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GOLD MIT GROSSEN CHANCEN

In Kürze

Trotz der galoppierenden Inflation ist Gold in Dollar 2022 nicht gelaufen. Warum Gold nicht lehrbuchmäßig gestiegen ist, liegt auf der Hand. Der Goldpreis hat es immer schwer, wenn die Zinsen stärker steigen, da Gold selbst keine laufenden Erträge generiert. Aufgrund des starken US-Dollar hat sich die Goldanlage jedoch für uns Europäer zumindest in Euro etwas besser entwickelt.

Die insgesamt schwache Performance darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Gold in der Vergangenheit in den meisten rollierenden Mehrjahreszeiträumen die Inflation um rund zwei Prozentpunkte geschlagen hat – und zwar pro Jahr. Das dürfte auch künftig der Fall sein.

Eine zentrale Rolle für die weitere Entwicklung spielt – wie fast überall an den Finanzmärkten – die Fed. Sie ist entschlossen, mit aller Macht die Inflation zu bekämpfen und hat in großen Schritten die Leitzinsen nach oben geschraubt.

hat Gold die Inflation in der Vergangenheit geschlagen

Doch auch der amerikanischen Notenbank sind Grenzen gesetzt. Der feste Dollar erweist sich zunehmend als Belastung für die US-Wirtschaft, aber auch für die in Dollar verschuldeten Schwellenländer. Gleichzeitig leidet der amerikanische Hypothekenmarkt unter den hohen Zinsen.

Kurzum, die Fed darf es mit ihrer restriktiven Geldpolitik nicht übertreiben. Noch gilt der Dollar als Stabilitätsanker. Doch wenn die US-Wirtschaft ernsthaft ins Schlingern gerät, dürfte der Spruch „In God we trust“, der die Dollarscheine schmückt, von „In Gold we trust“ abgelöst werden.

Der Dollar ist schon jetzt zu teuer.

Bei Gold handelt es sich weniger um einen Rohstoff als vielmehr um eine Währung – und zwar die der letzten Instanz. Wenn die Menschen, und hier vor allem die Amerikaner, das Vertrauen in ihre ungedeckten Papierwährungen verlieren, bleibt vor allem Gold als ultimative Fluchtburg. Die Fed könnte einen Vertrauensverlust dann auslösen, wenn sie den Kampf gegen die Inflation aufgrund der Rezession zu früh beendet. Sie darf in den kommenden Monaten weder zu restriktiv, noch zu vorsichtig agiere.

Aber auch ohne eine Kernschmelze an den Finanzmärkten bleiben die Aussichten für Gold positiv. Die Anleger werden sich in den kommenden Jahren bei der Inflation an ein höheres Niveau als vor Ausbruch der Corona-Pandemie gewöhnen müssen. Die demografische Entwicklung und die perspektivische Erholung der Weltwirtschaft sind hier die wesentlichen Gründe. Kurzfristig kommt dazu noch die expansive Fiskalpolitik des Westens. Und als Wertaufbewahrungsmittel ist Gold kaum zu schlagen.

Rohstoffe mit deutlich Potenzial nach oben

Am Anfang hat der Überfall Russlands auf die Ukraine die Preise für die meisten Rohstoffe sprunghaft steigen lassen. Der Grund waren befürchtete Angebotsengpässe. Doch dann übernahm die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft das Kommando an den Rohstoffmärkten.

Aber nicht nur die Nachfrage, auch das Angebot dürfte vorerst weiter schwächeln. Da ein Teil der russischen Ölförderung aufgrund der westlichen Sanktionen nicht mehr den Weltmarkt erreicht, dürften die Preise eher wieder steigen als weiter fallen. Auch Erdgas dürfte sich aufgrund des knappen Angebots tendenziell auf einem höheren Preisniveau bewegen. Dasselbe gilt für die Agrarrohstoffe, da die Ukraine aufgrund des Kriegs derzeit nicht mehr die Rolle als Kornkammer der Welt ausfüllen kann.

Die Industrierohstoffe leiden kurzfristig unter der Schwäche der Weltwirtschaft, wo derzeit China als Motor ausfällt. Das gilt insbesondere für Rohstoffe, die für den Bau benötigt werden, da sich der chinesische Immobiliensektor in einer tiefen Krise befindet. Sollte sich jedoch die Wirtschaft in China 2023 spürbar erholen, hätte dies unmittelbare Auswirkungen auf die Energie- und Industrierohstoffe.

Bei den Rohstoffen hängt viel von China ab.

Langfristig sprechen zwei große weltweite Trends für Rohstoffe. Erstens hemmen immer strengere Nachhaltigkeitsziele die Investitionen in die Suche und Erschließung neuer Vorkommen. Das war in der Vergangenheit bereits beim Öl zu beobachten. Damit wird das Angebot tendenziell sinken. Zweitens steigt gleichzeitig die Nachfrage nach bestimmten Industrierohstoffen für die Transformation der Energiewirtschaft. Elektroautos oder Windkrafträder brauchen beispielsweise große Mengen an Kupfer.

KLAR IST

Gold gehört weiterhin in jedes Depot – schon zur Absicherung gegen Verwerfungen an den Finanzmärkten und zur Diversifikation. Energie- und Industrierohstoffe sollten demnächst ihren Boden gefunden haben. Anleger sollten hier aber auf jeden Fall die Entscheidungen in China im Blick behalten. Sollte sich hier die Wirtschaft schlechter als gedacht entwickeln, sind beim Kupfer noch niedrigere Preise möglich.

ERWARTE DAS UNERWARTETE

Der Westen und China gleiten in eine tiefe Rezession ab, wodurch die Nachfrage nach Rohstoffen generell einbricht. Die westlichen Notenbanken schalten wieder auf eine expansive Geldpolitik um, was das Vertrauen in die Papier-Währungen weiter schwinden lässt. Nur Gold strahlt.

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Anika Albrecht
anika.albrecht@ak-co.de