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GOLDINVESTMENTS ALS BASIS FÜR 2024

In Kürze

Goldinvestments gelten bekanntermaßen als Krisensicherung. Allerdings sollten Gold-Anleger die Realzinsen im Auge behalten: Denn je höher die Realzinsen notieren, desto mehr steigen die sogenannten Opportunitätskosten, also die entgangenen Gewinne des zins- und dividendenlosen Edelmetalls. Das erklärt den Druck, unter dem Gold 2023 zwischenzeitlich stand.

Im neuen Jahr sind zwei gegenteilige Entwicklungen zu erwarten. Erstens läuft die Phase steigender Zinsen aus, was natürlich auch die Realzinsen zu spüren bekommen. Zweitens sinken aber die Inflationsraten weiter. Von Seiten der Realzinsen dürfte es somit für Gold vorerst keine Unterstützung geben.

Stagnierende Realzinsen begrenzen beim Gold das Aufwärtspotenzial.

Goldinvestments dienen 2024 weiter als Krisensicherung

Bricht eine Krise wie der Ukraine- oder Gazakrieg aus, flüchten Anleger erfahrungsgemäß reflexartig in die vermeintlich sicheren Häfen. Und es gibt wohl kaum eine Asset-Klasse mit einem höheren Versicherungsschutz als Gold. Wenn sich allerdings abzeichnet, dass eine Krise nicht von längerer Dauer ist, können sich anfängliche Kursgewinne des Golds schnell wieder auflösen.

Ein Ende der Krisen ist kaum in Sicht.

Derzeit ist allerdings kaum absehbar, wie der Krieg in der Ukraine beendet werden könnte. Die weitere Entwicklung hängt auch davon ab, ob und in welchem Umfang vor allem die USA die überfallene Ukraine weiter unterstützen. Wenn sich die Republikaner mit ihren Streichungs-Vorhaben durchsetzen sollten, sieht es für die Ukraine noch düsterer aus als bislang.

Beim Gazakrieg zeichnet sich bislang auch noch keine Lösung ab. Und der Konflikt zwischen China und Taiwan beziehungsweise den USA birgt noch ungeahntes Risikopotenzial in sich. Gleichzeitig zeigt sich, dass das Gold die Inflation über längere Zeiträume nahezu immer geschlagen hat. Nur stellt sich dieser reale Gewinn nicht sofort mit Ausbruch der Inflation ein, sondern über die Zeit. In 2023 legte der Goldpreis (in USD) deutlich mehr zu als die Inflationsrate. Vor diesem Hintergrund gehört Gold als Basisinvestment in jedes Depot.

Rohstoffe mit deutlich Potenzial nach oben

Angesichts der schwachen Dynamik der Weltwirtschaft steigt derzeit der Bedarf an Öl nur langsam. Allerdings dürften die Amerikaner ab Preisen von rund 70 Dollar und darunter für ein Barrel der Sorte WTI wieder ihre strategischen Reserven auffüllen, was den preislichen Spielraum nach unten begrenzen sollte. Jedoch scheint aktuell die Angebotsseite wichtiger für die weitere preisliche Entwicklung zu sein. 

Beim Öl ist das Angebot derzeit entscheidend.

und damit 162 Bohrtürme wurden 2023 in den USA & Kanada abgebaut

In der jüngeren Vergangenheit haben vor allem Saudi-Arabien und wohl auch Russland ihre Förderung gedrosselt, um den Preis zu unterstützen. Zwar haben sie weitere Maßnahmen in dieser Richtung angekündigt. Doch kein Land will auf Einnahmen verzichten, um die jeweiligen Staatshaushalte mit ausreichend vielen Petro-Dollars zu finanzieren. Das sollte weitere Kürzungen im Zaum halten.

Eine größere Stellschraube scheint die Förderung in Nordamerika zu sein. Nach Angaben des Ölservice-Unternehmens Baker Hughes, hat sich die Zahl der Bohrtürme auf Sicht eines Jahres in den USA und Kanada um 162 auf nur noch 820 vermindert. Das bedeutet einen Rückgang von immerhin gut 16 Prozent. Falls durch ein geringeres Angebot der Preis von Öl spürbar steigt, ist allerdings damit zu rechnen, dass vor allem die nordamerikanischen Förderer ihre Produktion wieder hochfahren. Damit ist der preisliche Spielraum nach oben ebenfalls beschränkt.

Der Spielraum beim Ölpreis ist nach oben und unten begrenzt.

Industrierohstoffe nur kurzfristig unter Druck

Die Preisentwicklung von Eisenerz, Kupfer und Co. hängt maßgeblich von der Nachfrage aus China ab, dem größten Rohstoffverbraucher der Welt. Angesichts der schwachen Erholung der chinesischen Konjunktur überwiegen derzeit wohl die Abwärtsrisiken.

Auf etwas längere Sicht sorgen aber der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Elektromobilität für eine strukturell steigende Nachfrage. Denn vor allem Windkraftanlagen und Elektroautos brauchen große Mengen an Kupfer. Gleichzeitig nimmt der Kupfergehalt in den Minen immer weiter ab. Das alles spricht langfristig betrachtet für wieder höhere Kupferpreise.

Keine Energiewende ohne bestimmte Industrierohstoffe.

KLAR IST

Goldinvestments bleiben der ultimative Versicherungsschutz gegen Krisen jeglicher Art. Die derzeitigen Konflikte können jederzeit eskalieren oder es flammen noch neue auf. Öl der Sorte WTI sollte bei Preisen um die 70 Dollar pro Fass Unterstützung erfahren. Bei Preisen ab 100 Dollar dürfte aber der Deckel drauf sein. Die Kupfernachfrage dürfte strukturell bedingt steigen.

ERWARTE DAS UNERWARTETE

Sowohl in der Ukraine als auch im Gazastreifen einigen sich die jeweiligen Kriegsparteien auf einen Waffenstillstand. Gleichzeitig nähern sich die USA und China wieder an. Der Goldpreis verliert an Boden. Die sinkende Inflation gibt ihm den Rest. Es kommt nicht nur in Europa, sondern auch in den USA und China zu einer Rezession. Der Ölpreis sinkt weiter. Die Staaten blasen die Energiewende ab und Käufer fragen kaum noch E-Autos nach. Die Nachfrage nach Kupfer erodiert. Wahrscheinlich kommt alles aber ganz anders.

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Anika Albrecht
anika.albrecht@ak-co.de