens.

Was wir konkret für dich tun:

  • Wir analysieren deine gesamte Vermögenssituation mit unserer Vermögen360-Analyse, die alle Anlageklassen einschließt, von Wertpapieren über Immobilien bis hin zu Beteiligungen.
  • Wir entwickeln gemeinsam mit dir eine Anlagestrategie, die zu deinem Anlagehorizont, deiner Risikobereitschaft und deinen Zielen passt, und überprüfen sie regelmäßig.
  • Wir setzen auf eine breite Streuung über Anlageklassen und Regionen, um Risiken zu steuern, ohne auf Renditechancen zu verzichten.
  • Wir verzichten auf Transaktionsgebühren in der Vermögensverwaltung und vertreiben keine eigenen Produkte, damit unsere Entscheidungen ausschließlich an deinen Interessen ausgerichtet sind.

Wenn du wissen möchtest, wie eine auf dich zugeschnittene Anlagestrategie aussehen könnte, freuen wir uns auf ein erstes Gespräch. Nimm gerne Kontakt zu uns auf und wir schauen gemeinsam, was für deine Situation sinnvoll ist.

Ähnliche Artikel

Ein Aha-Moment pro Monat. Mindestens.

Erhalten Sie 1x pro Monat Tipps für Ihr Vermögen, exklusive Strategie- & Markt-Updates und mindestens einen Aha-Moment. 

Anika Albrecht von Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung lächelnd im Porträt mit E-Mail-Symbol, aufgenommen in der Hamburger Innenstadt – Ihr Kontakt für Newsletter-Themen.
☎️ ... wenn Sie sich einen Rückruf von uns wünschen.
 
➡️ Sie können unseren Newsletter jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand der Mails genutzt und nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Disclaimer

Vorab: vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.
Außerdem: Diese Publikation dient nur zu Informationszwecken und zur Nutzung durch den Empfänger. Sie stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung seitens oder im Auftrag der Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Investmentfonds dar. Die in der vorliegenden Publikation enthaltenen Informationen wurden aus Quellen zusammengetragen, die als zuverlässig gelten. Die Albrecht, Kitta & Co. Vermögensverwaltung GmbH gibt jedoch keine Gewähr hinsichtlich deren Zuverlässigkeit und Vollständigkeit und lehnt jede Haftung für Verluste ab, die sich aus der Verwendung dieser Information ergeben.